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Boris Herrmann ist mit seiner neuen Malizia 4 ein starkes Comeback bei der Route du Rhum geglückt. Der Anschluss schien bereits verpasst, doch plötzlich bot sich eine neue Chance. Wie sich die spannende strategische Situation entwickeln konnte.
Aus einer schwierigen Ausgangslage hat sich Boris Herrmann bei der Route du Rhum bis auf Rang zwei vorgearbeitet. Während mehrere Favoriten in einer ausgedehnten Flautenzone festsaßen, zahlte sich die südlichere Positionierung von Malizia 4 aus. Der frühere Route-du-Rhum-Sieger Thomas Ruyant sieht in der taktischen Entscheidung von Spitzenreiter Corentin Horeau den Schlüssel zum bisherigen Rennverlauf. Francesca Clapcich, direkt hinter Herrmann auf Rang drei, beschreibt genauer, wie schwierig die Bedingungen für die Verfolger waren.
Und der arme Ambrogio Beccaria liegt seit mehr als einem Tag in der Flaute.
Er zeigt seine schlagenden Segel:
Beccaria kann es nicht fassen. Sein jüngstes Video kommentiert er mit: „Okay, der Witz ist vorbei. Können wir das Rennen nun wieder aufnehmen?“
„Segeln ist ein grausamer Sport“, sagt der Italiener. „Noch nie habe ich so teuer für eine Halse bezahlt. Es war eine wahrhaft katastrophale Entscheidung. Die Front bewegt sich nicht mehr nach Osten, sie zieht sich zurück, und ich komme nicht an ihr vorbei!“
Des einen Leid ist des anderen Freud. Die Wetterentwicklung ermöglicht eine bemerkenswerte Wende im Rennen von Boris Herrmann. Nach dem Start hatte Malizia 4 zunächst nicht den Speed gezeigt, den sich der Skipper von dem neuen IMOCA versprochen hatte. Der Rückstand auf die Spitze wuchs auf gerader Strecke zeitweise auf maximal 80 Meilen.
Doch mit der Wetterfront änderte sich die Situation. Die Flotte wurde auseinandergezogen, und eine ausgedehnte Schwachwindzone entwickelte sich zum entscheidenden taktischen Hindernis. Es galt die Frage zu beantworten, auf welcher Höhe die Barriere am schnellsten zu durchqueren wäre. Dahinter wartete als Belohnung ein bis zu 25 Knoten starker Nordwind.
Für Boris Herrmann drohte der Super-GAU. Denn wenn es den sechs Konkurrenten gelungen wäre, dieses Hindernis wie prognostiziert zu überwinden, hätte er endgültig den Anschluss verpasst.
Aber es kam anders. Am Dienstagabend schickte er ein Video von Bord, als die Kollegen bereits in der Flaute festsaßen und er noch Fahrt machte. Seiner Sache war er allerdings längst nicht sicher. Er wusste nicht, wie das taktische Spiel für ihn ausgehen würde:
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Herrmann konnte nicht darauf hoffen, was danach passierte.
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