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Mit großen Personalsorgen reiste Energie Cottbus zum Bundesliga-Absteiger Heidenheim. Cottbus gab man die Führung zwar aus der Hand, verteidigte in Hälfte zwei das Unentschieden aber aufopferungsvoll. So konnte man einen Punkt nach Hause nehmen.
Fußball-Zweitligist Energie Cottbus hat bei Bundesliga-Absteiger Heidenheim einen Punkt geholt. In einem offensiv geprägten Spiel gingen die Lausitzer durch Lucas Copado in Führung. In der zweiten Hälfte übernahm Heidenheim jedoch die Kontrolle und erzielte den Ausgleich. Trotz des enormen Drucks der Hausherren konnten die Cottbuser das Unentschieden halten und den Punkt einfahren.
Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz ging mit großen Personalsorgen in die Partie. So fehlten unter anderem die Stammspieler Justin Butler, Leo Bittencourt und Kapitän Axel Borgmann. Dies zeigte sich deutlich im Spieltagskader: Obwohl Cottbus mit zwei Ersatz-Torhütern anreiste, blieb dennoch ein Platz auf der Bank leer. Dmytro Bogdanov durfte im Sturmzentrum das erste Mal von Anfang an ran, Tim Capulka stand sogar das erste Mal seit Januar in der Startelf.
Energies Lucas Copado bejubelt sein Tor zum 1:0 gegen Heidenheim (Quelle: imago images/Jan Huebner)
Cottbus begann die Partie druckvoll und kam bereits nach 50 Sekunden zum ersten Abschluss, als Lucas Copado Heidenheim-Keeper Thomas Dähne prüfte. Nach der darauffolgenden Ecke schoss Fousseny Doumbia nur knapp am linken Pfosten vorbei. Die Anfangsphase blieb ereignisreich und in der 8. Minute musste Dähne erneut retten, nachdem Tolcay Cigerci nach guten Angriff über die rechte Seite auf die linke Torecke zielte.
Cottbus behielt die meiste Zeit mehr Ballbesitz, jedoch war es Heidenheim, dass im Verlauf der ersten Hälfte zu Chancen kam. In der 18. Minute musste Marcel Lotka gegen Paul Hennrich halten, in der 20. Minute setzte Jan Schöppner einen Kopfball nach Freistoß nur knapp neben den Pfosten. Chancen für die Lausitzer waren in dieser Phase Fehlanzeige, nach Torschüssen stand es zwischenzeitlich 8:3 für Heidenheim. Doch in der 40. Minute konnte Cottbus schließlich den Ballbesitz nutzen: Cigerci hatte viel Platz im Zentrum und konnte Lucas Copado links im Strafraum anspielen. Dieser lupfte den Ball über den herausstürmenden Keeper Dähne - das 1:0 für Cottbus, ein bisschen aus dem Nichts.
Ein Zwischenstand, der den Hausherren nicht gefallen konnte. Und die zeigten, dass sie sich viel vorgenommen hatten: In der 49. Minute wurde Oualid Mhamdi nach einer kurz ausgeführten Ecke am Strafraum zentral angespielt, sein abgefälschter Schuss schlug zum 1:1 im Tor ein. Cottbus wurde in der Folge hinten reingedrängt und kam selbst kaum zu eigenen Angriffen, die für Entlastung sorgen könnten. Sowohl in der 59. als auch in der 63. Minute musste Cottbus-Keeper Lotka in höchster Not retten.
In der 70. Minute köpfte Budu Zivzivadze nach Flanke von Costly aus kurzer Distanz ans Außennetz, ein Abschluss, der dem Stürmer normalerweise gelingen müsste. Aus den Heidenheimer Angriffen entstanden immer wieder Eckbälle, die fast immer Gefahr brachten. Cottbus war zwar so langsam bemüht, wieder ins Spiel zu finden, die eigenen Angriffe endeten aber häufig mit Fehlpässen. So blieb es weiter ein Spiel auf ein Tor.
In der Schlussphase gestaltete das Spiel sich wieder offener, Heidenheim konnte den Druck nicht aufrechterhalten und Cottbus sich wieder mehr befreien. So gab es weiterhin Chancen auf beiden Seiten. Da allerdings mehrmals die Präzision fehlte und Cottbus sich auch in der Nachspielzeit in jeden Ball warf, blieb es beim 1:1.