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Einmal Gossip, bitte schön! Diese Themen sorgen dieser Tage auf- und abseits des Stadthallen-Center-Courts für Gesprächs- und Zündstoff.
Es war nur ein ganz kurzer Satz, der jedoch ordentlich Bewegung in die internationale Tennisszene gebracht hat. „Ist das live?“, hatte Matteo Berrettini nach seinem 6:3, 6:4-Auftaktsieg in der Wiener Stadthalle gegen Tomas Martin Etcheverry gefragt, als ihn der ATP-Reporter vor laufender Kamera um eine Stellungnahme zum ersten Turniersieg seines Landsmanns Lorenzo Musetti nach vier Jahren in Lyon bat. Dann beschlich Berrettinis Gesicht ein undefinierbares Grinsen, er holte tief Luft und erklärte lapidar: „Er hat hart dafür gearbeitet und es sich verdient.“ Punkt. Die dicke Luft, die offenbar zwischen den beiden Italienern herrscht, war greifbar – und der Kommentar füllte prompt die Schlagzeilen der Tennisseiten in den sozialen Medien. Der Hintergrund: So haben sich zuletzt die Gerüchte verhärtet, dass Musetti, der ebenfalls in Wien aufschlägt, mit Berrettinis ehemaliger Freundin Vanessa Bellini eine Affäre gehabt haben soll, während die beiden noch ein Paar gewesen sind. Auf Instagram haben sich die zwei Tennis-Asse, die einst beste Freunde waren, mittlerweile entfolgt und Bellini hat die Anschuldigungen dementiert.
Ebenfalls nicht zur Stimmung Berrettinis beigetragen haben dürfte die Tatsache, dass Italiens Davis-Cup-Kapitän Filippo Volandri, der auch in Wien weilt, Musetti für das „Final 8“ des Davis Cups Ende November in Bologna nominiert hat. Berrettini, der im Vorjahr mit Flavio Cobolli die hässlichste Salatschüssel der Welt für Italien gewonnen hatte, wurde hingegen nicht berücksichtigt. In der Stadthalle könnten Berrettini und Musetti übrigens im Halbfinale aufeinandertreffen ...
Doch ist das nicht der einzige für die Tenniswelt ungewohnte Klatsch und Tratsch, der die Wogen im Netz derzeit hochgehen lässt. Nachdem Elina Switolina überraschend die Trennung von Gael Monfils öffentlich gemacht hatte, fand sich erst die Erklärung dafür, warum der Franzose still und heimlich seine Karriere beendet hatte und auf seine geplanten Abschiedsturniere vor heimischem Publikum in Lyon und beim Paris-Masters verzichtete. „Mir geht es nicht gut. Ich esse wenig und alles fühlt sich schlecht an“, schrieb der 40-Jährige auf Instagram, nahm seine Noch-Frau (die Ukrainerin fühlte sich nicht mehr glücklich und soll die Beziehung via Telefon beendet haben) jedoch in Schutz, als ein erster Shitstorm über sie hereinbrach. Mittlerweile hat Monfils aber wieder etwas Boden unter den Füßen gewonnen und sich umstimmen lassen, am 3. November beim Paris-Masters doch noch feierlich verabschiedet zu werden. Allerdings nicht in einem offiziellen ATP-Match, ist ihm das als zurückgetretenem Spieler doch untersagt.
Doch zurück nach Wien. Dort musste Turnierdirektor Herwig Straka bekanntlich im Vorfeld die verletzungsbedingte Absage von Jannik Sinner, der die Saison vorzeitig für beendet erklärt hatte, hinnehmen, fand aber in der Verpflichtung von Carlos Alcaraz schnell adäquaten Ersatz. Der Spanier war „frei“, weil Houthi-Rebellen mehrfach Saudi-Arabien angegriffen hatten und daraufhin der Six Kings Slam in Riad auf Ende Dezember verschoben werden musste. Der neue Termin rief wiederum Sinner auf den Plan, der seine Absage revidierte und nun doch beim Millionen-Turnier im Wüstenstaat aufschlagen wird. Mit ein Grund ist wohl die Tatsache, dass dem Südtiroler durch das Verpassen der Masters-Events in Montreal, Cincinnati, Shanghai und Paris eine satte ATP-Prämie von vier Millionen Euro durch die Lappen gegangen ist. Des einen Freud, des anderen Leid: Nachdem der ebenfalls in Wien auftretende Learner Tien von den Saudis als Sinner-Ersatz eingeladen wurde, erhielt der US-Amerikaner nach Sinners Sinneswandel nun wieder eine höfliche, aber bestimmte Ausladung.
Bleiben wir noch bei Sinner: Nachdem sein Erfolgscoach Darren Cahill schon länger seinen Gang in die Pension mit Jahresende angekündigt hat, soll der heurige Wimbledon-Triumphator nun mit Magnus Norman einen neuen Trainer gefunden haben. Der 50-jährige Schwede hat Stan Wawrinka, der gerade in Basel seinen Abschied von der Tennisbühne gefeiert hat, zu drei Grand-Slam-Titeln geführt.
Ach ja – Sinner, der eigentlich glücklich mit Model und Influencerin Laila Hasanovic liiert ist, soll laut einem italienischen Journalisten heimlich mehrere Nachrichten mit einer anderen Frau ausgetauscht haben. Aber Achtung – man darf nicht jedem Klatsch und Tratsch glauben ...