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Das war einer der wertvollsten Siege von Hertha BSC bisher in dieser Saison. 2:0 in der zweiten Runde beim Außenseiter, bei Regionalligist SSV Jeddeloh II. Kein Gewürge, keine Verlängerung und keine Blamage. Einfach ein schnöder Arbeitssieg.
Auch das ist eine neue, ungewohnte Qualität dieser Truppe von Trainer Stefan Leitl (49). Herthaner kennen seit Jahren das Gefühl: Wenn es mal lief, wurde eine Erfolgswelle oft krachend mit einer Nichtleistung beendet. In dieser Saison ist alles ganz anders. Das ist wirklich eine neue Hertha.
Keine Nervosität nach verpassten Chancen und einem Halbzeitstand von 0:0. Einfach weiterspielen und irgendwann gibt es das Tor. Diesmal trafen Josip Brekalo und Julian Eitschberger. Das sieht schon nach abgeklärtem Selbstbewusstsein aus, aber nicht nach Überheblichkeit. Leitl lebt das Ganze vor.
Der Coach nahm Gegner Jeddeloh nicht nur ernst, sondern vorher genau unter die Lupe. Er reiste vor zweieinhalb Wochen extra zum Regionalliga-Spiel der Niedersachsen gegen den VfB Lübeck. Der Chef macht es vor: Einfach seriös arbeiten, dann ziehen alle mit.
Das Resultat sieht nach dem totalen Kaderumbruch im Sommer fantastisch aus und so mancher Hertha-Fan glaubt einfach nur zu träumen. Zwei Pokalsiege, acht Dreier in der Zweiten Liga, ein Unentschieden, keine Niederlage und damit Spitzenreiter. Haben Sie mitgezählt? Hertha ist seit elf Pflichtspielen ohne Pleite. Das gab es noch nie.
Und das schafft Respekt bei den Gegnern – auch bei den nächsten harten Brocken 1. FC Kaiserslautern und VfL Wolfsburg. Dieser 90-Minuten-Pokalauftritt war viel mehr wert. Denn Hertha braucht gerade in dem K.-o.-Wettbewerb oft das Nachsitzen (hält mit 60 Verlängerungen den Rekord im DFB-Pokal). 30 Minuten weniger Kraft gelassen. Das ist gut für die Auswärtspartie am Sonnabend auf dem Betzenberg.
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