Zurück
Novak Djokovics Weg zu den ATP Finals führt in Paris zunächst über Valentin Vacherot. Der Serbe steht im Jahresrennen auf Platz elf und benötigt beim Masters mindestens das Halbfinale, um seine Qualifikationshoffnungen aufrechtzuerhalten. Die Auslosung macht deutlich, dass schon der Beginn dieses Vorhabens anspruchsvoll wird.
Ein Halbfinaleinzug wäre dabei keine automatische Zusage für Turin. Auch die Ergebnisse der Konkurrenten spielen eine Rolle. Djokovic muss also zunächst seinen eigenen Beitrag leisten, bevor sich die Rechnung im Jahresrennen zu seinen Gunsten verändern kann. Die Aufmerksamkeit für mögliche spätere Gegner darf den Auftakt nicht verdecken.
Das bisher einzige Duell mit Vacherot verlor Djokovic 2025 in Shanghai. Damit trifft er nicht auf einen Gegner, dessen Gefahr nur aus der aktuellen Auslosung abgeleitet werden müsste. Es gibt bereits eine direkte Erfahrung, die einen konzentrierten Einstieg verlangt.
Diese Vorgeschichte entscheidet das neue Match nicht. Sie verhindert aber, dass die erste Runde lediglich als notwendiger Schritt zu prominenteren Namen im Tableau betrachtet werden kann. Für Djokovic beginnt der sportliche Wert des Turniers bei der konkreten Aufgabe vor ihm, nicht erst bei einem möglichen Viertelfinale.
Sollte er weiterkommen, könnte Luciano Darderi folgen. Der Italiener wird auf Weltranglistenplatz 21 geführt. Auch diese mögliche zweite Aufgabe unterstreicht, dass der Weg in Paris nicht allein über einzelne Spitzenduelle schwierig werden kann, sondern durch die Dichte der Gegner von Beginn an.
Später wären Begegnungen mit Alex de Minaur und Alexander Zverev möglich. Beide Paarungen hängen jedoch davon ab, wie sich der Turnierverlauf entwickelt. Die Setzliste beschreibt eine mögliche Route, während jeder Teilnehmer seinen Platz in der nächsten Runde zunächst gewinnen muss.
Für Djokovic entsteht daraus eine besondere Kombination: Er braucht einen tiefen Lauf, kann diesen aber nicht als ein einziges großes Ziel spielen. Jede frühe Runde verlangt eine vollständige Leistung. Der Abstand zu Turin wird nicht dadurch kleiner, dass er gedanklich bereits bei den Gegnern steht, die ihm das entscheidende Ergebnis ermöglichen könnten.
Das Pariser Turnier findet vom 2. bis 8. November statt, die ATP Finals folgen vom 15. bis 22. November. Zwischen beiden Veranstaltungen liegt damit wenig Raum für eine Korrektur. Für Djokovic zählt in Paris vor allem, aus der schwierigen Auslosung eine tatsächliche Siegesserie zu machen. Erst dann bekommt der Blick auf seine Konkurrenten im Jahresrennen die Bedeutung, die er sich erhofft.