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Alphonso Davies ist stark in die Saison gestartet. Egal ob als Linksverteidiger oder als Offensivspieler, der Kanadier überzeugt. Das hat einen teuren Grund.
München – Als der FC Bayern im Sommer Nathaniel Brown für rund 50 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach München holte, dachten viele: Jetzt wird es aber eng für Alphonso Davies. Im Gegenteil: Der Konkurrenzkampf auf der linken Seite beflügelt den Kanadier ganz offensichtlich.
In zehn Pflichtspieleinsätzen hat er bereits fünf Scorerpunkte gesammelt (zwei Tore, drei Assists). Zuletzt erzielte der 25-Jährige in der Champions League das zwischenzeitliche 1:1 gegen Arsenal (2:2). Und zwar nicht auf seiner Stammposition links hinten, sondern links vorne als Ersatz von Luis Diaz.
Dort galt Davies bereits vor Saisonbeginn als Backup für den Kolumbianer (“Absolut Bayern“ berichtete). Doch nach der Muskelverletzung von Diaz, der vier bis sechs Wochen ausfallen soll, könnte er künftig häufiger als Linksaußen aushelfen. Das dürfte ihn freuen.
„Ich warte weiter auf meine Chance, vorne zu spielen“, verriet Davies bereits in einem Podcast 2023. „‚Phonzy, komm, linker Flügel!‘ – darauf warte ich. Ich würde Luftsprünge machen.“ Die Bayern holten ihn im Winter 2019 als Offensivspieler aus Vancouver.
Davies erinnert in dieser noch recht jungen Saison teilweise an seine besten Zeiten unter Ex-Trainer Hansi Flick. Ein Grund dafür ist, dass er nach seinem Kreuzbandriss, Herzproblemen und Muskelverletzungen endlich wieder komplett fit ist.
Unter Vincent Kompany ist Davies wieder im Rhythmus, er hat mehr Ausdauer und Selbstvertrauen. Und natürlich treibt ihn auch die Konkurrenzsituation mit Brown an.
Kompany erklärte nach dem Arsenal-Spiel: „Wir wussten, dass wir Phonzy in Situationen wie dieser auf dieser Position einsetzen können und dass er uns dort helfen kann. Darüber haben wir uns mit Max (Eberl, Anm.d.Red.) und Christoph (Freund, Anm.d.Red) ausgetauscht. Im Moment haben wir genügend Verteidiger. Deshalb haben wir uns entschieden, ihn dort aufzustellen.“
Dass Davies perspektivisch eine ernsthafte Alternative für den linken Flügel darstellen könnte, machte Kompany ebenfalls deutlich. „Wir wussten, dass so ein Moment irgendwann kommen würde, und haben die Gelegenheit genutzt.“ Vielleicht schon wieder am Sonntag im Spitzenspiel gegen den SC Freiburg (18.30 Uhr, Sky).