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Chance um Chance hatte der 1. FC Heidenheim gegen Energie Cottbus. Doch die Cottbuser hatten Torwart Marcel Lotka und entführten deshalb am 9. Spieltag der 2. Liga einen Punkt vom FCH.
Lucas Copado erzielte beim 1:1 (0:1) das Führungstor für Cottbus (40. Minute), Oualid Mhamdi glich aus (49.). Durch das Remis warten beide Kontrahenten nun seit vier Zweitligaspielen auf einen Dreier, doch während das für Aufsteiger Cottbus noch verkraftbar sein dürfte, verlieren die Heidenheimer langsam die Aufstiegsplätze aus den Augen.
Energie startete mit Schwung in die Partie - nicht einmal eine Minute gespielt, als Copado Heidenheims Keeper Thomas Dähne mit einem strammen Schuss zur ersten Parade der Partie zwang - und nach der folgenden Ecke verfehlte Fousseny Doumbia mit seine Nachschuss aus der Distanz das Heidenheimer Tor ebenfalls nur knapp. Direkt im Anschluss meldete sich aber auch der FCH gleich mehrfach im Cottbuser Strafraum an - es ging munter los an diesem Samstagmittag. Dähne wurde zum Mann der Anfangsphase, denn auch einen nächsten sehr gefährlichen Schuss von Tolcay Cigerci entschärfte er hervorragend (9.).
Aber auch Dähnes Gegenüber Marcel Lotka durfte sich noch im ersten Durchgang auszeichnen. Erst hielt er gegen Christian Conteh aus spitzem Winkel, dann parierte er auf der anderen Seite seines Gehäuses auch den Nachschuss von Paul Hennrich (19.). Bei Patrick Mainkas Kopfball wenige Augenblicke später hätte der Torhüter aber wohl nicht mehr eingreifen können, doch der Versuch des Heidenheimer Kapitäns ging knapp rechts am Tor vorbei (21.). Nach einer halben Stunde jubelten die Gastgeber kurz über die vermeintliche Führung, doch Budu Zivzivadze hatte knapp im Abseits gestanden.
Nachdem den Cottbusern der bessere Start in die Partie gelungen war, waren es nun die Heidenheimer, die die Begegnung bestimmten. Diese wurde zudem auch deutlich hitziger, Schiedsrichter Patrick Schwengers hatte viel damit zu tun, die Gemüter immer wieder herunterzukühlen.
Mitten in die in Sachen Torraumszenen ruhigste Phase des Spiels traf dann Copado ins FCH-Herz: Cigerci wurde nicht richtig attackiert und die Heidenheimer Defensive stand so schlecht aufgeteilt, dass Copado halblinks nach Cigercis Pass klar nicht im Abseits stand, aber dennoch keinen Gegenspieler mehr hatte. Der gechippte Abschluss über den herauseilenden Dähne war dann auch noch richtig gut und bedeutete das 1:0 in der 40. Minute.
Ein Unentschieden zur Pause wäre leistungsgerecht gewesen, doch die Heidenheimer sorgten nach Wiederanpfiff schnell dafür, dass der Spielstand dementsprechend korrigiert wurde: Nach einer kurz gespielten Ecke zog Mhamdi aus der zweiten Reihe sofort ab und die abgefälschte Kugel schlug für Lotka unhaltbar zum Ausgleich ein (49.).
Vor allem nach den gefährlichen Heidenheimer Eckbällen brannte es jetzt im Cottbuser Strafraum lichterloh, Energie hatte Mühe, zurück ins Spiel zu finden. Lotka war jetzt die Lebensversicherung der Elf von Pele Wollitz, immer wieder parierte der Keeper glänzend, unter anderem auch einen Schuss von Zivzivadze nach einer knappen Stunde.
Der eingewechselte Marcel Costly hätte kurze Zeit darauf das 2:1 für den FCH erzielen müssen, schoss aber völlig frei vor dem Tor nur gegen den rechten Pfosten. Auch der eingewechselte Alessandro Vogt fand auf Heidenheimer Seite in der Schlussphase mehrfach seinen Meister in Lotka (80., 84.). Offensiv fand Energie zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr statt, aber dank ihres Torwarts und extremem Heidenheimer Chancenwucher nahm die sichtbar auf dem Zahnfleisch gehende Wollitz-Elf einen Zähler mit.
Heidenheim ist am Samstagabend beim Karlsruher SC zu Gast (20.30 Uhr). Cottbus empfängt schon am Freitag den VfL Bochum (18.30 Uhr).