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US-Open-Sieger Alexander Zverev reist bestens gelaunt zum ATP-Turnier nach Österreich. Dort könnte dem 29-Jährigen gelingen, worauf er nach eigenen Worten "gefühlt seit 20 Jahren" hinarbeitet.
Das nächste große Karriereziel dicht vor Augen präsentierte sich Alexander Zverev bester Laune. "Ich liebe es, hier zu spielen, finde die Stadt wunderschön und fühle mich wohl", sagte der US-Open-Sieger nach seiner mit Spannung erwarteten Ankunft in Wien. Dort will Zverev knapp fünf Monate nach seinem ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open nun auch den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste perfekt machen: mit dem Einzug ins Viertelfinale.
Am Montag (Sky) trifft Zverev in der ersten Runde auf Martín Landaluce aus Spanien. Und sollte sich der Favorit durchsetzen, braucht er danach nur noch einen weiteren Erfolg, um im ATP-Ranking vom 2. November an Jannik Sinner vorbeizuziehen, obwohl der Rückstand aktuell noch recht groß ist. Der Grund: Das anschließende Hallen-Masters in Paris findet in diesem Jahr eine Woche später statt als 2025 – wodurch Vorjahressieger Sinner schon nach der Wiener Turnierwoche seine 1000 Weltranglistenpunkte verliert.
"Es ist für uns ein Märchen, dass er in Wien Nummer eins werden kann", frohlockte der Turnierdirektor Herwig Straka im ORF, denn danach hatte es zuletzt nicht unbedingt ausgesehen. Müde und ausgelaugt hatte sich Zverev nach seinem Halbfinalaus in Shanghai gefühlt und eine Pause angekündigt. Diese aber fiel kurz aus – und so kann nun das Turnier in Österreichs Hauptstadt zur Krönungsmesse werden.
Dass Zverev das Tennisjahr als Nummer eins beenden wird, steht nach dem Saisonaus des verletzten Italieners Sinner ja ohnehin bereits fest; derzeit geht es nur noch um die Frage, wann er vorbeizieht. "Klar", sagte Zverev in Wien im Gespräch mit Sky, "es gibt schon etwas, wenn man die großen Ziele in der Karriere auch erreicht. Das ist etwas, worauf man gefühlt seit 20 Jahren hinarbeitet."
Der Hamburger, der sich nach seinem Triumph in Paris auch bei den US Open einen Grand-Slam-Titel gesichert hatte, könnte in Wien auch noch einen weiteren Prestigeerfolg feiern: mit einem möglichen Finalsieg über Carlos Alcaraz. Alcaraz und Sinner, die er trotz seines Traumjahres beide 2026 noch nicht bezwingen konnte, seien natürlich die "zwei größten Herausforderungen im Tennis", sagte Zverev. Herausforderungen, denen sich die künftige Nummer eins der Welt gerne stellt. (SID/AFP/bearbeitet von sav)