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Mexiko-Stadt (Mexiko) - Der historische Grand Prix von Mexiko, die schnelle Rennstrecke und das legendäre Stadion "Foro Sol". In dieser Szenerie kürte sich der Italiener Kimi Antonelli (20) zum jüngsten Formel-1-Weltmeister jemals. Doch ein Unfall überschattete die ausgelassene Stimmung und ließ Fahrer und Fans zwischenzeitlich um die Gesundheit von Cadillac-Pilot Valtteri Bottas (37) sorgen.
Punkt 21 Uhr deutscher Zeit schalteten am gestrigen Sonntag die Ampeln über dem Autódromo Hermanos Rodríguez auf Rot. Dann hieß es "Lights out and away we go!", für die 22 Fahrer im Grid. Doch in Runde 47 von 71 schwenkten die Streckenposten plötzlich die rote Flagge – das Rennen wurde unterbrochen!
Grund dafür war ein besonders schwerer Unfall des erfahrenen Cadillac-Fahrers Valtteri Bottas. Den Zuschauern im Stadion und vor den Fernsehbildschirmen blieb der Atem weg, Sky Deutschland wollte die heftigen Bilder zunächst gar nicht zeigen.
Normalerweise geben F1-Piloten kurz nach dem Crash ein Zeichen über das Teamradio und steigen selbstständig aus, um zu zeigen, dass alles in Ordnung ist – anders bei Bottas. Zwar fingen die Kameras ein, wie er sein Lenkrad aus dem Auto legte, doch danach schalteten sie weg. Der Finne blieb im Auto sitzen und Notärzte rannten zu dem Wagen, der vom Aufprall sichtlich deformiert war.
Währenddessen gaben die Sky-Kommentatoren Sascha Roos (54) und Ralf Schuhmacher (51) erste Infos zum Crash. Die beiden sprachen von einer Geschwindigkeit von 300 Kilometern pro Stunde und einer Kraft von 20G, die auf den Fahrer gewirkt haben soll!
Einige Minuten später dann die erhoffte Entwarnung: Bottas ging es den Umständen entsprechend gut und machte sich auf den Weg ins Medical Center.
Und endlich sahen die Zuschauer, wie es zu dem Unfall gekommen ist: In der Rückblende sieht man den Finnen, wie er die lange Gerade auf Kurve 1 entlang gerast ist – hier erreichen die Fahrer teilweise Geschwindigkeiten von mehr als 350 Kilometern pro Stunde!
Als der Cadillac-Pilot gerade anbremsen wollte, brach dann plötzlich die Radaufhängung des linken Vorderrads ohne Fremdeinwirkung weg!
Der ehemalige Teamkollege von Lewis Hamilton (41) wurde vom Fahrer zum Mitfahrer und konnte nichts mehr tun, um den heftigen Aufprall zu verhindern – mit dem Heck voran bretterte er in die Tecpro-Barriere.
Ein technischer Fehler wie dieser kann in seltenen Fällen mal passieren, doch beim US-Team ist es bereits das zweite Mal, dass die Radaufhängung ihrer Boliden mitten im Rennen den Geist aufgegeben hat. Ende Mai dieses Jahres traf es Bottas' Teamkollegen Sergio Pérez (36) als dieser gerade in die Boxengasse einbiegen wollte. Auch hier brach die Aufhängung, ohne dass ein anderes Auto daran beteiligt war.
Anders als sein Teamkollege hatte Pérez Glück im Unglück und schaffte es, einen Unfall zu verhindern. Der Fakt, dass dieser Fehler bereits zum zweiten Mal bei einem Team innerhalb einer Saison aufgetreten ist, gibt vielen Fans und Experten zu denken.
Ralf Schumacher hielt es nach dem Unfall des Finnen für "unverantwortlich", dass Cadillac Pérez wieder auf die Strecke schickte.