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Das hatte er sich ganz anders vorgestellt: Die Miami Heat kommen beim Debüt von Giannis Antetokounmpo unter die Räder. Der Superstar reagiert angesäuert und appelliert an seine neuen Teamkollegen.
"So ein Team können wir nicht sein. Sonst endet das wie heute Abend", stellte Giannis nach der krachenden 106:131-Pleite gegen die Minnesota Timberwolves klar. Das größte Manko aus Sicht des 31-Jährigen? Vertrauen untereinander und Kampfeswillen, wenn es nicht läuft. Diesbezüglich nahm er sich auch explizit nicht raus. Im Gegenteil.
"Unser Einsatz muss besser werden. Es beginnt bei mir", betonte Giannis, der sich zumindest individuell kaum etwas bei seinem ersten Spiel für die Heat zu Schulden hatte kommen lassen. In knapp 30 Minuten legte er 35 Punkte auf (13/19 FG, 6 REB, 1 AST) und war so mit Abstand Miamis Topscorer. Ihm folgte Bam Adebayo mit 15 Zählern (6/12 FG).
Die größten Probleme für die Heat waren auf der einen Seite die eigene Glücklosigkeit von Downtown und Anthony Edwards auf der anderen Seite. Miami traf nur klägliche acht seiner 33 Dreierversuche. "Ich hatte das Gefühl, dass unsere Würfe einfach nicht fallen wollten. Wir hatten einige aussichtsreiche, offene Würfe. Trotzdem haben wir es nicht geschafft, sie zu versenken", monierte Giannis diesbezüglich.
Sinnbildlich dafür stand ein getroffener Dreier bei sieben Versuchen von Tim Hardaway Jr.. Die Heat ließen zudem 17 Offensiv-Rebounds zu und kamen selbst nur zu mickrigen vier. Für Adebayo war dies auch einer der Schlüssel des Spiels. "Das sind die Bereiche, in denen wir uns stark verbessern müssen. Wir haben jetzt ein größeres Team, also erwarten wir, dass wir mehr Rebounds holen", sagte er. Es gehe nun darum, schnell die offensichtlichen Schwächen "zu verbessern, dann werden wir schon klarkommen".
Der Ant-Man explodierte derweil für die T-Wolves für 45 Punkte und versenkte im Alleingang einen Dreier mehr als die gesamte Heat-Truppe (9/17 FG). Erst als dritter Spieler in der NBA-Geschichte nach Wilt Chamberlain und Michael Jordan knackte Edwards in mehreren Season-Openern die 40-Punkte-Marke. "Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir es ihm so schwer wie möglich gemacht haben", kritisierte Giannis die Heat-Defense mit Blick auf die Gala des Ant-Man.
Backcourt-Partner und Neuzugang LaMelo Ball machte seine Sache ebenfalls nicht allzu schlecht und fügte sich direkt mit 21 Punkten und 6 Assists ein. Auch Jaden McDaniels (17) und Jonathan Kuminga (12) scorten zweistellig.
Für die Heat geht es nach dem krachenden Fehlstart in der Nacht auf Samstag gegen die Detroit Pistons weiter, die anders als Miami einen äußerst erfreulichen Saisonauftakt erlebten. Detroit kam nach einem 22-Punkte-Rückstand gegen die Boston Celtics noch einmal zurück und gewann letztlich mit 121:113. Die Timberwolves reisen derweil nach Orlando und gastieren bei den Magic um Franz Wagner und Paolo Banchero.