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Perfektes Debüt und spektakulärer Luka Doncic! Los Angeles Lakers feiern Auftaktsieg in der NBA - Dennis Schröder entscheidet deutsches Duell gegen Moritz Wagner

Die Lakers feiern Neuzugang Walker Kessler, der einen Einstand für Geschichtsbücher hinlegt. Das neue "German Team" feiert dank Dennis Schröder einen Auftaktsieg, doch ein DBB-Star bleibt außen vor.

Die Nationalspieler Franz Wagner und Tristan da Silva wissen hingegen ebenfalls zu überzeugen, doch kassieren eine bittere Pleite. Auch Giannis Antetokounmpo muss bei seinem Debüt für die Miami Heat eine Niederlage hinnehmen, da sich Anthony Edwards direkt in legendäre Gesellschaft zaubert.

Die Highlights der NBA im Roundup.

NBA: Die Ergebnisse der Nacht auf einen Blick

Washington Wizards

Milwaukee Bucks

Orlando Magic

Atlanta Hawks

125:132

Miami Heat

Minnesota Timberwolves

106:131

Brooklyn Nets

Charlotte Hornets

103:110

Toronto Raptors

Chicago Bulls

135:92

New Orleans Pelicans

Indiana Pacers

120:123

Memphis Grizzlies

Utah Jazz

123:103

Houston Rockets

Dallas Mavericks

128:110

Los Angeles Lakers

Golden State Warriors

127:105

Portland Trail Blazers

Phoenix Suns

124:83

Los Angeles Clippers

Sacramento Kings

121:96

Golden State Warriors v Los Angeles Lakers

Los Angeles Lakers (1-0) - Golden State Warriors (0-1) 127:105

Luka Doncic hatte sich von GM Rob Pelinka einen richtig guten Center gewünscht - und den hat er bekommen. Walker Kessler feierte bei seinem Lakers-Debüt einen perfekten Einstand. Der Big Man traf alle seine zwölf Würfe für 26 Punkte. Nie zuvor hat ein NBA-Spieler bei seinem Debüt mehr Treffer ohne Fehlwurf markiert. Dabei dunkte Kessler gleich zehnmal und befand sich damit auf den Spuren von Shaquille O'Neal, dem dies zuletzt 2003 in "Puple and Gold" gelang. Doncics Buddy Austin Reaves präsentierte sich mit 23 Punkten ebenfalls stark.

Aber auch Doncic selbst machte seine Sache sehr, sehr ordentlich. Der slowenische Superstar erzielte 28 Zähler (7/18 FG, 5/12 3FG) und flirtete dank 8 Rebounds und 7 Assists auch schon wieder fleißig mit einem Double Double, bevor er das Schlussviertel komplett auf der Bank verbringen durfte. Auch Warriors-Rookie und -Großmaul Yaxel Lendeborg näherte sich Doncic an. Die beiden tauschten vor allem in der ersten Hälfte etliche Nettigkeiten aus, die Lendeborg auch ein technisches Foul bescherten. Dass Doncic ihm dann auch noch einen wilden Buzzer Beater reindrückte, ließ er seinen Gegenüber auch noch einmal ausführlich wissen.

Lendeborg beendete seinen Arbeitstag mit insgesamt 12 Punkten. Für die Warriors musste Stephen Curry den Alleinunterhalter geben. Der "Chefkoch" lief zwar von draußen noch nicht allzu heiß (2/7 3FG), doch war mit 23 Punkten der mit Abstand beste Akteur. Brandon Williams war mit 14 Zählern noch seine größte Hilfe.

Ob Kristaps Porzingis noch einmal an der Seite von Curry auflaufen wird, ist nach den Berichten am Mittwoch unsicherer denn je. Wie ESPN vermeldete, sollen die Warriors nach einem Trade-Partner für den Center suchen. Der Lette selbst denkt angeblich aufgrund seiner gesundheitlichen Situation sogar über ein Karriereende nach.

Charlotte Hornets v Brooklyn Nets

Brooklyn Nets (0-1) - Charlotte Hornets (1-0) 103:110

Es hätte zum Auftakt ein deutscher Viererpack in Brooklyn werden können, doch am Ende wurde es nur ein Dreierpack. Hornets-Coach Charles Lee, der sich in den vergangenen Wochen immer wieder begeistert von Hannes Steinbach zeigte, ließ den Rookie über 48 Minuten auf der Bank schmoren.

Christian Anderson kam von der Bank immerhin für 13 Minuten zum Einsatz, muss nach drei Fehlwürfen aber noch auf seine ersten Punkte warten. Immerhin durfte sich der Spielmacher über die ersten Rebounds (2), Assists (2), Steals (2) und Turnover (2) freuen. Der Backup durfte sich ansehen, wie sich Dennis Schröder hingegen bei seinem Hornets-Debüt stark präsentierte und seine Rolle als Ersatz des verletzten Coby White ordentlich meisterte. Der DBB-Kapitän kam in 35 Minuten auf 19 Punkte (7/13 FG, 0/3 3FG), 4 Rebounds und 6 Assists. Im Schlussviertel zeigte er zudem seine ganze Erfahrung. Die Nets hatten gerade die einst zweistellig Hornets-Führung auf 90:94 verkürzt, bevor Schröder mit einem persönlichen 8:2-Lauf die Verhältnisse wieder zurechtrückte.

Nur die Neuzugänge Naz Reid (20 PTS sowie 11 REB, 7 AST) und Grayson Allen (21) waren insgesamt erfolgreicher als der gebürtige Braunschweiger. Brandon Miller durfte sich mit einem neuen Mega-Vertrag im Rücken ordentlich austoben, traf aber nur wenig (18, 7/21 FG, 3/14 3FG). Vorjahres-ROTY-Kandidat Kon Knueppel fiel verletzt aus.

Bei den Nets durfte sich Moritz Wagner von der Bank als Backup für Day'Ron Sharpe (8 PTS, 8 REB) beweisen. In einer Viertelstunde kam der deutsche Nationalspieler beim ersten Auftritt für sein neues Team auf 7 Punkte (1/3 FG) und 1 Assist. Das Scoring der Nets wurde auf exakt vier Schultern aufgeteilt: Julius Randle markierte bei seinem Debüt 33 Zähler, Michael Porter Jr. legte 26 Punkte auf. Sonst schaffte für Brooklyn niemand die Double Digits. Auch nicht Rookie Mikel Brown Jr. (6, 2/8 FG).

Washington Wizards (1-0) - Milwaukee Bucks (0-1) 128:116

Nr.1-Pick AJ Dybantsa fehlte bei Washington mit Knöchelproblemen, doch sonst sahen die neuformierten Hauptstädter zeitweise exakt so aus, wie man es sich als Wizards-Fan erträumen durfte. Anthony Davis dominierte bei seinem seit über einem halben Jahr erwarteten Debüt direkt im ersten Viertel die Zone und durfte MVP-Rufe in der Capital One Arena genießen. Die Stimmung kippte allerdings, denn von draußen ging zu Beginn wenig und die rebuildenden Bucks gingen plötzlich mit einer Führung in die Pause.

Im vierten Viertel übernahm Washington dann aber die Zügel und machte mit einem 21:2-Run alles klar. Davis verbuchte ein mächtiges Double Double mit 34 Punkten und 12 Rebounds. Trae Young holte sich mit 20 Zählern und 13 Assists ebenfalls ein Double Double, haderte aber mit seinem Distanzwurf (0/6 3FG). Dafür ging er gemeinsam mit AD insgesamt 30-mal an die Freiwurflinie. Kyshawn George legte 18 Zähler auf und Deandre Ayton kam von der Bank auf 11.

Bei den Bucks stand erstmals Taylor Jenkins an der Seitenlinie und durfte sich immerhin darüber freuen, dass vor allem die Neuzugänge, die im Giannis-Trade nach Milwaukee gekommen waren, direkt ablieferten. Tyler Herro war mit 24 Punkten und 9 Assists bester Akteur. Auf ihn folgten Jaime Jaquez Jr. mit 22 Zählern und Kasparas Jakucionis mit 15. Kel'el Ware, der vierte Ex-Heat im Bunde, nutzte hingegen eine andere Taktik, um sofort auf sich aufmerksam zu machen, und schaffte es in nicht einmal 14 Minuten direkt auszufoulen. Rookie Brayden Burries war derweil bester Mann von der Bank (12 PTS, 5 REB).

Atlanta Hawks v Orlando Magic

Orlando Magic (0-1) - Atlanta Hawks (1-0) 125:132

Sean Sweeney hätte sich als neuer Coach der Magic sicherlich gerne einen anderen Gegner zum Auftakt gewünscht, denn Orlando musste gegen Atlanta nun schon die sechste Pleite in Serie einstecken. Dabei erlebte er eigentlich einen Start nach Maß: Paolo Banchero und der wieder genesene Franz Wagner trafen im ersten Viertel jeden Wurf und die Magic führten mit 33:28. Zur Halbzeit stand es dann aber schon 72:62 für die Hawks.

Früh im dritten Viertel zog die Auswärtsmannschaft sogar auf +14 davon, doch Orlando startete einen 17:4-Run und drehte kurz darauf die Partie. In einem Spiel mit 22 Führungswechseln hatten die Hawks in Person von Nickeil Alexander-Walker jedoch das letzte Wort. Der Vorjahres-MIP hat offenbar nochmal eine Schippe draufgelegt und sorgte mit zwei Dreiern in den letzten anderthalb Minuten für die Entscheidung. Die beiden Triples waren die Krönung seiner 31-Punkte-Performance, bei der er kaum zu stoppen war (8/15 FG, 5/8 3FG, 10/13 FT).

Offensive Unterstützung erhielt NAW von CJ McCollum (19), Dyson Daniels (20) und Jalen Johnson. Johnson schnappte sich zudem noch 14 Rebounds und 6 Assists. Defensivexperte Lu Dort kam auf 8 Punkte, während Aaron Wiggins, der ebenfalls von OKC kam, die doppelte Ausbeute verbuchte. Nr.8-Pick Kingston Flemings muss derweil noch auf seine ersten NBA-Punkte warten, da der Rookie alle seine fünf Versuche an den Ring setzte.

Bei den Magic überragte Banchero, der sich auf dem Weg zu 35 super effizient präsentierte (10/12 FG, 3/4 3FG, 12/16 FT) und nebenbei noch 10 Assists und 7 Rebounds sammelte. Wagner musste früh mit Foulproblemen auf die Bank und kam nicht einmal eine halbe Stunde zum Einsatz. Obwohl der Dreier nicht fallen wollte (2/8 3FG), kam der DBB-Star trotzdem auf 22 Zähler sowie 6 Rebounds und 5 Assists. Wendell Carter Jr. markierte ebenfalls 22 Punkte, Desmond Bane kam auf deren 18.

Erfreulich aus deutscher Sicht: Tristan da Silva, den die Magic vor Spielbeginn noch schnell bis 2028 an sich banden, hat den starken Eindruck aus der Preseason bestätigt. Der Forward genoss unter Sweeney weiter grünes Licht und drückte am häufigsten von Downtown ab (11) und verbuchte auch die meisten Treffer (4). Auf diese Weise kam er auf 14 Zähler.

Minnesota Timberwolves v Miami Heat

Miami Heat (0-1) - Minnesota Timberwolves (1-0) 106:131

Wilt Chamberlain, Michael Jordan - und Anthony Edwards. Nette Gesellschaft für den "Ant-Man", der als erst dritter Spieler der NBA-Geschichte in mehreren Season-Openern die 40-Punkte-Marke knacken konnte. Am Ende waren es 45 Zähler (16/29 FG, 9/17 3FG, 4/5 FT), 10 Rebounds, eine Menge Trash Talk und ein technisches Foul wegen Meckerns bei +26.

Backcourt-Partner und Neuzugang LaMelo Ball machte seine Sache ebenfalls nicht allzu schlecht und fügte sich direkt mit 21 Punkten und 6 Assists ein. Auch Jaden McDaniels (17) und Jonathan Kuminga (12) scorten zweistellig, während sich Rudy Gobert genauso viele Punkte wie offensive Rebounds (5) in den Boxscore eintrug. Insgesamt schnappte sich der Franzose 15 Boards. Das Scoring von der Bank übernahm Ayo Dosunmu (16).

Durch die Edwards-Gala für Minnesota geriet etwas in den Hintergrund, dass auch die Heat einen möglichen MVP-Kandidaten auf das Parkett schickten. Giannis Antetokounmpo feierte dabei einen starken ersten Auftritt (35, 13/19 FG). Der "Greek Freak" hatte jedoch zu wenig Unterstützung. Bam Adebayo war mit 15 Punkten schon zweitbester Scorer, keiner der restlichen Starter markierte mehr als 11 Zähler, von der Bank traf niemand zweistellig. Davion Mitchell verbuchte immerhin ein Double Double (11 PTS, 11 AST) und Klay Thompson (10) verwandelte bei seinem Heat-Debüt die Hälfte seiner sechs Dreier.

Das zu befürchtende Shooting-Problem bestätigte sich dennoch für Miami. Die Heat trafen bei 32 Versuchen nicht einmal jeden vierten Distanzwurf. Das lag auch daran, dass Tim Hardaway Jr. nur einen von sieben Triples im Korb unterbringen konnte. Zudem ließ die Truppe von Erik Spoelstra auch noch 17 Offensive Rebounds zu, sodass die Partie schon vor dem Schlussviertel beim Stand von 99:81 nahezu gelaufen war und nach und nach nur noch deutlicher wurde.

Chicago Bulls v Toronto Raptors

Toronto Raptors (1-0) - Chicago Bulls (0-1) 135:92

43-Punkte-Sieg im Ost-Duell – das war ein erstes Statement der Raptors an den Rest der Eastern Conference. Dabei erwischte Superstar-Rückkehrer Kawhi Leonard noch nicht einmal seinen besten Abend. Zwar war der Finals-MVP von 2019 mit 23 Punkten gemeinsam mit Scottie Barnes und Immanuel Quickley Topscorer seines Teams, doch hatte er das Wurfglück noch nicht auf seiner Seite (5/17 FG, 2/6 3FG, 11/11 FT). RJ Barrett konnte mit dem Trio noch gut mithalten (20 PTS), während sich Jakob Pöltl auf das Wesentliche (3 PTS, 6 REB) beschränkte.

Die Raptors, die allein im ersten Viertel fast so viele Punkte erzielten (43) wie die Bulls in der gesamten ersten Hälfte (44), profitierten von den etlichen Ballverlusten Chicagos. Die junge Truppe aus der Windy City erlaubte sich 27 Turnover, aus denen 35 Punkte für Toronto resultierten.

Hauptverantwortlich dafür war Rookie Caleb Wilson, der allein 9 Turnover verbuchte. Der neue Hoffnungsträger hatte mit nur einem getroffenen Dreier bei acht Versuchen auch seinen Anteil an der ebenfalls bescheidenen Quote von Downtown (4/36 3FG). Immerhin kam er trotzdem auf 16 Punkte und war damit nur ein Zähler schlechter als Matas Buzelis, der 13 seiner 17 Zähler von der Freiwurflinie sammelte. Jalen Smith (15) und Norman Powell (15) bewegten sich in ähnlichen Scoring-Sphären, Josh Giddey war allerdings anderweitig unterwegs (2, 1/10 FG, 0/4 3FG).

Indiana Pacers v New Orleans Pelicans

New Orleans Pelicans (0-1) - Indiana Pacers (1-0) 120:123

Wilder Ritt in New Orleans! Gegen Mitte des vierten Viertels führten die Pelicans mit 101:93, bevor Tyrese Haliburton bei seinem ersten Pflichtspiel seit seinem Achillessehnenriss einfach übernahm und acht der nächsten zehn Pacers-Punkte erzielte. Insgesamt stand ein 15:3-Run zu Buche, der die Partie für Indiana drehte.

Dabei hätte der Ost-Champion von 2025 es deutlich leichter haben können, wenn er einfach an das erste Viertel angeknüpft hätte, in dem noch 59 Prozent der Würfe fielen und 38 Punkte auf dem Scoreboard standen. Das zweite Viertel schenkten die Pacers jedoch mit 18:35 her, wobei Zion Williamson die letzten acht Pels-Punkte vor der Pause erzielte und die erste Hälfte mit einem Buzzer Beater von Downtown beendete.

Zion kam für New Orleans beim ersten Auftritt unter Jamahl Mosley auf 22 Zähler (7/16 FG, 2/4 3FG). Übertroffen wurde er nur von Dejounte Murray, der ein Pünktchen mehr markierte. Yves Missi (13 PTS, 14 REB, 7 OR) und der von der Bank kommende Derik Queen (10 PTS, 10 REB) verbuchten jeweils ein Double Double.

