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Für Max Verstappen kommt es gleich doppelt bitter: Erst verspielt der Red-Bull-Pilot mit einem Fahrfehler die Poleposition, dann kostet ihn eine Strafe nach der Kollision mit Liam Lawson am Freitag eine weitere Startposition. Der Große Preis von Mexiko beginnt für den viermaligen Weltmeister damit unter erschwerten Bedingungen.
Denn Verstappen wird den Mexiko-Grand-Prix nur vom fünften Startplatz und aus der dritten Reihe in Angriff nehmen. Das könnte sich als kostspielig erweisen, denn die zweite Startreihe hat sich auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez in der Vergangenheit häufig als gute Ausgangsposition erwiesen.
Auf dem langen Weg bis zur ersten Kurve spielt der Windschatten eine wichtige Rolle. Doch Verstappen will die Flinte nicht ins Korn werfen. "Das kann man vorher aber nicht wissen", sagt er. "Vielleicht denken wir morgen, dass der fünfte Platz doch gar nicht so schlecht war."
Ein größeres Problem als die Strafversetzung dürfte allerdings die Startschwäche von Red Bull sein. Das Team kämpft bereits seit Saisonbeginn mit Schwierigkeiten auf den ersten Metern. Der besonders lange Weg bis zur ersten Kurve könnte diese Schwäche in Mexiko zusätzlich verschärfen.
Teamchef Laurent Mekies hatte bereits angedeutet, dass Red Bull die Probleme in diesem Jahr nicht mehr vollständig beheben kann. Dafür wären Änderungen an der Hardware notwendig, unter anderem an der Kupplung. Diese Anpassungen lassen sich allerdings erst zur Saison 2027 umsetzen.
Trotzdem hofft Mekies, mit der vorhandenen Technik noch Fortschritte erzielen zu können. Schließlich habe Red Bull die Situation im Vergleich zum Saisonauftakt in Melbourne bereits deutlich verbessert. Doch wie viel Vertrauen hat Verstappen inzwischen noch in die Starts seines Teams?
Auf die Frage von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, ob er diesbezüglich zuversichtlicher sei als in den vergangenen Wochen, fällt seine Antwort knapp aus: "Nein, nicht wirklich, wenn ich ganz ehrlich bin."
Die pessimistische Einstellung des Niederländers hängt auch mit den Trainingssessions in Mexiko zusammen. Schon die Übungsstarts am Freitag liefen nicht wie gewünscht, sodass Verstappen seinem Ärger sogar über den Teamfunk Luft machte.
"Ich glaube, ich könnte schneller loslaufen", scherzte der Red-Bull-Pilot. "Ich mache einen Start am Ende der Boxengasse und es ist eine Katastrophe. Ich mache einen weiteren Start und wieder eine Katastrophe. Warum ändern wir nicht einfach etwas?"
Verstappen hat Grund zur Sorge: Red Bull startet schlecht
Foto: LAT Images
"Oder sollte ich lieber einen Le-Mans-Start machen? Ihr wisst schon: Ich laufe los, schiebe das Auto und springe hinein. Dann fahren wir das Rennen", funkte der viermalige Weltmeister an sein Team. Als Verstappen bei der Medienrunde auf seinen Funkspruch angesprochen wird, muss er lachen.
"Vielleicht sollten wir das wirklich machen. Ich glaube, das wäre genauso schnell!", scherzt der 29-Jährige, ehe er etwas ernsthafter auf das Thema eingeht. Seine Möglichkeiten, die Startprobleme zu verhindern, seien ohnehin begrenzt. "Es gibt ein paar Dinge, aber die betreffen eher die Abläufe auf Teamseite", sagt er.
"Am eigentlichen Start kann ich nicht viel ändern." Damit knüpft Verstappen an seine Aussagen und die seines Teamkollegen Isack Hadjar aus Austin an. Beide Fahrer hatten dort betont, die vorgesehenen Abläufe im Cockpit korrekt umzusetzen. Das gewünschte Ergebnis blieb jedoch aus.
Auch Hadjar hofft auf einen besseren Start in Mexiko, schätzt die Situation allerdings als schwer vorhersehbar ein. Die Vorbereitung verlief auch beim Franzosen nicht reibungslos, insbesondere aufgrund mehrerer technischer Probleme im bisherigen Wochenendverlauf.
"Ich hoffe, dass es besser wird, aber wir haben an diesem Wochenende sehr intensiv daran gearbeitet", verrät der Franzose mit algerischen Wurzeln. "Leider hatten wir im ersten Freien Training nicht viel Fahrzeit und konnten keine Übungsstarts absolvieren."
"[Am Samstagmorgen] hatten wir ein paar ordentliche Starts und ein ganz gutes Gefühl", ergänzt Hadjar, der beim Großen Preis von Mexiko hinter seinem Teamkollegen von der siebten Position starten wird. "Mal sehen, wie es [Sonntag] läuft. Wir werden es brauchen!"