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Route du Rhum: Imoca-Favorit Beyou muss aufgeben - Joyon von Frachter gerettet

Wie die Rennleitung mitteilte, entschied sich Beyou am Dienstagnachmittag nach Rücksprache mit dem Rennarzt dazu, das Rennen abzubrechen. Der Franzose lag zu diesem Zeitpunkt mit seiner "Charal" vor Boris Herrmann an Position zwei bei den Imocas. "Da Jérémies Gesundheitszustand es ihm nicht erlaubt, unter Rennbedingungen weiterzusegeln, ist er derzeit auf dem Weg zu den Azoren", hieß es in dem kurzen Statement der Veranstalter. Weitere Informationen sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Joyon gekentert

Zuvor hatte die Rennleitung bereits Details zu Francis Joyon mitgeteilt. Der Sieger des Jahres 2018 war am Montagnachmittag gegen 15 Uhr in der Keltischen See gekentert. Am Montagabend um 23 Uhr habe ihn der Frachter Maersk Colombus aufgenommen.

Dem Skipper der Vintage-Multi-Klasse gehe es gut. Er soll nach Irland an Land gebracht werden.

Viel Bruch nach zwei Tagen auf See

Zuvor war es bei der Transatlantik-Regatta nach Pointe-à-Pitre auf der karibischen Insel Guadeloupe bereits zu einer Kollision zwischen Violette Dorange und Romain Pilliard (beide Frankreich) gekommen. Beide blieben unverletzt und liefen den Nothafen in Roscoff an.

Probleme hat auch Rekordhalter Charles Caudrelier (Frankreich), der vor vier Jahren auf Gitana 17 in nur 6 Tagen, 19 Stunden, 47 Minuten und 26 Sekunden über den Atlantik gerast war. Bei seiner Nachfolge-Yacht Gitana 18 ist das Backbord-Foil gebrochen. Am Dienstagvormittag liegt der Franzose auf Rang fünf und verliert konstant auf die Spitze der Ultim-Klasse.

Die von seinem Landsmann Armel Tripon gesegelte "Les P'tits Doudous", dem Schwesterschiff von Herrmanns ehemaliger Yacht Malizia 3, hat mit einem Ruderschaden zu kämpfen. Tripon liegt auf Rang zehn der Imoca-Klasse.

Herrmann bislang ohne Probleme

Der gebürtige Oldenburger Herrmann ist bislang auf seiner im Juli vom Stapel gelaufenen neuen Malizia 4 ohne große Zwischenfälle auf dem Weg Richtung Guadeloupe unterwegs.

Am Sonntag hatten sich 115 Segler in sechs Klassen vor der französischen Küste auf den 3.542 Seemeilen (6.560 Kilometer) langen Weg gemacht. Es wird erwartet, dass die schnellsten Boote der Imoca-Klasse die Distanz in zehn bis zwölf Tagen bewältigen.

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