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In der 1. Klasse Süd/Ost A hat sich SG Schäffern/Pinggau-Friedberg II im Heimspiel gegen USV Pöllauberg mit einem 2:2 begnügen müssen. Für Trainer Martin Zettl fühlte sich der Punktgewinn am Ende zwar spät und glücklich an, insgesamt blieb aber das Gefühl, dass für seine Mannschaft mehr drin gewesen wäre. Vor allem die mangelhafte Chancenauswertung und ein aus seiner Sicht fragwürdiger Elfmeter waren die entscheidenden Themen.
Der Spielverlauf gab Zettls Einschätzung einiges an Futter. Zunächst geriet seine Mannschaft in der 32. Minute in Rückstand, als Mario Schweighofer für die Gäste zum 0:1 traf. Aus Sicht der Gastgeber passte dieses Ergebnis aber nicht wirklich zum bis dahin gezeigten Bild, weil sie nach Aussage des Trainers mehr vom Spiel hatten und sich auch die besseren Möglichkeiten erarbeiteten. Noch vor der Pause fiel dann der wichtige Ausgleich: Babikir Babikir stellte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 1:1. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie laut Zettl ähnlich, ehe Pöllauberg in Minute 70 durch Kole Käfer wieder in Führung ging. Zettl sprach dabei von einem „fragwürdigen Elfmeter“ zum 1:2. Ganz spät kam seine Elf aber noch zurück, als Tobias Pöll in der 97. Minute das 2:2 erzielte. In derselben Nachspielzeit sah auch Tim Ringhofer noch die Rote Karte.
Gerade deshalb überwog nach dem Schlusspfiff beim Heimtrainer nicht die Erleichterung über den späten Punkt, sondern eher das Gefühl einer verpassten Chance. „Wir waren im ganzen Spiel eigentlich die spielbestimmende Mannschaft“, sagte Martin Zettl nach der Partie. Für ihn war auch klar, wer näher am Sieg war: „Näher am Sieg waren sicher wir. Wir hatten zwei, drei hundertprozentige Chancen in der ersten Halbzeit, die leider nicht genutzt wurden.“ Genau dort setzte er auch den Hauptgrund für das Remis an. „Die Chancenauswertung hat nicht gestimmt“, brachte er es knapp und deutlich auf den Punkt. Weil die Gastgeber ihre guten Phasen nicht besser in Tore ummünzten, blieb Pöllauberg im Spiel und konnte aus weniger Möglichkeiten mehr machen. Das zog sich aus Zettls Sicht über die gesamten 90 Minuten.
Dabei sah der Trainer durchaus viel Positives im Auftritt seiner Mannschaft. „Die Defensive ist sehr stabil gestanden, wir haben wenig Chancen zugelassen und offensiv konnten wir sehr gute Akzente setzen. Nur leider hat das Tor gefehlt“, sagte Zettl. Auch den Gegner ordnete er nicht kleinredend ein. Pöllauberg sei „ebenbürtig“ gewesen, vor allem weil die Gäste hinten ebenfalls gut standen und „in entscheidenden Momenten die Tore schießen“ konnten. Zettl sparte zwar auch seine Kritik am Unparteiischen nicht aus und meinte: „Für mich war die Schiedsrichterleistung nicht okay“, doch unter dem Strich blieb seine Analyse fußballerisch klar: Seine Elf hätte sich für den Aufwand öfter belohnen müssen. Mit dem 2:2 hält die SG nach der neunten Runde bei 14 Punkten und bleibt damit auf Rang sechs.
97
Tobias Pöll 2:2
70
Kole Käfer 1:2
47
Babikir Babikir 1:1
Mario Schweighofer 0:1