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Nur damit es nicht untergeht: Nach acht Spieltagen der Saison 2026/2027 in der Fußball-Bundesliga stehen der Meister und Pokalsieger FC Bayern München sowie der in der vergangenen Spielzeit mit 16 Punkten distanzierte Vizemeister Borussia Dortmund punktgleich an der Tabellenspitze. Die – mit Ausnahme der Leverkusener Ausnahmesaison 2023/2024 - seit fast anderthalb Jahrzehnten zementierte Bundesliga-Logik, dass die Bayern den Konkurrenten meist frühzeitig weit voraus sind, scheint nach einem Viertel der Spielzeit widerlegt. Das Meisterrennen ist spannend.
Und trotzdem steht die vermeintliche Gleichwertigkeit von Tabellenführer und Verfolger nach dem 2:2 vom Samstag nur auf dem Papier. Angesichts der selbst für Münchner Verhältnisse unüberschaubaren Anzahl an Nebenschauplätzen muss man den Dortmunder vorwerfen, mal wieder eine Chance verpasst zu haben.
Wann traf man jemals auf derart unfokussierte Bayern? Da ist das Bohei um Harry Kanes Ballon-d‘Or-Gewinn. Da ist die Sorge um die Gesundheit von Cheftrainer Vincent Kompany. Da ist die Trauer um Joshua Kimmichs verstorbenen Vater. Da sind die öffentlich ausgetragenen Diskussionen über die vermeintliche Abgehobenheit von Senkrechtstarter Lennart Karl. Und dann müssen im Spitzenspiel, in dem die Münchner Chancen für weitere drei bis vier Tore ausließen, auch noch die Stars Michael Olise, Serge Gnabry und Ismael Saibari verletzt ausgewechselt werden.
Angesichts der Voraussetzungen bei den Bayern macht man es sich beim BVB nach dem 2:2 mit dem Verweis auf eine neue Mentalität zu leicht. Denn mal ehrlich: Ein Klub wie Borussia Dortmund sollte den Anspruch haben, wenigstens einen derart abgelenkten FC Bayern schlagen zu können. Dass der Punktgewinn stattdessen so gefeiert wird, zeigt: Trotz Punktgleichheit spielen die Bayern in ihrer eigenen Liga.