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Eintracht Frankfurt hat ein sportlich schwieriges Jahr 2026 erlebt. Die Reise zum Hamburger SV kann zu einem Stimmungsumschwung führen.
Frankfurt – „Die Bedeutung dieses Spiels ist uns allen bewusst!“ Trainer Adi Hütter ließ vor der Reise von Eintracht Frankfurt zum Hamburger SV keine Zweifel an der Wichtigkeit dieser Partie in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Dienstagabend (18 Uhr) aufkommen. Er betonte: „Es ist ein eigener Wettbewerb. Wir wollen so weit wie möglich kommen.“
Die Partie beim HSV ist auf mehreren Ebenen bedeutsam. Da ist die finanzielle Seite. Ein Einzug ins Achtelfinale bedeutet Prämien in Höhe von 912.755 Euro. Sollte die Eintracht ein Heimspiel zugelost bekommen, würde diese Summe deutlich steigen. Der Pokal ist für den Traditionsklub also auch wirtschaftlich lukrativ.
Viel wichtiger ist in dieser Phase allerdings die emotionale Komponente. 5.800 Fans werden das Team in das ausverkaufte Volksparkstadion begleiten. Hütter stellte fest: „Der Pokal ist in Frankfurt sehr wichtig.“ Fünfmal konnten die Hessen den Pott schon gewinnen – nur der FC Bayern München (21-mal) und Werder Bremen (6-mal) waren häufiger erfolgreich.
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Vor allem der Pokalsieg im Mai 2018 wurde zum Wendepunkt für die Eintracht, die sich anschließend zu einem der spannendsten Klubs im europäischen Fußball entwickelte. Das überraschende 3:1 im Berliner Olympiastadion gegen den FC Bayern hatte Auswirkungen, die für alle Beteiligten im ersten Moment kaum greifbar waren. Von diesem Glanz ist aktuell allerdings wenig übrig geblieben.
Der neue Vorstandsvorsitzende Axel Hellmann gab zuletzt zu: „2026 ist in der Gesamtwahrnehmung von Eintracht kein gutes Jahr gewesen. Wir gehen jetzt auf die Zielgerade und können den Eindruck nur noch auf dem Platz reparieren.“ Ein Sieg in Hamburg würde die sportlichen Probleme der vergangenen Monate nicht lösen. Doch der Einzug ins Achtelfinale könnte die Stimmung drehen und der Eintracht eine Perspektive eröffnen, die in dieser Saison besonders wichtig ist.
Kapitän Robin Koch sagte bereits nach der 0:1-Niederlage am vergangenen Spieltag beim BVB: „Der Pokal ist jedes Jahr wichtig. In diesem Jahr ohne Teilnahme am internationalen Wettbewerb ist er aber noch wichtiger.“ Entsprechend viel steht für die Eintracht auf dem Spiel. Ein Aus in der zweiten Runde würde eine Chance auf den Europapokal und eine potenzielle Geldquelle kosten – und wäre ein weiterer herber Stimmungsdämpfer.
Für Hütter wird es der erste Ausflug ins Volksparkstadion. In seinen vorherigen vier Bundesligajahren von 2018 bis 2022 war der HSV Zweitligist. Auch für die Hanseaten wäre ein Weiterkommen in vielerlei Hinsicht ein Booster. Für die Eintracht aber ist die Partie die Chance, einem bislang enttäuschenden Jahr doch noch eine positive Wendung zu geben.