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FC Bayern landet Mega-Deal: Darum gibt es sogar ein Lob von Borussia Dortmund

Der FC Bayern hat sich mit Viessmann einen zahlungskräftigen Geldgeber ins Boot geholt. In Dortmund zeigt man sich beeindruckt, verweist jedoch auch auf die eigene Stärke.

Carsten Cramer lobt den FC Bayern für den Viessmann-Coup | picture alliance/GettyImages

Tabellarisch liegt Borussia Dortmund mit dem FC Bayern auf Augenhöhe und auch auf dem Platz trennten sich die beiden Teams mit einem 2:2-Remis. In Sachen Wirtschaftskraft sind die Münchner den Borussen aber deutlich voraus.

Der Vorsprung scheint derzeit eher zu wachsen als zu schmelzen, was unter anderem am Einstieg von Unternehmer Max Viessmann festzumachen ist. Viessmann soll für 5 bis 6,7 Prozent der Anteile 250 Millionen Euro in den FCB pumpen.

Anerkennung für den Deal gab es für die Münchner sogar aus Dortmund. "Man muss es anerkennen und den Bayern ein großes Kompliment machen", erklärte BVB-Geschäftsführer Carsten Cramer im Rahmen der Sendung "Doppelpass" auf Sport1.

Der 57-Jährige sieht den Einstieg aber nicht nur als positives Signal für den FC Bayern, sondern für den gesamten deutschen Fußball. "Dass ein Unternehmer wie Max Viessmann sich so auf den Fußball einlässt, spricht dafür, dass der Fußball in Deutschland sehr gut funktioniert", führte Cramer aus.

Cramer blickt ohne Neid auf den FC Bayern: "Der Verdienst mehrerer Generationen"

Dennoch ist er sich im Klaren, dass das finanzielle Kräfteverhältnis in der Bundesliga nicht gerade ausgewogen ist und der FC Bayern im Vergleich mit dem BVB oder anderen Klubs deutlich die Nase vorne hat.

"Klar, der Vorsprung der Bayern ist groß. Den haben sie sich hart erarbeitet und ist ihnen nicht zugeflogen oder geschenkt werden. Es ist der Verdienst mehrerer Generationen, zeigte er sich von der Arbeit beim Rekordmeister beeindruckt.

Der finanzielle Vorteil der Bayern müsse Cramer zufolge auch in die Bewertung miteinfließen, wenn über die sportlichen Ziele der Schwarz-Gelben gesprochen wird. "Die Wahrscheinlichkeit sportlichen Erfolgs hat auch mit finanziellen Möglichkeiten zu tun", gab er zum verstehen. Trotzdem dürfe man nicht "permanent Ausreden suchen", wenn es mal nicht nach Plan läuft.

Cramer sieht nicht nur Titel als wichtig an

Für Cramer stehen am Ende aber nicht nur Titel im Vordergrund, sondern auch die Identität des Klubs. Borussia Dortmund wird Identifikation großgeschrieben. "Wenn man das immer nur an Titeln festmachen würde, würde es gar keinen Grund geben, Fan von Borussia Dortmund zu sein. Da gibt es aber ein paar Gründe mehr", sprach er Klartext.

Cramer gibt außerdem zu verstehen, dass der BVB finanziell keineswegs schlecht aufgestellt ist und nicht zwingend auf Verkäufe angewiesen ist. "Wir sind wirtschaftlich kerngesund und wollen uns sportlich weiterentwickeln. Wir arbeiten daran, diese Transfers nicht zwangsläufig machen zu müssen, werden sie aber auch nicht verhindern können", führte er aus.

Zudem zeigte er sich zuversichtlich, den Kader über den Sommer 2027 hinaus zusammenhalten zu können.

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