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Er war wegen eines Trauerfalls gar nicht da – und trotzdem in der Halbzeit wieder Gesprächsthema: Joshua Kimmich. Bundestrainer Klopp wurde deutlich.
München – Der FC Bayern und der FC Arsenal haben sich in einem intensiven Champions-League-Duell mit 2:2 getrennt. Eberechi Eze brachte die Gäste in Führung, Alphonso Davies glich noch vor der Pause aus. Nach Harry Kanes verwandeltem Handelfmeter schien der Rekordmeister auf Kurs, ehe Declan Rice in der Schlussphase den Ausgleich erzielte. Gar nicht dabei: Joshua Kimmich.
Der fehlte den Münchnern wegen des Todes seines Vaters. Trotzdem geriet der DFB-Kapitän in der Halbzeitpause abermals in den Mittelpunkt. Zunächst wurde Bundestrainer Jürgen Klopp von DAZN-Moderator Daniel Herzog und TV-Experte Michael Ballack gefragt, wie er die Leistung des Mittelfeld-Duos Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic gesehen hätte. Zuerst wirkte alles nach einer normalen Antwort: „Das sind Top-Partner, die können überragend zusammen spielen“, antwortete Klopp.
Dann redete sich der Bundestrainer allerdings in Sekundenschnelle in Rage: „Ich finde es heute nur absolut pietätlos, wenn wir da jetzt drüber reden. Wir können das ja nicht machen, ohne dass dann anschließend auch ein Kimmich-Thema daraus gemacht wird.“ Der Bundestrainer verwies damit deutlich auf die persönliche Situation des fehlenden Bayern-Profis.
Sportlich ließ Klopp keinen Zweifel an der Wertschätzung seines Kapitäns: „Jo Kimmich ist ein überragender Mittelfeldspieler, der in unserem Team immer einen Platz haben wird, aber wir brauchen ja mehr als einen Mittelfeldspieler.“ Dass Bischof und Pavlovic überzeugten, sei für ihn kein Argument gegen Kimmich. Es gehe darum, Optionen zu haben und nicht jede gute Leistung eines Ersatzspielers als Konkurrenzkampf gegen den Kapitän zu lesen.
Der Bundestrainer kritisierte die zugespitzte Debatte: „Das ist eine Diskussion nur in diesem Land, wo es dann heißt, wenn einer mal nicht anfängt, dass er dann nie wieder spielt. Das ist richtig verrückt.“ Und abschließend: „Ein grundsätzliches Thema gibt es da nicht.“ Und damit war dann wirklich alles gesagt. (rele)