Zurück
Lewis Hamilton feiert mit der Pole-Position in Mexiko ein Comeback. Kimi Antonelli steht dem Formel-1-Titel mit zwei Punkten Vorsprung nahe. Teamchef Wolff dämpft Erwartungen.
Lewis Hamilton zeigte beim Großen Preis von Mexiko eine starke Leistung und sicherte sich am Samstag die Pole-Position. Für den siebenfachen Weltmeister ist dies die erste Bestzeit in der Qualifikation seit über drei Jahren. Er startete damit zum ersten Mal seit Juli 2023 wieder von der vordensten Reihe ins Rennen. Der britische Fahrer fuhr für sein Team Scuderia Ferrari den ersten Qualifying-Erfolg der aktuellen Saison ein.
Mit diesem Erfolg erreicht Hamilton eine neue Marke in seiner langen Karriere. Es handelt sich um seine insgesamt hundertfünfte Pole-Position auf internationaler Rennstrecke. Besonders bemerkenswert ist, dass er diese Leistung erstmals im roten Rennanzug seines neuen Teams erzielte. Der vierzigjährige Fahrer jubelte über den Erfolg und bezeichnete das Gefühl als fantastisch.
Während Hamilton die erste Reihe dominierte, blieb sein direkter Konkurrent Kimi Antonelli etwas zurück. Der zwanzigjährige Pilot von Mercedes startete nur vom vierten Platz. In der Konkurrenz um die beste Rundenzeit konnte er sich nicht gegen die Spitze durchsetzen. Direkt hinter Hamilton startete George Russell, der ebenfalls den Titelkampf beeinflusst.
Trotz des schwächeren Qualifying-Ergebnisses befindet sich Antonelli in einer sehr guten Position für die Meisterschaft. Beim fünftletzten Saisonrennen in Mexiko kann er bereits seinen ersten großen Titel feiern. Die Rechnung dafür ist relativ einfach, da er nur als Neunter ins Ziel kommen muss, um sicher zu sein.
Rechnerisch sieht es für den jungen Italiener sehr rosig aus. Sollte er im Rennen mindestens zwei Punkte sammeln, steht ihm die Weltmeisterschaft unabhängig von den Ergebnissen der anderen Fahrer fest. Selbst ohne eigene Punkte wäre ein Triumph möglich, falls weder Hamilton noch Russell das Rennen gewinnen.
Das Team von Mercedes versucht, die Medienberichterstattung um die aktuelle Situation so gering wie möglich zu halten. Teamchef Toto Wolff möchte seinen jungen Schützling nicht zusätzlich unter Druck setzen. Er erklärte deutlich, dass das Thema Weltmeisterschaft in den internen Gesprächen keine Rolle spiele. Wolff betonte, dass Antonelli eine Einstellung habe, den Druck nicht hochkommen zu lassen.
Der Fokus des Piloten liegt laut seinem Chef auf der kurzfristigen Arbeit und der konkreten Renndurchführung. Sollte Antonelli am Sonntag tatsächlich als Weltmeister feiern, würde er die Formel-1-Geschichte schreiben. Mit zwanzig Jahren wäre er der jüngste Titelträger aller Zeiten.
Der aktuelle Rekord für den jüngsten Weltmeister wird von Sebastian Vettel gehalten. Der deutsche Fahrer errang seinen ersten Titel im Jahr 2010 mit zwanzig Jahren und einigen Monaten. Hamilton und Russell bleiben somit die einzigen beiden verbliebenen Konkurrenten im Titelkampf. Ihre Ergebnisse im Rennen werden entscheidend dafür sein, ob Antonelli den Titel vorzeitig sichern kann oder der Kampf noch andauert.