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Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat beim Thema Max Eberl kritische Aussagen über Aufsichtsratskollege Karl-Heinz Rummenigge getätigt.
Im Interview mit der Welt am Sonntag betonte Hoeneß, dass ihm die Entscheidung Rummenigges, seine Enthaltung in der Abstimmung über die Ende August verkündete Vertragsverlängerung von Sportvorstand Max Eberl öffentlich zu machen, missfiel. "Ich finde es schade, dass er das öffentlich gesagt hat, das war nicht notwendig", sagte Hoeneß in Richtung seines langjährigen Weggefährten. "In dieser Sache haben wir unterschiedliche Meinungen."
Nachdem zuvor bereits über eine Enthaltung Rummenigges berichtet worden war, bestätigte der frühere Vorstandsboss des FCB Ende September bei der Abendzeitung: "Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich bei der Verlängerung mit Max mit 'Nein' stimmen soll. Erst im Verlauf der Sitzung habe ich mich entschieden, mich zu enthalten."
Hoeneß betonte derweil, dass sein Verhältnis zu Rummenigge dennoch "völlig intakt" sei. "Es ist sogar besser als je zuvor", so der 74-Jährige. Durchaus einen Beigeschmack bekommt Hoeneß' Kritik, da er selbst vor einigen Monaten öffentlich Zweifel an Eberl säte. So sorgte beispielsweise eine Aussage des Ehrenpräsidenten rund um das DFB-Pokalfinale im Mai für Aufruhr, als er trotz der erfolgreichen vergangenen Saison und der erfreulichen sportlichen Entwicklung seit Eberls Amtsantritt im Frühjahr 2024 meinte, die Tendenz bezüglich dessen Zukunft liege lediglich bei "60 zu 40 für eine Verlängerung".
Nun erklärte Hoeneß dazu: "Ich war auch eine Zeitlang kritisch mit Max, beispielsweise fühlten wir uns nicht gut informiert und einige Verträge waren uns zu teuer." Eine Aussprache mit Eberl, an der auch Rummenigge und Präsident Herbert Hainer beteiligt gewesen seien, habe jedoch die Wogen geglättet. "Max hat seither einen guten Job gemacht und die richtige Entwicklung genommen", lobte Hoeneß.
Eberl hatte sich derweil schon rund um Hoeneß' Zweifel-Aussagen vom Pokalfinale diplomatisch gegeben. "Wenn man zweifelt, ist das legitim, das darf man, dann redet man darüber und schaut, wie es in Zukunft weitergeht", sagte er seinerzeit der ARD. Der neue Vertrag des 53-Jährigen läuft bis 2029.
Uli Hoeneß ist hochzufrieden mit der Arbeit von Trainer Vincent Kompany und unterstrich das nun auch mit seinen Aussagen über den Belgier in besagtem Interview.
Er könne sich "derzeit keinen besseren Trainer vorstellen. Neulich habe ich Vincent gesagt, dass wir seinen Vertrag eigentlich jetzt schon verlängern müssten, obwohl sein aktueller bis 2029 gilt", betonte Hoeneß. "Wenn er morgen auf uns zukäme und das möchte, würde ich persönlich das sofort machen."
Kompany hatte Bayern im Sommer 2024 übernommen und seither für eine sehr positive Entwicklung an der Säbener Straße gesorgt. Zweimal gewann der FCB unter dem ehemaligen Weltklasseverteidiger souverän den Meistertitel, zudem vergangene Saison erstmals nach sechs Jahren Durststrecke den DFB-Pokal. In der Champions League scheiterten die Bayern derweil 2025/26 erst im Halbfinale knapp am späteren Sieger Paris Saint-Germain.
Erst im Oktober vergangenen Jahres hatte Kompany bei den Münchenern erstmals verlängert und bis 2029 unterschrieben. Seinerzeit gab es Berichte, wonach sich unter anderem Manchester City, wo Kompany einst jahrelang spielte, zuvor schon bei dem 40-Jährigen in Stellung gebracht hatte.
Derzeit macht Kompanys Gesundheitszustand Sorgen. Der Bayern-Coach, den zuletzt eine Virus-Infektion plagte, war am Freitagnachmittag zusammengebrochen, während er beim Training der zweiten Mannschaft zuschaute. Kompany wurde daraufhin in ein Münchener Krankenhaus gebracht, dort werde er "eingehend untersucht und in medizinischer Obhut bleiben. Bis auf Weiteres regelt sein Trainerteam den Trainings- und Spielbetrieb", teilte der FCB mit.
