Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
2 Punkte verloren, 3 neue Verletzte: FC Bayern nach Klassiker-Schock ratlos

Der FC Bayern musste den Klassiker gegen den BVB teuer bezahlen. Die Sorgenfalten bei Max Eberl und Co. werden größer, die Transfer-Strategie riskanter.

Selbst der sonst stets eloquente Max Eberl wirkte etwas ratlos: „Das war ein teures Unentschieden für uns“, erklärte ein resignierter Sportvorstand nach dem 2:2 (1:0) gegen Borussia Dortmund am Samstagabend. „Momentan fühlt es sich schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert. Es ist sehr viel, was wir gerade zu verarbeiten haben.“

Max Eberl ist nach den Verletzungen im Klassiker ratlos.
Max Eberl ist nach den Verletzungen im Klassiker ratlos. © picture alliance/dpa | Tom Weller / Sven Hoppe

Und damit meinte Eberl bei Weitem nicht das Sportliche, auch wenn die Partie gegen den ewigen Rivalen aus Dortmund so einiges hergab: eine eigentlich starke Leistung samt Chancenwucher, zwei verspielte Führungen und dank des Gegentreffers kurz vor Schluss auch zwei verspielte Punkte. All das rückte aber in den Hintergrund, weil der momentan ohnehin schon gebeutelte Rekordmeister gleich drei weitere Verletzte beklagen musste, und zwar allesamt in der Offensive.

FC Bayern muss Klassiker gegen den BVB teuer bezahlen – Eberl bedient

„Wir haben zwei Verletzte mit Ismael und Serge, die länger ausfallen. Es sieht nicht so gut aus“, ahnte Eberl bereits nach Abpfiff. Immerhin: „Bei Michael haben wir die Hoffnung, dass es nicht so schlimm ist. Für die anderen beiden ist es wirklich schlimm.“

Absolut Bayern - der Newsletter ⚽

Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans
Der „Absolut Bayern-Newsletter“ - ein Muss für FCB-Fans © Plietsch/Imago

Seien Sie näher am FC Bayern dran als je zuvor! Unser FCB-Newsletter versorgt Sie mit den wichtigsten News, liefert Ihnen Videos, Reportagen und exklusive Interviews direkt und ganz bequem in Ihr Postfach.

Jetzt den kostenlosen Newsletter abonnieren und Teil der FCB-Community werden. So bleiben Sie immer auf dem Laufenden!

Sind Sie dabei?

Michael Olise (Probleme am rechten Knie), Serge Gnabry (Oberschenkelverletzung) und Ismael Saibari (Knöchelverletzung) mussten gegen den BVB vom Feld. „Wir haben zwei Verletzte mit Ismael und Serge, die wohl länger ausfallen – ohne eine genaue Diagnose zu haben. Es sieht nicht so gut aus“, erklärte Eberl. Immerhin: „Bei Michael haben wir die Hoffnung, dass es nicht so schlimm ist. Für die anderen beiden ist es wirklich schlimm.“ Mittlerweile hat der FCB die Diagnosen bekannt gegeben.

Dabei weckten vor allem die Bilder von Saibari böse Erinnerungen: Der Knöchel des Marokkaners knickte komplett weg, nachdem Dortmund-Keeper Gregor Kobel beim Duell um den Ball in ihn hineinsprang – ähnlich wie bei der Klub-WM vor einem Jahr zwischen Jamal Musiala und Gianluigi Donnarumma. Auch Joshua Kimmich zeigte sich daher um einen Teamkollegen besorgt, der das Stadion auf Krücken verließ: „Bei Ismael habe ich es jetzt gerade ganz kurz gesehen: Ich bin kein Arzt, aber das sah nicht gut aus.“

Ein Arzt muss man auch nicht sein, um davon auszugehen, dass das Offensivtrio zumindest beim wichtigen Champions-League-Duell mit Atlético Madrid am Dienstag (21 Uhr, Prime Video) ausfallen dürfte, Gnabry und Saibari wohl wesentlich länger. Das wirft zwei Fragen auf. Erstens: Wie geht der FC Bayern durch diese fast surreale Phase, in der die Einschläge auf und neben dem Platz immer weiter und immer stärker kommen?

Der Zusammenbruch von Vincent Kompany, der Tod von Joshua Kimmichs Vater, die Absenzen von Jamal Musiala: Auf all das bereitet schließlich kein Trainingslager und keine Nachwuchsakademie dieser Welt eine Mannschaft vor. Und zweitens: Wer soll im Duell gegen Atlético spielen, in dem der FC Bayern fast schon siegen muss, um das Risiko der Play-offs zu vermeiden?

Transfer-Strategie bringt den FC Bayern an seine Grenzen

Zumindest diese Frage lässt sich leicht beantworten: Davies, Brown, Karl und Kane heißen die vier verbliebenen Offensivoptionen, Tom Bischof könnte theoretisch auch etwas weiter vorn auflaufen. Ansonsten heißt das Credo dieser Tage: durch- und zusammenhalten, trotz aller Widerstände. „Wir müssen gerade sehr resilient sein“, erklärte Eberl. Die Mannschaft tue das „in einer unglaublichen Art und Weise“.

„Wir müssen gerade sehr resilient sein“, erklärte Eberl. Die Mannschaft tue das „in einer unglaublichen Art und Weise“. Auch Kimmich gab sich kämpferisch: „Die letzten ein, zwei Wochen waren nicht einfach für uns. Da merkt man, was es heißt, ein Team zu sein. Und wenn ich in der Kabine sitze, habe ich das Gefühl, wir sind ein sehr, sehr gutes Team.“

Kane hofft auf Neuer-Comeback gegen Atletico Madrid

Das unterstrich auch Weltfußballer Harry Kane, der zwar vor der Partie geehrt wurde, anschließend aber mit einem verschossenen Elfmeter und Pech im Abschluss auffiel: „Wir müssen das abhaken. Genau jetzt braucht man eine Mannschaft mehr denn je.“ Immerhin könnte in diese Mannschaft Manuel Neuer zurückkehren. Auf die Frage nach einem möglichen Comeback gegen Atlético antwortete er: „Ich hoffe es!“

Ansonsten gilt weiterhin: Aus der Not eine Tugend machen und als Wagenburg durch diesen herausfordernden Herbst gehen. „Wir werden uns nicht abmelden. Wenn man zusammenrückt, kann man einiges bewegen“, gab sich Eberl trotzig. In der Bundesliga gelang das bislang, auch nach dem Unentschieden bleibt der FC Bayern an der Tabellenspitze. In der Champions League wartet nun die nächste Prüfung.

Könnte Ihnen gefallen

Saibari bereits operiert: Bayern verkündet bittere Diagnosen

Fussball Transfers vor 1 Stunde

Bundesliga: Joshua Kimmich und die unendlichen Plagen des FC Bayern

Sueddeutsche vor 1 Stunde

Dauer-Kritik am BVB: Nico Schlotterbeck wehrt sich

RUHR24 vor 1 Stunde

„Sehr, sehr teuer“: 400-Millionen-Lazarett! Bayern gehen die Angreifer aus

Express.de vor 1 Stunde

Drei Erkenntnisse: Diesen Streit können die Bayern gerade gar nicht gebrauchen

fcbinside.de vor 3 Stunden

"Gefährlich": Bayern muss schonmal den Markt sondieren

ntv vor 1 Stunde