Zurück
Joshua Kimmich ist in tiefer Trauer. Papa Berthold starb überraschend mit nur 57 Jahren. Mario Basler schickt aufmunternde Worte.
München – Seit rund einer Woche muss der FC Bayern auf Joshua Kimmich verzichten. Der Kapitän laboriert nicht an einer Verletzung, vielmehr trauert er um seinen geliebten Papa. Berthold Kimmich, der eine zentrale Rolle in der großartigen Karriere seines Sohnes gespielt hat, ist im Alter von nur 57 Jahren verstorben. Sportvorstand Max Eberl bestätigte die traurige Nachricht. Wann Kimmich zurückkehrt, ist offen.
Im DFB-Pokal gegen Magdeburg (alle TV-Infos hier) wird der 31-Jährige aller Voraussicht nach noch fehlen. Mario Basler kann die Gefühlswelt des vierfachen Vaters sehr gut nachvollziehen. In seinem Podcast „Basler ballert“ sprach der ehemalige Bayern-Star über die Gefühle, die aktuell in Kimmich vorgehen müssen. „Mein herzliches Beileid. Ich weiß, wie schwer das ist“, sagte ein ergriffener Basler.
Obwohl Basler als beinharter Kritiker gilt, der kein Blatt vor den Mund nimmt, äußert er sich im jetzigen Fall hochemotional. Der Grund: Er musste genau das durchmachen, was Kimmich derzeit aufarbeiten muss. „Mein Papa hatte mit 63 Jahren einen Herzinfarkt und ist über Nacht verstorben“, erklärte er in seinem Podcast. Die Trauerarbeit, so Basler, sei enorm kräftezehrend.
„Das ist schwierig zu verarbeiten. Deshalb soll sich jeder die Zeit nehmen, die er dafür braucht“, mahnte er. Er unterstrich zudem, es gäbe „immer noch wichtigere Dinge, als ein Fußballspiel zu verlieren. Gesundheit und Familie stehen über allem.“ Dies dürfte auch in der Causa Vincent Kompany gelten, der nach seinem Zusammenbruch (alle Neuigkeiten im News-Ticker) auf unbestimmte Zeit pausieren muss.
Basler hat auch einen Tipp, den er Bundesliga-Trainern hinsichtlich notwendiger Erholungsphasen mitgeben möchte. „Wenn ich in der Vorstandschaft eines Vereins wäre, würde ich meinem Cheftrainer sagen: Du bleibst einen Tag zu Hause. Kümmere dich um deine Familie, geh Kaffee trinken oder spazieren – mach einfach einmal den Kopf frei.“ Ein Ratschlag, den sich vielleicht auch Vincent Kompany bald zu Herzen nimmt. (is)