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Formel 1 Mexiko: War Lando Norris schuld an Max Verstappens Qualifying-Niederlage?
Max Verstappen startet in Mexiko nur von Platz 5, Foto: IMAGO / ANP

Max Verstappen wäre bei der Formel 1 in Mexiko so oder so nicht auf der Pole Position gestanden. Aufgrund der Startplatz-Strafe gegen den Red-Bull-Piloten stand somit die historische erste Ferrari-Pole von Lewis Hamilton schon fest, bevor der Niederländer in den letzten Sektor einbog.

Doch bis dahin hatte Verstappen den ersten Platz im Qualifying in seiner eigenen Hand, der für ihn immerhin nach wie vor gleichbedeutend mit einem Start aus Reihe 1 gewesen wäre. Die Telemetriedaten lassen keine Zweifel daran. In Kurve 12 hatte Verstappen mehr als eine halbe Zehntelsekunde Guthaben auf Hamilton. Und vor ihm lagen noch vier Kurven, in denen er schon im ersten Versuch schneller gewesen war als der Ferrari-Pilot auf seiner späteren Pole-Runde.

Wurde er von Lando Norris blockiert? Das sagt Max Verstappen

"Wir kämpften um die Pole. Meine letzte Runde war mit Sicherheit vorne dabei", ist auch Verstappen überzeugt. Dann kam aber Kurve 13. Die extrem langsame Haarnadel war schon den ganzen Tag eine anfällige Stelle für Verbremser und auch Verstappen blockierte seine Reifen. Ganz will er aber die Schuld dafür nicht bei sich selbst abladen. Denn zwischen Turn 12 und 13 musste er an Lando Norris vorbeigehen, der in langsamer Fahrt unterwegs war und Platz machte.

"Ich kam in Kurve 12 an, sah ein Auto vor mir und schon dann verliert man Zeit aufgrund der verwirbelten Luft", hielt Verstappen fest. Dass Norris vor der anschließenden Linkskurve auf die rechte Fahrbahnseite ging, habe ihn erst recht aus dem Rhythmus gebracht: "Das will man in dieser Kurve nicht haben."

"Denn dann kommt man in Kurve 13 schon mit einer ein bisschen anderen Linie an. Man verliert die Referenzpunkte für das Bremsen, weil da ein Auto ist und man sie nicht sieht", beschrieb Verstappen die Situation weiter und ist überzeugt, dass der Verbremser ein Resultat daraus war: "Wenn man im Qualifying am Limit ist, all diese Dinge verliert und das Auto in einem anderen Winkel ist, dann bringt einen das dazu, die Reifen zu blockieren."

Die F1-Stewards sahen die Aktion nicht als untersuchungswürdig an, Norris ist demnach so gut wie möglich aus dem Weg gegangen. Auch Verstappen ließ keinen Groll gegen seinen einstigen Titelrivalen aus der Formel-1-Saison 2024 erkennen. Es sei "nicht wirklich" frustrierend. "So etwas passiert – man muss einfach weitermachen."

Startplatz 5: Ist die Chance auf Verstappens sechsten Mexiko-Sieg schon verbaut?

Für Verstappen sprang so Platz 4 im Qualifying heraus, was ihm P5 auf der Startaufstellung einbringt. Norris auf der anderen Seite wird einen Rang dahinter aus der sechsten Position in den Grand Prix starten. Die Ausgangslagen sind aber abgesehen davon für den Weltmeister und den Vize-Weltmeister des Vorjahres grundverschieden.

Norris blickt pessimistisch auf die Pace seines schwer zu steuernden MCL40: "Wir sind einfach nicht schnell genug. Das Auto ist zu schwierig zu fahren." Seit dem Ende der Europa-Saison konnte McLaren nicht mehr vorne mitkämpfen. Bei Verstappen ist es anders. Das Rennen in Austin hatte Red Bull als Verkettung von Detailfehlern abgeschrieben, davor war der RB22 zweimal tonangebend. Aber von P5 aus wird es schwer, ist er überzeugt: "Mit den Temperaturen ist es hier immer schwierig, sich zu folgen."

Das Autodromo Hermanos Rodriguez ist trotz seiner langen Geraden berüchtigt dafür, dass Überholen äußerst schwierig ist. Das liegt an der Höhenlage der Strecke auf über 2200 Metern, welche sich kontraproduktiv auf die Kühlung der Autos auswirkt. Entsprechend schwierig ist es, hintereinander herzufahren und in weiterer Folge Überholvorgänge zu kreieren. Das hat sich auch mit den neuen Autos nicht geändert, vermutet der Mexiko-City-Rekordsieger: "Wir sind vielleicht in diesen Bedingungen noch nicht gefahren, aber ich schätze, dass es wahrscheinlich dasselbe sein wird."

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