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Die blau-weiße Sensationssaison hat ihren nächsten Höhepunkt. Hertha BSC gewinnt deutlich beim Tabellendritten 1. FC Kaiserslautern mit 3:0. Wer dachte, dass die Truppe von Trainer Stefan Leitl nach acht Siegen und einem Unentschieden auf dem Betzenberg ins Stolpern kommt, irrte sich gewaltig.
So manche Irrtümer gab es auch im Sommer. Viele redeten nach dem Abgang vom 16 Spielern von Untergang und drohenden Abstieg. Die Verkäufe von Fabian Reese, Tjark Ernst, Michael Cuisance und Marten Winkler hatten nur einen Sinn: Hertha muss von den Schulden der Sündenjahre runter.
Es ist für Finanzboss Ralf Huschen ein harter Kampf, doch die Sanierung des Klubs hat jetzt einen Wendepunkt erreicht. Zum ersten Mal nach acht Jahren schloss Hertha eine Saison mit einem Gewinn von 1,2 Millionen ab.
Das ist bemerkenswert. Denn genau in diesem Zeitraum wurden auch 21,2 Millionen Euro bei den Anteilen der Hertha-Nordic-Bond-Aktie zurückgekauft. Die Schuldenzinslast sinkt endlich. Trotzdem gibt es noch immer einen Fehlbetrag von 37,2 Millionen. Doch der lag in den vergangen Jahren auch schon mal bei über 100 Millionen.
Natürlich sind alle froh über die schwarzen Zahlen. Huschen sagt: „Die erneute Verbesserung unseres Jahresergebnisses ist ein wichtiger Meilenstein für Hertha BSC. Sie bestätigt, dass wir wirtschaftlich vorankommen und unsere finanzielle Ausgangslage Schritt für Schritt verbessern.“
Auch Geschäftsführer Dr. Peter Görlich freute sich, mahnte aber zugleich: „Es geht nicht darum, was wir uns leisten wollen, sondern können. Einen Rückfall in vergangene Zeiten darf es nicht mehr geben.“ Mahnungen tun den Blau-Weißen immer gut.
Auch auf dem Rasen. Bisher gelingt es Trainer Stefan Leitl, dass kein Spieler trotz des Traumstarts in der Zweiten Liga abhebt. Der Sieg in Kaiserslautern war ein weiterer Beweis dafür. Wenn man hart arbeitet und keine großen Töne spuckt, kommt der Erfolg.
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