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Niko Kovac stellt gegen den FC Bayern um - nachdem er sich in der eigenen Mannschaft Rat holt. Die BVB-Stars sind voll des Lobes.
Niko Kovac und der BVB haben beim FC Bayern auch wegen eines „geilen Schachzugs“ des Trainers einen Punkt geholt. Borussia Dortmund lief beim 2:2 in München mit einer Viererkette auf.
Wie Nico Schlotterbeck nach der Partie verriet, besprach sich Kovac vor dem Duell mit dem großen Rivalen aus München mit seinen wichtigsten Abwehrspielern. „Der Trainer hat mich und Waldemar (Anton; Anm. d. Red.) geholt und uns gefragt, wie wir zu einer Viererkette stehen“, erklärte der BVB-Kapitän.
Das Ergebnis konnte sich sehen lassen, meinte der 26-Jährige: „Wir haben das seit knapp eineinhalb Jahren nicht mehr gespielt, aber ich finde, wir haben das sehr gut gemacht.“ Tatsächlich tritt Schwarz-Gelb seit dem Antritt Kovacs fast immer mit einer Dreierkette an.
Das Umdenken kam in der eigenen Mannschaft offensichtlich gut an, wie auch Torhüter Gregor Kobel mitteilte. „Wir wollten mutig sein. Niko (Kovac; Anm. d. Red.) hatte einen geilen Schachzug mit der Viererkette. Das war sehr mutig“, sagte der Keeper bei Sky.
Schlotterbeck lobte derweil auch einen Mitspieler explizit: Sein junger Kollege Joane Gadou musste in ungewohnter Rolle erst gegen Serge Gnabry und dann Alphonso Davies ran.
„Joane war das erste Mal Rechtsverteidiger, das war nicht leicht gegen einen top Alphonso Davies zurzeit. Ich finde, vor allem im Spiel mit dem Ball hat das sehr gut funktioniert“, sagte der Verteidiger und unterstrich die Vorzüge des neuen Systems: „Wir hatten einen Mann mehr vorne. Das hat alles in allem – die Taktik, die Intensität, der nötige Respekt aber keine Ehrfurcht -, das hat alles in allem sehr gut funktioniert.“
Der erklärte Plan war, einen zusätzlichen Spieler im Mittelfeld zu haben, wie Kovac selbst verriet: „Sicherlich hat die Aufstellung so ausgeschaut, als ob wir eine Dreierkette spielen. Aber das war es nicht, wir haben von Beginn an mit der Viererkette agiert.“
Kovac weiter: „Wir wussten, Bayern hätte sehr viel mehr Druck ausüben können, wenn wir mit einer Dreierkette gespielt hätten. Wir haben Bayern sehr viel höher angegriffen, dadurch hatten wir einen Spieler mehr im Mittelfeld. So haben wir das gerade in der ersten Halbzeit richtig gut gemacht.“
Wie auch Kovac sprach Schlotterbeck von einem verdienten Punktgewinn. Auf eine Kampfansage („Ich würde gerne, aber noch 25 Spiele, das ist zu lang“) verzichtete der Dortmund-Star zwar, doch von seinem Team zeigte er sich vollends überzeugt: „Ich sehe das ja tagtäglich im Training. Die Mannschaft ist gut. Ich glaube, dass manche Spieler gar nicht wissen, wie gut sie sind.“