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Zu viele Gegentore? Bayern-Defensive gerät erneut in die Kritik
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Der FC Bayern hat nach der jüngsten Länderspielpause spürbar an Stabilität verloren. In den vergangenen vier Pflichtspielen kassierten die Münchner acht Gegentore und blieben dreimal ohne Sieg. Auch beim 2:2 gegen den FC Arsenal offenbarte die Mannschaft von Vincent Kompany defensive Schwächen. Sportvorstand Max Eberl will von einer Abwehrkrise beim deutschen Rekordmeister dennoch nichts wissen.

Die Zahlen sprechen zunächst eine andere Sprache. Vor der ersten Länderspielpause der Saison hatten die Bayern sechs ihrer sieben Pflichtspiele gewonnen und dabei lediglich vier Gegentore kassiert. Seit der Rückkehr der Nationalspieler läuft es deutlich weniger rund.

Auf das 2:2 gegen den FC Augsburg folgte ein 3:3 bei Viking Stavanger in der Champions League. Zwar meldeten sich die Münchner mit einem deutlichen 6:1 gegen RB Leipzig zurück, doch gegen Arsenal reichte es trotz zwischenzeitlicher Führung erneut nicht zum Sieg.

In der Mixed Zone nach dem Champions-League-Spiel wurde Eberl deshalb auf die defensive Anfälligkeit seiner Mannschaft angesprochen.

Eberl verteidigt Bayern-Abwehr: „Weltklasse gegen Weltklasse“

Der 53-Jährige machte deutlich, dass er die Gegentore gegen Arsenal nicht als Ausdruck grundsätzlicher Defensivprobleme betrachtet. „Das hat heute nichts mit der defensiven Stabilität zu tun. Das war einfach ein gutes Spiel, Champions League auf höchstem Niveau und Weltklasse gegen Weltklasse. Da kann der Gegner durch herausragende Aktionen Tore erzielen, das ist normal im Fußball“, erklärte Eberl.

Anschließend stellte der Bayern-Boss klar: „Ich denke nicht, dass die Defensive unser Problem ist in den letzten Wochen.“

Gegen Arsenal waren die Münchner zunächst durch Eberechi Eze in Rückstand geraten. Alphonso Davies und Harry Kane drehten die Partie anschließend zugunsten des Rekordmeisters, ehe Declan Rice in der 82. Minute zum 2:2-Endstand traf.

Eberl ärgerte sich vor allem darüber, dass die Bayern ihre zwischenzeitliche Führung nicht ausbauen konnten.

„Wir hatten nach dem 2:1 noch zwei, drei gute Möglichkeiten“, haderte der Sportvorstand.

Sonderlob für Bischof und Pavlovic

Tom Bischof, Aleksandar Pavlović
IMAGO / Ulmer / Teamfoto

Trotz des verpassten Heimsiegs fand Eberl auch positive Aspekte. Besonders die Leistungen von Tom Bischof und Aleksandar Pavlovic beeindruckten den Bayern-Boss.

Das junge Mittelfeldduo hatte gegen Arsenal gemeinsam auf der Doppelsechs begonnen. Bischof ersetzte Joshua Kimmich, der aufgrund eines Trauerfalls im engsten Familienkreis nicht zur Verfügung stand. „Ich fand, dass sie es sehr ordentlich gemacht haben. Sie waren unglaublich laufstark und es war schwer gegen Rice und Ödegaard, die viele schlaue Bewegungen machen“, lobte Eberl.

Für die beiden Bayern-Youngster war das Duell mit dem englischen Meister eine anspruchsvolle Bewährungsprobe, die sie aus Sicht des Sportvorstands gut meisterten.

Mit fünf Punkten aus drei Spielen stehen die Münchner in der Champions-League-Ligaphase aktuell lediglich auf dem 14. Tabellenplatz.

Eberl weiß deshalb, dass sich die Bayern in den kommenden Begegnungen steigern müssen. „Wir müssen unsere Punkte machen. Jetzt haben wir Atlético auswärts, das auch kein leichtes Spiel ist. Aber in der Champions League gibt es keine leichten Spiele.“

Bevor es in der Königsklasse weitergeht, warten allerdings wichtige Aufgaben in der Bundesliga und im DFB-Pokal.

Die Diskussion um die defensive Stabilität dürfte die Bayern deshalb vorerst weiter begleiten. Schließlich zeigen die jüngsten Ergebnisse, dass die Münchner trotz ihrer offensiven Qualität derzeit deutlich mehr Gegentore zulassen als noch zu Saisonbeginn.

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