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Eintracht-Coach Hütter reagiert auf Kompany-Ausfall: „Natürlich mache ich mir Gedanken“

Nach dem Ausfall von Bayern-Trainer Vincent Kompany spricht Eintracht-Coach Adi Hütter über den extremen Leistungsdruck im Profigeschäft und klare Grenzen.

Frankfurt – Der Gesundheitszustand von FC‑Bayern-Trainer Vincent Kompany sorgte nicht nur beim eigenen Verein für zahlreiche Reaktionen. Bundesligaweit wurde der gesundheitsbedingte Ausfall des Münchner Coaches zum Thema und rückte die physische und mentale Belastung im Trainergeschäft wieder verstärkt in den Fokus. Nun hat sich auch Eintracht-Trainer Adi Hütter zu den Geschehnissen und den Belastungen an der Seitenlinie geäußert.

Trainer Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) vor dem Spiel.
Adi Hütter setzt klare Grenzen für seine Gesundheit. © picture alliance/dpa | Bernd Thissen

Im ausführlichen Interview mit der Bild sprach Hütter offen über den Umgang mit solchen Situationen. Zu den konkreten gesundheitlichen Details des Bayern-Trainers äußerte sich Hütter nicht, gab aber einen Einblick in seine eigene Gefühlswelt: „Natürlich mache ich mir Gedanken“, betonte der SGE-Coach. 

Hütter kritisiert voreilige Trainer-Urteile in der Bundesliga

Deutliche Worte fand der Eintracht-Trainer vor allem für den extremen Erwartungsdruck und die oft drastische Berichterstattung in der Bundesliga. Die öffentliche Bewertung von Trainerleistungen bezeichnete Hütter dabei als häufig übertrieben hart und voreilig. „Man ist nicht nach drei Siegen ein hervorragender Trainer und nach drei Niederlagen plötzlich ein schlechter“, stellte er unmissverständlich klar. 

Kritik gehöre zum Geschäft dazu, sie dürfe jedoch niemals unter die Gürtellinie gehen. Zudem fehle Klubs häufig die Geduld. Um sich von den permanenten äußeren Einflüssen freizumachen, habe Hütter für sich selbst eine Schutzmaßnahme ergriffen: Er lese längst nicht alles, was über ihn geschrieben werde.

Neben dem Blick auf das Trainer-Dasein zog Hütter auch eine Zwischenbilanz seiner bisherigen Arbeit bei der Eintracht. Trotz sportlicher Rückschläge – wie dem 3:2-Sieg der Bayern gegen Frankfurt – betonte er, die Rückkehr „keinen Tag bereut“ zu haben. Von seinen Spielern fordert der Coach vor allem Einsatz gegen den Ball: „Sie müssen lernen und verinnerlichen, dass sie, wenn sie den Ball nicht haben, auch kämpfen und laufen müssen.“ (adp)

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