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Basel , 28.10.2026 - 08:46
Die Karriere von Stan Wawrinka (41) ist vorbei. Lange im Schatten von Roger Federer gestanden, blickt er auf eine grossartige Laufbahn zurück. Ein Kommentar.
Stan Wawrinka hat sein letztes ATP-Spiel hinter sich.
Mit 41 Jahren beendet der dreifache Major-Siege seine Karriere.
Stv. Sportchef Pascal Moser sagt: «Danke, Stan Wawrinka!»
Jetzt ist sie also vorbei, die Karriere von Stan Wawrinka.
24 Jahre nach seiner ersten Profi-Saison – damals noch unter dem Namen Stanislas – hängt der Romand das Racket an den Nagel.
In den über zwei Jahrzehnten haben sich vielen Spitznamen für die einstige Nummer 3 der Welt angesammelt: «Stan the Man», «Marathon-Stan» oder auch «Stanimal».
Hintergrund sind seine unzähligen Spiele über fünf Sätze, die er oft für sich entscheiden konnte. Bei einem seiner grössten Siege war ich sogar live im Stadion.
2014 im Viertelfinal der Australian Open – die er bekanntlich gewinnen konnte – verfolgte ich das legendäre Duell gegen Novak Djokovic. Und das unmittelbar neben Boris Becker, dem damaligen Coach des Serben.
Nach über 4 Stunden setzten sich Wawrinka mit 2:6, 6:4, 6:2, 3:6 und 9:7 durch und zog in den Halbfinal ein. Der Rest ist Geschichte.
Es sollte sein erster von insgesamt drei Grand-Slam-Titeln sein. Ein Jahr später triumphierte er in Roland Garros und 2016 gewann er auch die US Open. Damit ist er zweiterfolgreichste Schweizer aller Zeiten – weit hinter Roger Federer.
Wawrinka stand viele Jahre im Schatten des «Maestro», mit dem er 2008 in Peking olympisches Gold im Doppel gewann.
Wäre Federer kein Ausnahmekönner gewesen, hätte Stan viel mehr Anerkennung erhalten. Und das völlig zurecht.
Leider sollten die letzten Monate seiner Profi-Karriere nicht mehr von Erfolg geprägt sein. Mit 41 Jahren zollte auch der Körper eines «Stanimals» seinen Tribut.
Und dennoch: Die schönste einhändige Rückhand auf der Tour werde ich vermissen.
Danke für alles – und geniess deinen wohlverdienten Ruhestand, Stan!