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Was in Deutschland Borussia Mönchengladbach ist, das ist in England Manchester United. Die Red Devils laufen den Erwartungen bislang komplett hinterher und warten wettbewerbsübergreifend seit sieben Spielen auf einen Sieg.
Michael Carrick, der United in der Vorsaison noch so famos auf den dritten Tabellenplatz in der Premier League geführt hatte, steht spätestens seit der 1:4-Klatsche in der Champions League gegen Como vor dem Aus – ein Umstand, der vor allem Kapitän Bruno Fernandes freuen dürfte.
Denn nach dem Spiel gegen die Italiener griff der Portugiese bei TNT Sports das Trainerteam und deren Taktik an. "Es war die Entscheidung des Trainerstabs, nicht Mann-gegen-Mann zu pressen. Manchmal müssen wir beim Pressing mutiger sein und versuchen, ein Risiko einzugehen, indem wir hoch pressen und es dem Gegner damit schwer machen", erklärte Fernandes.
Nun obliege es dem Trainerteam auch, die richtigen Schlüsse aus der deutlichen Niederlage zu ziehen, erklärte Fernandes weiter. Gleichwohl wollte er sich und die Mannschaft aus der Kritik nicht herausnehmen.
"Ich übernehme zu 100 Prozent die Verantwortung für die gesamte Mannschaft und die Leistung. Da hört es auf. Es hört bei mir auf", erklärte der Portugiese.
Unterdessen brodelt die Gerüchteküche um den möglichen Carrick-Nachfolger heftiger denn je. Fabian Hürzeler gilt als aussichtsreicher Kandidat, auch weil Brightons Klubbesitzer Tony Bloom einen Wechsel seines Trainers nicht kategorisch ausschloss.
Neu auf der Liste an Kandidaten ist jedoch Julian Nagelsmann. Der britische Sportradiosender talkSPORT berichtet, dass der ehemalige Bundestrainer innerhalb des Vereins viele Bewunderer haben soll. Zudem ist er ablösefrei und wäre sofort verfügbar, was seine Chancen auf eine Anstellung erhöhen soll.
Ob Nagelsmann am Ende aber tatsächlich bei den Red Devils landet, ist zur Stunde noch nicht absehbar. Allerdings wäre es aus Sicht von United auch fahrlässig, sich nicht mit dem ehemaligen Bundestrainer zu beschäftigen.