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In rund zwei Monaten beginnt die Winter-Transferperiode – und schon jetzt steht fest: Der FC Schalke 04, aktuell Vorletzter der Bundesliga-Tabelle, wird sein Aufgebot modifizieren. Auf welcher Position? Wie viele Spieler kommen? Das ist noch offen, Sportvorstand Frank Baumann ließ sich nicht in die Karten schauen. „Wir analysieren im Winter wie in jeder Transferphase sehr genau, was die Mannschaft braucht und ob wir unseren Kader optimieren können. Schnellschüsse und Aktionismus wird es bei uns aber nicht geben. Unser unmittelbarer Fokus liegt darauf, mit dem vorhandenen Kader bessere Leistungen zu zeigen“, sagte Baumann.
Er ist ohnehin kein Freund davon, Positionsvorlieben öffentlich zu benennen, sollten sie nicht durch schwere Verletzungen offensichtlich sein. Er will dadurch vermeiden, dass Spieler des aktuellen Kaders dadurch verunsichert werden. Das Winter-Transferfenster gilt im Fußball als besonders kompliziert, da kein Spieler ablösefrei zu haben ist – und die Preise meist deutlich höher sind, da die sportliche Not bei aufnehmenden Klubs sehr hoch ist.
Um Platz im Budget zu schaffen, wollen die Schalker auch Spieler loswerden. Auf der Streichliste stehen vor allem die Spieler, deren Verträge im Sommer 2027 auslaufen und die aktuell keine Rolle spielen. Selbst wenn die Schalker keine Ablöse kassieren sollten, spekulieren sie bei möglichen Vertragsauflösungen auf eine kleine Gehaltsersparnis.
Finn Porath (29): Der Allrounder bestritt in der Aufstiegssaison 17 Spiele, ist aber bei Trainer Miron Muslic außen vor. Zweimal saß er auf der Bank. Er ist mit seiner Situation sehr unzufrieden, und wechselte kürzlich die Berateragentur. Künftig wird er von Rogon vertreten, der Agentur von Roger Wittmann. Das ist meist ein Zeichen dafür, dass ein Profi bei der Vereinssuche neue Impulse braucht. Gerade in der 2. Bundesliga hat Poraths Name einen guten Klang.
Anton Donkor (28): Er ist der größte Transferflop aus der Amtszeit des ehemaligen Kaderplaners Ben Manga. Manga hatte den Linksverteidiger mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet, der im Sommer 2027 endet. Donkor gehörte von 2024 bis 2026 zu den Top-Verdienern. Unter Miron Muslic ist er allerdings Dauer-Trainingsgast in der U23. Immer mal wieder gab es Anfragen, eine Einigung gab es bisher nie. Laut Sport Bild hatten zuletzt die Go Ahead Eagles Deventer und der KVC Westerlo Interesse gezeigt.
Tomas Kalas (33): Der Innenverteidiger hat einen bis Sommer gültigen, gut dotierten Vertrag, den er von Manga erhalten hatte, als er Abwehrchef und dritter Kapitän der Königsblauen war. Muslic schickte den dauerverletzten Kalas in der Sommerpause 2026 zur U23. Dort trainiert er mit – mehr nicht. Ein Abgang wäre für alle Beteiligten eine Erlösung. Dass Kalas aber noch einmal einen solchen Top-Vertrag unterschreibt, ist eher unwahrscheinlich. Deshalb ist es gut möglich, dass er bis Sommer bleibt.
Max Grüger (21): Im Sommer 2025 wurde der Sechser noch von Muslic in den Schalker Mannschaftsrat berufen, doch er hat schwierige anderthalb Jahre hinter sich. Oft fehlte er verletzt, bei den Profis war er kaum gefragt, trainierte zuletzt nur noch in der U23. Schalke strebt eine Leihe an. Das ist möglich, da sein Vertrag bis 2028 gilt. Ein Ortswechsel soll seiner Karriere, so ist der interne Plan, neuen Schwung geben.
Auch die Verträge von Hasan Kurucay, Janik Bachmann, Ron Schallenberg und Bryan Lasme enden im Sommer 2027. Kurucay und Schallenberg sind gesetzt. Bachmann und Lasme würde Schalke bei einem Angebot keine Steine in den Weg legen. Aber sie kann Muslic durchaus noch gebrauchen.