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Die WWK Volleys München unterlagen dem VfB Friedrichshafen mit 1:3 – vor 2200 Zuschauern im BMW Park. Bis zum dritten Satz war die Sensation noch möglich.
Unterhaching/München – Mit einer 1:3 (22:25, 25:23, 22:25, 16:25)-Niederlage sind die WWK Volleys München in ihre neue Bundesliga-Ära gestartet. Gegen den VfB Friedrichshafen spielte man lange auf Augenhöhe, doch dann zog der Titelanwärter vom Bodensee an und holte sich den Sieg im Südduell. Überraschungen gab es schließlich schon genug an diesem ersten Spieltag in der Volleyball-Bundesliga. Zum Auftakt am Dienstag gewannen die Nachwuchs-Schmetterer vom VCO Berlin gegen den FT 1844 Freiburg klar mit 3:0, am Mittwoch fegten die Baden Volleys den Vizemeister Lüneburg mit 3:0 vom Parkett. Im BMW Park blieb die Sensation aus. Dennoch wussten die WWK Volleys die 2200 Zuschauer zu begeistern.
WWK Volley-Coach Tomasz Wasilkowski schenkte im Zuspiel dem 18-jährigen Oliver Wachtel das Vertrauen. Der Youngster zahlte seine Berufung mit einem fast schon unaufgeregten Spiel zurück. „Er hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Geschäftsführer Max Hauser. Außenangreifer Jannes Wiesner kam auf 16 Punkte, Laurnez Welsch (12) und Alexej Zhbankov(11) punkteten ebenfalls zweistellig. Bei den siegreichen Häfler war Germán Gómez mit 22 Zählern der fleißigste Punktesammler. Der argentinische Diagonalangreifer heimste zudem die Gold-MVP-Auszeichnung ein.
Das Spiel begann ganz nach dem Geschmack des Publikums. Der erste Punkt des neuen Münchner Bundesliga-Teams war allerdings ein Gastgeschenk des VfB Friedrichshafen. Der Aufschlag von Joris Berkhout segelte ins Netz. In der Folge waren zunächst die Hausherren obenauf. Vor allem der Block stand zunächst felsenfest. Beim Zwischenstand von 10:6 hatten die Münchner bereits fünf Blockpunkte gesammelt. Friedrichshafen wurde jedoch stärker, kam ins Spiel und holte sich in der Crunchtime den Satz (22:25) - auch weil man weniger Fehler machte. Doch die Münchner ließen sich davon nicht beeindrucken und spielten weiter forsch mit. Im zweiten Durchgang entwickelte sich ein intensives Duell, in dem sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Lange Ballwechsel, spektakuläre Aktionen am Netz und ein selbstbewusst auftretendes junges Team prägten das Münchner Spiel. Die sich mit dem Satzgewinn (25:23) für ihre starke Vorstellung belohnten. Im weiten Rund des BMW Parks wuchs die Hoffnung auf die Sensation.
Die schien möglich - auch weil man im dritten Umlauf bereits mit 18:14 führte. Doch dann - den Punktgewinn vor Augen - schlichen sich zu vielen Fehler ein, Friedrichshafen nutzte die Geschenke und kam zurück in den Satz. Auch im Angriff fehlte den Münchnern in dieser Phase die letzte Konsequenz. Am Ende holte sich der VfB knapp den dritten Satz (22:25).
Von dem Satzverlust konnten sich das junge Münchner Team nicht wirklich erholen. Im vierten Satz lief man vom ersten Ballwechsel der Musik hinterher. Nach 111 Minuten verwandelte Parker Van Buren schließlich den ersten Matchball für die Häfler (16:25). „An den ersten drei Sätzen wollen wir uns messen lassen. Das muss das Minimum sein“, formulierte Oliver Wachtel den Anspruch für die kommenden Aufgaben. Auch Wasilkowski wollte die Niederlage nicht schönreden, aber auch nicht überbewerten. Seine Mannschaft sei in allen drei ersten Sätzen nahe dran gewesen. Am Ende hätten jeweils nur wenige Punkte den Unterschied gemacht. „Wir müssen jetzt daran arbeiten, konstanter zu werden. Vor allem müssen wir unsere Chancen effizienter nutzen, wenn sie sich uns bieten“, sagte der Pole.