Mittelfeldspieler Joshua Kimmich steht dem FC Bayern München wohl auch im Bundesliga-Topspiel beim SC Freiburg am Sonntag nicht zur Verfügung.
Wie Sky berichtet, fehlt Kimmich wegen eines Trauerfalls in der Familie weiterhin. Schon im Champions-League-Spiel gegen den FC Arsenal unter der Woche stand der 31-Jährige deshalb nicht im Kader.
Ehrenpräsident Uli Hoeneß will nicht ausschließen, dass Bayern Münchens Torhüter Manuel Neuer seine Karriere auch nach Ablauf seines Vertrages kommenden Sommer fortsetzt.
"Das warten wir ab. Man kann jetzt noch gar nicht sagen, wie die Saison läuft und ob Manuel fit bleibt. Gleichzeitig kann man ihm ja nicht vorschreiben, dass er mit dem Fußballspielen aufhören soll", sagte Hoeneß der Welt am Sonntag. Neuer habe "enorme Verdienste für den Klub, ich habe nicht vergessen, was wir mit ihm seit 2011 erlebt und gewonnen haben."
Gemeinhin gilt als wahrscheinlich, dass Neuer mit dann 41 nach Beendigung der laufenden Spielzeit aufhört. Wie zuletzt der kicker berichtete, wollen Bayerns Verantwortliche möglicherweise schon in der November-Länderspielpause, spätestens aber rund um den Jahreswechsel mit Neuer und auch der Nummer drei Sven Ulreich (auch dessen Vertrag läuft 2027 aus) sprechen. Dann soll geklärt werden, ob das Duo noch einmal ein Jahr dran hängt oder nicht.
Mit Jonas Urbig wird Neuers Nachfolger bereits aufgebaut, der 23-Jährige erhält derzeit schon regelmäßig Spielzeit. "Jonas Urbig wird diese Chance kriegen. Darauf sind alle beim FC Bayern eingestellt", unterstrich Hoeneß.
Dass die Bayern-Ultras im Stadtderby der zweiten Mannschaft des FCB bei 1860 München am vergangenen Wochenende Bengalos zündeten, kommt dem Team von Trainer Dante wohl teuer zu stehen.
Einem Bericht der Bild zufolge belegt der Bayerische Fußball-Verband die Zweitvertretung des Rekordmeisters unter anderem mit einem Punkt Abzug in der Regionalliga Bayern. Zudem werde der FCB zu einer Geldstrafe in Höhe von 15.000 Euro verdonnert, heißt es.
Nachdem 1860 beim 4:2-Sieg von Bayern II in der 51. Minute zum zwischenzeitlichen 2:3 aus Löwen-Sicht getroffen hatte, war in der FCB-Kurve ein Pyro-Wahnsinn ausgebrochen. Eine rund vierminütige Spielunterbrechung war die Folge.
Der Punktabzug wäre umso bitterer, da Bayern II jeden Zähler braucht, um nach schwachem Saisonstart möglicherweise doch noch ein Wörtchen um den Aufstieg in die 3. Liga mitzusprechen. Aktuell liegt die Dante-Elf als Tabellenzwölfter zwar 14 Punkte hinter Spitzenreiter FC Memmingen, allerdings hat man auch drei Spiele weniger absolviert als die Memminger und könnte bei einer Siegesserie noch einmal nach oben schielen.
Die für Samstag angesetzte Partie gegen DJK Vilzing wurde derweil abgesagt. Hintergrund ist laut Bild der Zusammenbruch von FCB-Trainer Vincent Kompany, der sich am Freitag während des Trainings der zweiten Mannschaft ereignete. Viele der Anwesenden standen hätten "unter Schock" gestanden.
Datum |
Wettbewerb |
Spiel |
Sonntag, 25. Oktober (17.30 Uhr) |
Bundesliga |
SC Freiburg vs. FC Bayern |
Mittwoch, 28. Oktober (20.45 Uhr) |
DFB-Pokal |
FC Bayern vs. 1. FC Magdeburg |
Samstag, 31. Oktober (18.30 Uhr) |
Bundesliga |
FC Bayern vs. Borussia Dortmund |
Dienstag, 3. November (21 Uhr) |
Champions League |
Atletico Madrid vs. FC Bayern |
Bundesliga |
Mainz 05 vs. FC Bayern |