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Im November personell gebeutelt zu Atlético Madrid zu müssen, das ist in etwa das fußballerische Äquivalent zu einem Zahnarztbesuch als Kassenpatient. Meint: Es war eine reichlich undankbare Aufgabe, die der FC Bayern München gestern in Spanien zu bewältigen hatte. Umso beeindruckender, dass der Rekordmeister das Team von Diego Simeone souverän mit 2:0 schlug – und das auch noch mit dessen ureigenen Waffen. Den Unterschied machten für die Bayern am Ende nämlich zwei sehr Atlético-typische Dinge. Erstens eine blitzsaubere Defensivleistung, die sich im bockstarken Dayot Upamecano manifestierte. Und zweitens der Mut zur unorthodoxen Lösung. So zeigte Lennart Karl nach einer knappen Stunde, wie sich selbst die „größten Rabauken im europäischen Fußball“ (Thomas Müller) überlisten lassen: Schlitzohrig stibitzte er die Kugel aus dem Rücken der Madrider Abwehrreihe und chippte den Ball zum 1:0 über die Linie. „Irgendwie so ein Arbeitertor“, fasste Konrad Laimer hinterher zusammen. Der hatte den Ball wenig später zum 2:0-Endstand dermaßen in die Maschen geprügelt, dass Jan Oblak wohl heute noch die Ohren schlackern. Und damit ist das Estadio Metropolitano für die Bayern ja vielleicht doch gar kein so unangenehmer Ort wie befürchtet. Und am liebsten möchten sie in dieser Saison ja ohnehin noch einmal vorbeikommen, nämlich zum Finale am 5. Juni. Weniger optimistisch dürften sie in der Hinsicht übrigens beim VfB Stuttgart sein. Das Team von Sebastian Hoeneß biss sich an Galatasaray Istanbul die Zähne aus und musste sich schlussendlich mit einer enttäuschenden 0:2-Niederlage abfinden.