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Der Hamburger SV sieht sich nach dem Aus im DFB-Pokal gegen Frankfurt benachteiligt. Schiedsrichter Tobias Stieler stellt sich der Kritik – und räumt einen Fehler ein.
Schiedsrichter Tobias Stieler hat eine folgenschwere Entscheidung beim Aus des Hamburger SV gegen Eintracht Frankfurt im DFB-Pokal im Nachgang selbst als Fehler eingestuft.
„Wenn ich die Bilder sehe: Die bessere Entscheidung wäre Strafstoß gewesen“, sagte der Unparteiische im Gespräch mit Sky nach der 1:3-Niederlage der Hanseaten in der zweiten Runde.
Die angesprochene Szene spielte sich in der 35. Spielminute ab, als der Hamburger Zakaria El Ouahdi bei einem Zweikampf mit Frankfurts Kapitän Robin Koch zu Boden gegangen war. Stieler griff nicht ein, auch der VAR meldete sich nicht.
Die Szene weiterlaufen zu lassen, sei laut Stieler „jetzt nicht vollkommen falsch“ gewesen. Es sei „sehr gut, dass der VAR das supportet hat, weil das wollen wir. Wir wollen, dass der Schiedsrichter bei klarer Wahrnehmung eine Entscheidung trifft.“
Auch wenn die Eingriffsschwelle beim VAR bewusst hochgelegt sei, hätte er im Nachgang aber eher auf Strafstoß entschieden.
Beim HSV war der Ärger derweil trotz der ehrlichen Selbstkritik groß. „Für mich und für uns ist es ein klarer Elfmeter, der heute definitiv geholfen hätte, um eine Runde weiterzukommen“, monierte Trainer Merlin Polzin.
Auch Hamburgs Sportdirektor Claus Costa wählte klare Worte: „Für mich ist das ein klarer Elfmeter. Er legt den Ball vorbei, der Gegenspieler hat keine Chance, den Ball zu berühren und räumt ihn im Sechzehner ab. Ich weiß nicht, warum dem Schiedsrichter diese Szene nicht zum Elfmeter reicht. Das kann ich nicht nachvollziehen.“
Dabei war der ausgebliebene Pfiff nicht die einzige strittige Szene, über die sich Costa ärgerte. Geht es nach dem HSV-Funktionär, hätte mit Nnamdi Collins ein Eintracht-Spieler kurz nach der Pause Gelb-Rot sehen müssen. Der vorbelastete Verteidiger kam ungestraft davon, kurz darauf wurde er ausgewechselt.
„Es ist häufig bezeichnend, wenn der Gegner den Spieler dann direkt nach der Aktion auswechselt“, sagte Costa, der das Pokal-Aus seines Teams aber nicht auf die Schiedsrichter schieben wollte: „Natürlich sind das spielentscheidende Momente, aber das ist nicht unser Fokus, sondern wir sind bei uns.“