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Größer geht es nicht. Hertha BSC spielt im Achtelfinale des DFB-Pokals beim FC Bayern München, und ganz Deutschland kann zuschauen. RTL überträgt das Duell am Dienstag, 1. Dezember, ab 20.45 Uhr live im Free-TV. Primetime, Rekordmeister, Titelverteidiger: Für den Zweitliga-Spitzenreiter ist es die größtmögliche Bühne.
Das hat der DFB am Mittwoch bekanntgegeben. Nur drei der acht Achtelfinals laufen frei empfangbar. Neben Herthas Auftritt in München zeigt das ZDF Leverkusen gegen Leipzig, die ARD Frankfurt gegen Dortmund. Alles andere gibt es nur bei Sky.
Für Hertha ist das mehr als ein Pokalspiel. Es ist ein Schaufenster. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl eilt in der 2. Bundesliga von Sieg zu Sieg: 28 Punkte aus zehn Spielen, ungeschlagen, sieben Zähler Vorsprung. Zuletzt zerlegten die Berliner Kaiserslautern mit 3:0.
Jetzt kann Hertha das einem Millionenpublikum zeigen. Nicht samstags um 13 Uhr, sondern am Dienstagabend, wenn halb Deutschland vor dem Fernseher sitzt.
Und dieses Publikum dürfte auf Herthas Seite sein. Das Kuriose: Die Berliner müssen dafür nichts tun. Es reicht, dass der Gegner FC Bayern heißt. Wer nicht für den Rekordmeister ist, will ihn stolpern sehen. Am 1. Dezember heißt das: Daumen drücken für Hertha BSC, von Hamburg bis Freiburg.
Dass so etwas klappen kann, haben andere vorgemacht. 2021 flogen die Bayern gegen Zweitligist Holstein Kiel raus. 2023 warf sie Drittligist 1. FC Saarbrücken aus dem Pokal. Ausgerechnet Saarbrücken: Den Klub schaltete Hertha in dieser Saison in Runde eins aus, 5:3 im Elfmeterschießen.
Die Bilanz macht allerdings erst einmal wenig Mut. Viermal trafen beide Klubs im Pokal aufeinander, viermal verlor Hertha, dreimal erst in der Verlängerung. Zuletzt im Februar 2019, als Kingsley Coman nach 2:2 in der Extrazeit traf. Chancenlos war Hertha also selten.
Und die Bayern haben eigene Sorgen. Cheftrainer Vincent Kompany fehlt seit Ende Oktober wegen einer Hirnhautreizung, Co-Trainer Aaron Danks vertritt ihn weiterhin. Auf dem Platz läuft es trotzdem: Am Dienstag gewannen die Münchner bei Atlético Madrid.
Der Druck liegt beim Favoriten. Hertha BSC kann frei aufspielen, das große Ziel bleibt ohnehin der Aufstieg. Im Olympiastadion kommen im Schnitt schon jetzt mehr als 52.000 Fans, Bestwert der 2. Liga. Am 1. Dezember dürfte die Zahl der Hertha-Daumendrücker für einen Abend in die Millionen gehen.
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