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Siebenmal hintereinander sind die Turnerinnen der USA Team-Weltmeister geworden. Nun jubelt eine andere Mannschaft. Für die Olympischen Spiele im heimischen Los Angeles sind sie trotzdem qualifiziert.
Chinas Turnerinnen haben die Goldserie der USA bei Weltmeisterschaften dramatisch beendet. Ohne Superstar Simone Biles mussten sich die Amerikanerinnen im Final-Krimi des Team-Wettbewerbs mit 165,531 Punkten der Mannschaft aus China (165,764) um nur 0,233 Zähler geschlagen geben und verpassten ihren achten Titel nacheinander. Japan wurde Dritter (164,063).
Für die Chinesinnen ist es das erste WM-Gold seit 20 Jahren, als das Team 2006 in Aarhus letztmals den Titel holte. 2007, 2014 und 2015 war China jeweils hinter den Siegerinnen aus den USA auf Rang zwei gelandet. In Rotterdam konnten sich die neuen Weltmeisterinnen auf Zhang Qingying verlassen. Die Schwebebalken-Titelverteidigerin holte in ihrer Paradedisziplin über 15 Punkte (15,066) - als einzige Athletin im gesamten Wettbewerb.
Rekordweltmeisterin und Olympiasiegerin Biles ist wie ihre vier Goldkolleginnen von Paris nicht in den Niederlanden am Start. Die drei besten Mannschaften bescherten ihren Nationen jeweils einen Quotenplatz für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles N.ach der Silbermedaille der Männer am Dienstag kam die "neutrale" Riege Russlands ohne die drei Athletinnen um die dreimalige Weltmeisterin Angelina Melnikowa, die nicht einreisen durften, auf Rang sechs (159,394).
Die deutschen Turnerinnen hatten das Finale der besten acht Teams verpasst. In der Qualifikation war die Auswahl des Deutschen Turner-Bundes (DTB) nur Zehnter geworden. Das Männer-Quintett hatte Rang 15 belegt, der Sieg ging an Japan. Am Samstag bietet sich die größte Medaillenchance, wenn Helen Kevric als amtierende Europameisterin im Einzelfinale (ab 16.30 Uhr) auf ihrem Paradegerät Stufenbarren an den Start geht. In der Qualifikation war die 18-Jährige Zweite geworden.
Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid