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"Sehr besonders, sehr speziell": Kimmich erklärt rührende Szene beim Klassiker zwischen Bayern und dem BVB

München - Sportlich hätte es für den FC Bayern im Klassiker gegen den BVB kaum unglücklicher laufen können. Der Rekordmeister vergab beste Chancen, kassierte spät den 2:2-Ausgleich - und gleich drei Leistungsträger in der Offensive haben sich verletzt. Doch es gab auch einen Lichtblick: die Rückkehr von Joshua Kimmich (31) nach dem Tod seines Vaters. Gemeinsam mit Dortmunds Trainer Niko Kovac (55) sorgte er für den emotionalen Höhepunkt der Partie.

Auch Nico Schlotterbeck (26) nahm Joshua Kimmich (31) nach dem Abpfiff in den Arm.
Auch Nico Schlotterbeck (26) nahm Joshua Kimmich (31) nach dem Abpfiff in den Arm.  © 

Plötzlich rückten jede Rivalität und jede professionelle Distanz dieses harten Fußballgeschäfts in ganz weite Ferne, als der BVB-Coach den Bayern-Kapitän kurz vor der Pause an der Seitenlinie herzlich in den Arm nahm.

Es war weitaus mehr als nur eine faire Geste, wie der deutsche Nationalspieler nach Abpfiff am Sky-Mikrofon verriet: "Er hat mir auch unter der Woche geschrieben, das fand ich sehr besonders, sehr speziell. Und deswegen habe ich mich dafür bedankt", erklärte Kimmich.

"Wir wissen alles, dass Jos Vater verstorben ist, und ich habe natürlich kondoliert und er hat sich bedankt", fügte Kovac noch hinzu. "Das ist für mich total normal, der Jo ist ein toller Kerl und das ist das Mindeste, das man machen kann."

Drei Verletzte, viermal Alu: Bayern im "Klassiker" gegen den BVB vom Pech verfolgt!

Natürlich hätte sich der Mittelfeldmotor der Münchner für seine Rückkehr einen Sieg gewünscht, aber gerade in der aktuellen Situation konnte er das Ergebnis am Ende noch reflektierter einordnen.

Joshua Kimmich (r.) kehrte gegen den BVB zurück zur Bayern-Mannschaft. Das Ergebnis konnte er richtig einordnen.
Joshua Kimmich (r.) kehrte gegen den BVB zurück zur Bayern-Mannschaft. Das Ergebnis konnte er richtig einordnen.  © 

"Es war natürlich eine sehr, sehr harte Woche. Ich bin froh, wieder auf dem Platz zu stehen. Es war nicht ganz so einfach, aber man vergisst das dann während des Spiels kurz. Wenn man heute unsere Verletzungen sieht, dann merkt man wieder, dass es am Ende am wichtigsten ist, gesund zu bleiben", so der 31-Jährige.

Über die große Anteilnahme in den vergangenen Tagen, insbesondere vom Club und auch vom DFB, habe er sich sehr gefreut: "Das war für mich sehr, sehr besonders und zeigt mir auch, dass ich am richtigen Ort bin."

Unabhängig von seinem eigenen Schicksalsschlag oder dem enttäuschenden Resultat würde an der Säbener Straße gerade ein rauer Wind wehen, wie Kimmich betonte.

Senfbomben-Attacke bei Bayern-Pokalspiel: Waren es wirklich Magdeburger Fans?

Cheftrainer Vincent Kompany (40) musste kürzlich mit einer Hirnhautreizung ins Krankenhaus und erholt sich nun von zu Hause aus. Dazu gesellen sich jetzt die drei potenziell längeren Ausfälle von Ismael Saibari (25), Serge Gnabry (31) und Michael Olise (24) aus dem Dortmund-Spiel.

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