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Drittes Endspiel ihrer Karriere beim WTA-250-Turnier nach klarem Sieg über Spanierin Kaitlin Quevedo in Guangzhou – dort wartet am Sonntag die Britin Harriet Dart.
China und Lilli Tagger, das scheint zu passen. Vor einem Jahr erreichte sie in Jiujiang erstmals auf WTA-Tour-Ebene ein Finale und auch ein Jahr später wird sie am Sonntag in China wieder in einem Endspiel stehen. Und das nach einem Sieg im Schnelldurchlauf: Denn die Lienzerin benötigte im Halbfinale nur 52 Minuten, um ihre spanische Gegnerin Kaitlin Quevedo mit 6:2, 6:0 abzufertigen. Im Endspiel am Sonntag wird sie der Britin Harriet Dart gegenüberstehen – Sky überträgt dieses Finale am Sonntag ab 9.30 Uhr live.
Nur zu Beginn der Partie sah es so aus, als ob Quevedo dem druckvollen, starken Spiel Taggers standhalten können würde. – doch ab dem 1:1 kippte das Spiel immer mehr, die Dominanz der Österreicherin war erdrückend. 71 Prozent aller gespielten Punkte gingen an die Osttirolerin, Quevedo, deren Oberschenkel bandagiert war und die wohl dadurch auch gehandicapt war, hatte nach dem 2:3 nichts mehr entgegenzusetzen und machte kein einziges Game mehr. Für Diskussionen hatte vor dem Spiel gesorgt, dass die Spanierin nach dem Zugsunglück in ihrer Heimat mit einem schwarzen Trauerflor spielen wollte, das wurde ihr aber von der WTA untersagt.
„Sie hat an sich stark begonnen im ersten Satz, dann wurde es aber klar. Ich weiß nicht, ob sie wirklich ganz fit war, ich wünsche ihr jedenfalls eine schnelle Erholung“, sagte Tagger am Platz und lobte auch die Zuschauer: „Schon mein allererstes Finale auf der Tour habe ich in China erreicht, ich habe also schon Erfahrung hier mit Endspielen“, schmunzelte sie und bedankte sich artig beim Publikum fürs Kommen: „Ich hoffe, wir sehen uns dann wieder!“
Finalgegnerin am Sonntag ist die Britin Dart, die davor in einem Marathonspiel die erst 16-jährige Chinesin Sun Xinran mit 6:7, 7:6, 6:0 besiegt hatte und dabei im zweiten Satz auch drei Matchbälle abgewehrt hatte. Dart und Tagger standen einander bisher einmal gegenüber, dieses Duell hatte Lilli Tagger in Fujairah die Oberhand behalten. In der Weltrangliste wird sie – die Punkte aus dem China-Finale des Vorjahres fallen aus der Wertung – durch den Finaleinzug ihren 53. Platz verteidigen, bei einem Sieg würde sie sich rund zehn Plätze nach vor schieben.