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Niko Ilicevic gab mit 16 sein Debüt für die Eintracht. Doch dazu wäre es fast nicht gekommen. Schuld war ausgerechnet sein Mitspieler Can Uzun.
Frankfurt – Mit gerade einmal 16 Jahren und einem Tag feierte Niko Ilicevic am Sonntag beim 3:1-Sieg gegen den Hamburger SV sein Profi-Debüt. Damit ist das Eintracht-Wunderkind nun zusammen mit dem Ex-Dortmunder Youssoufa Moukoko der jüngste Bundesligaspieler aller Zeiten. Doch ausgerechnet Teamkollege Can Uzun hätte das fast verhindert.
In der 90. Minute plante Trainer Adi Hütter beim Stand von 3:1 den großen Doppelwechsel. Mario Götze und Rekord-Juwel Ilicevic sollten gemeinsam auf den Rasen. Während Götze das Feld bereits betreten hatte, schlenderte Can Uzun quälend langsam in Richtung Seitenlinie und ließ sich bei seiner Auswechslung viel zu viel Zeit.
Schiedsrichter Florian Exner griff rigoros ein und unterbrach den Wechselvorgang. Die Eintracht musste in Unterzahl weiterspielen, während sich Coach Hütter an der Bank derart echauffierte, dass er Gelb sah. Der Frust des Österreichers dürfte sich dabei aber wohl weniger gegen Uzun als gegen die Entscheidung des Schiedsrichters gerichtet haben.
Exner handelte dabei aber so, wie es das Regelbuch vorgibt. Seit dieser Saison gilt bei Auswechslungen ein strenges Zeitlimit. Verlässt ein Profi nicht binnen zehn Sekunden nach Anzeige das Feld, muss der Einwechselspieler mindestens eine Minute warten und darf erst bei der nächsten Spielunterbrechung rein.
Und genau das hätte dem Ilicevic-Debüt zum Verhängnis werden können, da die reguläre Spielzeit absolviert war. Doch Exner legte satte acht Minuten obendrauf. Nach 92 Minuten war es dann endlich so weit und auch Ilicevic durfte den Rasen des Deutsche Bank Parks betreten. Und so gab es trotz Wechselfehlers ein Happy End für das Eintracht-Wunderkind, das sein Glück kaum fassen konnte. (smo)