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Michael van Gerwen rutscht nach einem erneuten Erstrunden-Aus erstmals seit 2012 aus den Top Ten der Weltrangliste. Der dreimalige Weltmeister steckt in einer tiefen Krise.
Der Niedergang eines der größten Darts-Spieler aller Zeiten hat einen neuen Tiefpunkt erreicht: Michael van Gerwen ist nach seinem Scheitern bei der European Darts Championship 2026 in Dortmund aus den besten Zehn der PDC-Weltrangliste gefallen. Der 37-Jährige unterlag bereits in der Auftaktrunde seinem Landsmann Kevin Doets mit 3:6 und wird seither nur noch auf Rang 13 geführt. Vor dem Turnier in der Westfalenhalle hatte "Mighty Mike" immerhin noch Position zehn belegt.
Die Formkrise des dreimaligen Weltmeisters nimmt mittlerweile dramatische Züge an. Seit mehr als einem Jahr wartet van Gerwen auf einen PDC-Titel. In sechs der vergangenen sieben Turniere bedeutete bereits die erste Partie das Ende – ein Viertelfinale bei einem Major-Event gelang ihm 2026 abseits des im Teamformat ausgetragenen World Cup of Darts kein einziges Mal. Bereits 2025 hatte die einstige "Green Machine" ungewohnte Schwächen offenbart, doch in der laufenden Saison verschärfte sich die Abwärtsspirale weiter.
Im Interview mit dem Sender Viaplay machte van Gerwen aus seiner Frustration keinen Hehl. Insbesondere zwei starke Checkouts von Doets über 106 und 132 Punkte hätten dem Match in entscheidenden Momenten eine andere Richtung gegeben. "Ich konnte einfach nicht nachlegen. Das ist manchmal wirklich frustrierend", gestand der Niederländer.
Gleichzeitig betonte er, dass sein Average von 95 bis 96 Punkten nicht grundsätzlich schlecht sei – gemessen an seinen eigenen Maßstäben jedoch bei Weitem nicht ausreiche. "Natürlich muss ich mich aber immer wieder selbst hinterfragen und mich vor allem auf mein eigenes Spiel konzentrieren", so van Gerwen laut "dartsnews.de".
Kapitulieren will der ehemalige Weltranglistenerste trotz allem nicht. Vor der Weltmeisterschaft stehen noch der Grand Slam of Darts in Wolverhampton sowie die Players Championship Finals in Minehead an. Zwei letzte Gelegenheiten, um den Abwärtstrend zu stoppen – andernfalls droht van Gerwen eine Saison ohne Major-Titel, was ihm seit seinem Aufstieg in die Weltspitze erst zweimal widerfuhr. (red)