Auf der Gegenseite gelang Comebacker Haliburton (23 PTS, 12 AST) und Center Ivica Zubac (16 PTS, 15 REB) das gleiche Kunststück. Pascal Siakam (30 PTS, 8 REB) und Andrew Nembhard (18 PTS, 9 REB) schrammten hingegen knapp an einem Double Double vorbei. Obi Toppin erzielte zudem 20 Zähler von der Bank.

Memphis Grizzlies (1-0) - Utah Jazz (0-1) 123:103

Klar, man hätte für das Duell der Top-Rookies Cam Boozer (#3) und Darryn Peterson (#2) einschalten können - oder eben für die große Ty-Jerome Show. Der Spielmacher der Grizzlies explodierte für ein Career High von 45 Punkten (17/25 FG, 5/10 3FG, 6/7 FT). 7 Rebounds und 6 Assists bei nur einem Ballverlust rundeten die spektakuläre Performance des 29-Jährigen ab. Der Franchise-Rekord für die meisten Punkte im Auftaktspiel gehört nun ihm.

Auch Boozer hat sich in die Geschichtsbücher der Grizzlies eingetragen. Der Youngster verbuchte mit +32 das höchste Plus-Minus-Rating für einen Grizzly beim Season Opener. Die Statistik spricht für seinen Impact auch außerhalb des eigenen Scorings, denn das klappte noch so gar nicht (7, 2/15 FG, 0/6 3FG). Der Forward schnappte sich aber 11 Rebounds und 5 Assists. Neben dem überragenden Jerome scorten sonst noch Jerami Grant (15), Jaylen Wells (12) und GG Jackson (12) zweistellig.

Bei den Jazz erreichten hingegen Keyonte George (22), Lauri Markkanen (18), Jaren Jackson Jr. (15), Ace Bailey (12) und Svi Mykhailiuk (10) die Double Digits. Peterson scheiterte bei seinem Debüt mit 9 Punkten knapp an der Grenze. Die Jazz führten zwar nach dem Auftaktviertel (31:29), doch gerieten noch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte zweistellig in Rückstand. Nach der Pause wuchs der Abstand zeitweise auf -27 an.

Dallas Mavericks v Houston Rockets

Houston Rockets (1-0) - Dallas Mavericks (0-1) 128:110

Der Endstand meint es fast noch nett mit den Mavs. Dallas lag im zweiten Viertel bereits mit 15 Punkten in Rückstand, bevor Houston kurz einen 19:2-Lauf aufs Parkett zauberte und mit einem demoralisierenden 70:38 in die Kabine spazierten. Die Mavericks zeigten sich nach der Halbzeit noch einmal kämpferisch und verkürzten sogar noch einmal auf "nur noch" 86:103. Ein 8:2-Run der Rockets ließ dann aber auch die kühnsten Träume platzen.

Dafür zuständig waren Kevin Durant und Jabari Smith Jr., die den Mavs jeweils 30 Punkte einschenkten. Für Alperen Sengün (23 PTS, 10 REB) und Amen Thompson (16 PTS, 10 REB) reichte es im Texas-Duell für ein Double Double. Fred VanVleet traf für ein solches Erfolgserlebnis zwar zu wenig Würfe (6, 2/8 FG), doch der Spielmacher gab bei seinem Comeback nach Kreuzbandriss sofort wieder die ordnende Hand, gab 11 Vorlagen und erlaubte sich keinen einzigen Ballverlust. Tari Eason konnte keine großen Stats sammeln, da er im ersten Viertel PJ Washington zu Boden schubste und als "Belohnung" ein Flagrant Foul 2 und den frühen Feierabend erhielt.

Obwohl Steven Adams bei den Rockets noch nicht wieder mitwirkte, ließen die Mavs 17 Offensive Rebounds zu. Zudem konnte Neu-Coach Dusty May die Shooting-Probleme des Vorjahres nicht auf Knopfdruck beheben und musste zusehen, wie seine Schützlinge nur elf von 37 Dreiern versenkten. Für Anschauungsunterricht sorgte Marcus Sasser der vier von fünf Triples durch die Reuse schweißte und 17 Zähler verbuchte.

