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„Sehr, sehr teuer“: 400-Millionen-Lazarett! Bayern gehen die Angreifer aus
Serge Gnabry und Michael Olise mit Teamkollegen
Copyright: IMAGO / Sportfoto Rudel Serge Gnabry und Michael Olise mit Teamkollegen.

Ein rabenschwarzer Spieltag für den deutschen Rekordmeister! Kurz vor dem Abpfiff entriss Borussia Dortmund dem FCB im Liga-Spitzenspiel noch den sicher geglaubten Dreier, sodass es lediglich zu einem 2:2 reichte.

Dieser doppelte Punktverlust rückt an der Säbener Straße jedoch völlig in den Hintergrund. Deutlich dramatischer sind die personellen Folgen dieser Begegnung: Gleich drei Leistungsträger aus der vordersten Reihe schieden gegen die Schwarz-Gelben angeschlagen aus. Für Michael Olise (24), Serge Gnabry (31) sowie Ismael Saibari (25) ging es auf dem Rasen vorzeitig nicht mehr weiter.

FC Bayern: Große Not in der Offensive

Dieser herbe Rückschlag ereignet sich nur 48 Stunden vor dem wichtigen Königsklassen-Auftritt bei Atlético Madrid (Dienstag, 21 Uhr/Amazon Prime Video). Nun herrscht in der bayerischen Landeshauptstadt großes Zittern um die angeschlagenen Akteure.

Im Sturmzentrum und auf den Flügeln herrscht bei den Münchnern damit plötzlich akuter Notstand. Schließlich setzen ein Muskelbündelriss bei Luis Díaz (29) sowie ein Faserriss bei Jamal Musiala (23) bereits zwei Hochkaräter außer Gefecht.

Welche Optionen stehen überhaupt noch zur Verfügung? Aktuell sind einzig Lennart Karl (18) und Routinier Harry Kane (33) einsatzfähig – sämtliche anderen Angreifer müssen passen! Addiert man die geschätzten Transferwerte dieser Ausfälle, befinden sich derzeit stolze 400 Millionen Euro in medizinischer Behandlung.

Neben den bereits fehlenden Díaz (70 Mio.) sowie Musiala (80 Mio.) gesellen sich nun definitiv Gnabry (18 Mio.) und Saibari (55 Mio.) auf die Ausfallliste. Sollte auch Ausnahmekönner Olise (180 Mio.) zwangspausieren müssen, summiert sich der Wert der verletzten Offensivkräfte auf gigantische 403 Millionen Euro. Das berichtet „bild.de“.

Entsprechend bedient zeigte sich Max Eberl (53) unmittelbar nach Spielende in den Katakomben. Sein ernstes Fazit lässt tief blicken. „Es war sehr, sehr teuer, was wir heute erlebt haben. Momentan fühlt sich schon ein bisschen heftig an, was um uns herum passiert“, räumte Münchens oberster Sportchef unumwunden ein. Speziell im Hinblick auf Gnabry sowie Saibari schwant den Verantwortlichen Böses. „Beide Verletzungen sind doch etwas größer, ohne dass ich jetzt die Diagnose abgeben kann, aber es sieht beides größer aus.“

Lediglich im Fall von Olise klammert man sich in München noch an einen letzten Strohhalm. Obwohl der Franzose die Arena ebenfalls nur humpelnd verlassen konnte, bleibt der Manager vorsichtig optimistisch: „Bei Olise glauben wir jetzt momentan zu spüren, dass es nicht so schlimm ist, aber das kann man kurz nach so Spielen mit dem Adrenalin auch relativ schwer sagen.“

Seinen Lauf nahm das Unheil bereits nach einer knappen halben Stunde in der 26. Minute. Im Duell mit Dortmunds Schlussmann Gregor Kobel (28) bot sich Saibari zunächst eine hochkarätige Einschussmöglichkeit. Als der flexible Mittelfeldakteur dem abprallenden Ball nachsetzte, vertrat er sich unglücklich den Fuß. Gestützt von den Vereinsmedizinern ging es für ihn direkt hinunter in die Umkleide. Später machte er sich auf Gehhilfen auf den Heimweg aus der Arena. Im Raum steht nun eine gravierende Blessur im Bereich des rechten Knöchels.

Kaum hatten die Anhänger diesen ersten Nackenschlag registriert, bahnte sich auf dem Grün bereits das nächste Unglück an. Gerade einmal 120 Sekunden darauf ließ sich Gnabry auf den Hosenboden fallen – der Oberschenkel streikte! Sofort signalisierte Gnabry der Bank, dass ein Weiterspielen unmöglich sei. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit erwischte es schließlich auch noch Ausnahmespieler Michael Olise (24). Wegen Beschwerden im rechten Kniegelenk war auch für ihn vorzeitig Feierabend.

Auch bei Aaron Danks (43), der aktuell Chefcoach Vincent Kompany an der Seitenlinie vertritt, überwiegt die große Sorge. Während der Medienrunde im Anschluss an die Partie führte der Brite aus: „Es ist noch sehr früh, um den Schweregrad der Verletzungen zu beurteilen. Saibaris Knöchelverletzung sieht ziemlich ernst aus. Bei Serge Gnabry scheint es sich um eine Muskelverletzung zu handeln, aber ich warte noch auf weitere Informationen. Dasselbe gilt für Michael Olise – auch da bin ich mir noch unsicher. Dazu habe ich noch keine Rückmeldung erhalten.“

Die Konsequenz liegt klar auf der Hand: Müssen Olise, Gnabry sowie Saibari für die Dienstags-Partie tatsächlich passen, reist der deutsche Rekordmeister mit dem allerletzten Aufgebot im Sturm nach Spanien. (red)

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