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Sprung auf den Tennis-Thron: Wegmarken von Zverevs Karriere
Sprung auf den Tennis-Thron: Wegmarken von Zverevs Karriere

Der deutsche Topspieler wird am Montag erstmals an die Spitze der Weltrangliste springen.

Alexander Zverev springt auf den Tennis-Thron. Durch seinen Achtelfinalerfolg in Wien gegen Tallon Griekspoor ist er ab Montag die neue Nummer eins der Welt – als zweiter deutscher Profi nach Boris Becker. Der SID beleuchtet die wichtigsten sportlichen Wegmarken des Hamburgers.

ERSTER PROFITITEL 2016:

Seinen Durchbruch auf der Tour feiert Zverev in der Heimat seiner Eltern. Im September 2016 stürmt er mit 19 Jahren zu seinem Premierentitel in St. Petersburg und drückt dem Siegerpokal nach einem 6:2, 3:6, 7:5-Erfolg gegen den damaligen US-Open-Sieger Stan Wawrinka einen dicken Kuss auf. Die einstige Nummer eins der Junioren-Weltrangliste schafft damit recht nahtlos den Übergang ins Profigeschäft. Im Mai 2017 folgt der erste Masterstriumph in Rom. Heute steht er bei 26 Titeln auf der Tour und bei einem erspielten Preisgeld von knapp 75 Millionen US-Dollar.

SIEG BEI DEN ATP FINALS 2018:

Spätestens nach diesem Jahres-Abschlussevent hat die gesamte Tenniswelt den Youngster aus Hamburg auf dem Zettel. In einem blitzsauberen Turnier ringt der damals 21 Jahre alte Zverev nicht nur Roger Federer im Halbfinale nieder, sondern kurz darauf auch den heutigen Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic in zwei Sätzen. „Das“, sagt Zverev zu diesem Zeitpunkt, „ist mit Abstand der wichtigste Titel, den ich bisher gewonnen habe. Ich kann es kaum beschreiben.“ Die nächsten ganz großen Titel scheinen nur noch eine Frage der Zeit, doch es sollte bekanntermaßen dauern. 2021 immerhin wiederholt Zverev seinen Titel bei den prestigeträchtigen Finals.

US-OPEN-FINALE 2020:

Zverev steht ganz dicht vor der Erfüllung seines großen Grand-Slam-Traums. Nur zwei Punkte fehlen ihm im Duell mit seinem Kumpel Dominic Thiem zum Triumph – doch er hat nicht die Nerven. Der Hüne verliert mit 6:2, 6:4, 4:6, 3:6, 6:7 (6:8) und ist bitter enttäuscht. „Das tut weh. Das ist vielleicht seine schmerzhafteste Niederlage. Aber das ist der Sport“, sagt Boris Becker. Zverev muss sechs Jahre warten, ehe sich die Wunde mit seinem Triumph in New York endgültig schließt.

OLYMPIASIEG 2021 IN TOKIO:

Ergriffen sinkt Zverev im leeren Tennisstadion von Tokio zu Boden, wenige Minuten später baumelt eine Olympische Goldmedaille um seinen Hals. Bei den Coronaspielen in Japan ist der 24-Jährige in einer der besten Phasen seiner Karriere nicht zu halten. Nicht im Halbfinale von Novak Djokovic, nicht von Karen Chatschanow im Endspiel. Es ist zu diesem Zeitpunkt der größte Titel in Zverevs Karriere – einer, den er bis heute etwa dem großen Roger Federer voraus hat. Er habe „für ganz Deutschland gespielt, für alle zu Hause“, sagt Zverev, dessen Verhalten nach dem Triumph ihm in seinem Heimatland viele Sympathien einbringt.

VERLETZUNG IN PARIS 2022:

Ein schriller Schrei hallt über den Court Philippe Chatrier. Zverev hat dem spanischen Grand-Slam-Rekordchampion Rafael Nadal an dessen 36. Geburtstag ein großes Match geliefert – bis er schwer umknickt und in einem Rollstuhl vom Platz gebracht werden muss. Beim Stand von 6:7 (8:10), 6:6 zerplatzt nicht nur der Traum vom ersten deutschen Grand-Slam-Sieg seit 1996. Zverev, der mit einem Turniersieg auch die Führung in der Weltrangliste übernommen hätte, muss sich monatelang um seinen schwer verletzten Knöchel kümmern. Es ist der schwerwiegendste Einschnitt seiner Karriere.

ENDE DES GRAND-SLAM-FLUCHS 2026:

Es ist wahrscheinlich der wichtigste, ganz sicher aber der erleichterndste Titelgewinn für Zverev. Nach mehr als einem Jahrzehnt auf der Tour und 40 vergeblichen Anläufen bannt der Hamburger bei den French Open endlich seinen Grand-Slam-Fluch. Das vierte Finale auf der größten Bühne bestreitet er nach einem Turnier voller Favoritenstürze gegen den Italiener Flavio Cobolli und behält in einer fünf Sätze langen Nervenschlacht die Oberhand. Mehr als 30 Jahre nach Boris Becker feiert wieder ein deutscher Mann einen Major-Titel. Ein Dosenöffner für Zverev, der im Spätsommer auch noch die US Open gewinnen wird und endgültig Kurs nimmt auf die Spitze der Weltrangliste.

SPRUNG AUF DEN TENNIS-THRON

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Mit einem breiten Grinsen posierte Zverev nach seinem Achtelfinalerfolg in Wien an der Seite seines stolzen Papas und Freundin Sophia Thomalla vor der „1“ im XXL-Format. Mit dem Viertelfinaleinzug in Österreichs Hauptstadt machte er perfekt, was nur noch eine Frage der Zeit war: Am Montag wird er der zweite Deutsche an der Spitze der Weltrangliste nach Boris Becker sein. Den entscheidenden Sieg gegen den Niederländer Tallon Griekspoor besiegelte er dabei standesgemäß mit einem Ass.

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