Auf eine bessere Punkteausbeute kam nur Cooper Flagg. Der amtierende Rookie of the Year zeigte mit 32 Zählern (10/17 FG, 1/4 3FG, 11/13 FT), dass er in seiner Sophomore-Season wohl eher keinen Schritt zurück machen wird. Der erste Pick des letztjährigen Drafts war auch der mit Abstand beste Akteur des "Nr.1-Pick-Trios". Kyrie Irving legte bei seiner Rückkehr nach langer Verletzungspause solide 15 Punkte (6/9 FG, 1/4 3FG) auf, während Neuzugang Zaccharie Risacher mehr Steals (5) als Punkte (4) sammelte.

Phoenix Suns v Portland Trail Blazers

Portland Trail Blazers (1-0) - Phoenix Suns (0-1) 124:83

Vorsichtig formuliert: Man hätte etwas besser in die Saison starten können als die Suns. Phoenix brauchte mehr als sechs Minuten, um die ersten Punkte der Spielzeit zu erzielen. Und defensiv lief es auch nicht besser, sodass Portland die Partie direkt mal mit einem 21:0-Run eröffnen durfte. Nach zwölf Minuten stand es 43:12 für die Blazers, die zwischenzeitlich mit 52 (!) Punkten führten. Es war eine brutale Abreibung.

Devin Booker stemmte sich mit 23 Punkten noch am ehesten gegen die Blamage. Die zweitbesten Scorer waren dann schon Dillon Brooks und Jalen Green mit 10 Punkten. Neuzugang Miles Bridges brachte es nur auf 8 Zähler (3/11 FG, 0/5 3FG), Collin Gillespie auf acht verfehlte Dreier. Die Suns trafen insgesamt nur sechs Dreier bei 31 Versuchen.

Auf der anderen Seite durften bei Portland nach einer Offseason, die von Schlagzeilen außerhalb des Courts dominiert wurde, schöne sportliche Geschichten gefeiert werden. So führte Damian Lillard bei seinem Comeback die Blazers direkt mit 25 Zählern (7/12 FG, 6/10 3FG) an. Neuzugang Ja Morant durfte neben ihm starten und kam auf 14 Zähler und 8 Assists. Deni Avdija (18) und Toumani Camara scorten beim ersten Spiel unter Micah Norri ebenfalls fleißig, Scoot Henderson unterstütze mit 15 Punkten von der Bank.

Los Angeles Clippers (1-0) - Sacramento Kings (0-1) 121:96

Die Clippers haben einen Sommer des Vergessens hinter sich und mussten zum Start auch noch auf Bradley Beal, Brandon Ingram, Max Strus, Jordan Miller und Yanic Konan Niederhäuser verzichten. Gegen die Kings reichte es trotzdem zu einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.

Insbesondere die Bank der Clippers wusste zu überzeugen und schlug die Ersatzmänner der Kings mit 53:34. Dafür zuständig waren vor allem Brook Lopez (17 PTS, 11 REB), Rookie Keaton Wagler (15 PTS, 3/6 3FG) und Gradey Dick (12 PTS). Sie alle konnten aber nicht mit Darius Garland mithalten, der zum Auftakt ein 30-Piece präsentierte. Da fiel es auch nicht weiter ins Gewicht, dass Rui Hachimura sein unfassbar heißes Händchen vom Stadtnachbarn noch nicht in den Intuit Dome mitgenommen hat (10, 3/13 FG, 2/7 3FG).

Clippers-Owner Steve Ballmer war in der Arena ebenfalls nicht an seinem gewohnten Platz anzutreffen, da er nach seinen Verstrickungen in den Aspiration-Skandal eine einjährige Sperre absitzen muss. Für Head Coach Tyronn Lue ein Grund mehr, alles zu geben: "Dieser Sieg war für Mr. Ballmer. Wir wollen ihm für alles danken und kämpfen für ihn."

Bei den Kings kämpften nach dem bitteren Saisonaus für Ben Simmons überwiegend Zach LaVine und Domantas Sabonis gegen die Pleite. LaVine sammelte 28 Punkte, während Sabonis knapp an einem Triple Double scheiterte (14 PTS, 18 REB, 8 AST). Rookie Darius Acuff Jr. warf viel und traf wenig (12, 5/24 FG, 0/7 3FG).

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