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Nach Dreisatz-Niederlage gegen Britin Dart: „Ich kann auf die Woche stolz sein“. Weil die Anstrengungen der vergangenen Wochen spürbar sind, verzichtet die Osttirolerin auf Antreten in Chennai (Indien).
Es hat nicht sollen sein. Da legte Lilli Tagger im Finale des WTA-250-Turniers in Guangzhou gegen die Britin Harriet Dart mit einem Break richtig los und holte sich auch den ersten Satz mit teilweise beeindruckenden Ballwechseln 6:4, dann aber steigerte sich ihre 30-jährige Gegnerin im zweiten Satz, dazu verlor die Osttirolerin ein wenig jene Präzision, die sie davor ausgezeichnet hatte. Und im dritten Satz hatte dann Dart, die sich in China durch die Qualifikation bis ins Finale gekämpft hatte, ein weiteres Mal das bessere Ende für sich, setzte sich in einem zwischenzeitlichen „Break-Festival“ schließlich durch und holte mit einem 4:6, 6:3, 6:4 nach über zwei Stunden ihren ersten Titel.
„Natürlich überwiegt nach einer Niederlage im ersten Moment die Enttäuschung, aber ich kann auf die Leistung in dieser Woche trotzdem sehr stolz sein“, meinte Tagger, die nur knapp an ihrem zweiten Titel auf der WTA-Tour vorbeischrammte. Und doch: Mit dem Endspiel-Einzug verteidigte die 18-Jährige ihre im Vorjahr ebenfalls in China, beim 250er-Turnier in Jiujiang, eroberten Punkte ihres ersten WTA-Finales. Und das heißt: Sie bleibt in der Weltrangliste wohl auf Position 53.
In ihrer Altersklasse gehört sie ohnehin weltweit zur absoluten Spitze. In der Weltrangliste ist mit der US-Amerikanerin Iva Jovic in den Top 20 nur eine unter 19-Jährige besser als Tagger platziert. Also besteht praktisch kein Grund für einen hängenden Kopf, und bei der Siegerehrung meinte sie bereits schmunzelnd in Richtung Gegnerin: „Gratuliere dir, es war heute nicht lustig, auf der anderen Seite des Platzes zu stehen. Jetzt steht es im Head-to-Head 1:1 und ich denke, wir werden uns noch ein paar Mal gegenüberstehen. “
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Nach dem Turnier änderte Tagger dann ihre Pläne: Statt wie geplant nach Indien und zum bereits heute startenden Turnier nach Chennai zu fliegen, wo sie als Nummer zwei gesetzt wäre, wird Tagger die Saison doch sofort beenden und ihrem Körper Ruhe gestatten. Statt Indien heißt es nun: ab in die Heimat.