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Gratkorn lässt das zweite Tor aus: Werndorf erkämpft sich ein verdientes 1:1
SK Werndorf

In der Unterliga Mitte lieferten sich der FC Gratkorn und der SK Werndorf ein spannendes Duell, das mit einem 1:1-Unentschieden endete.  Nach der Führung durch Rauscher in der 26. Minute durften die Gastgeber auf einen Heimsieg hoffen, verabsäumten es allerdings, ihren Vorsprung auszubauen. Werndorf steigerte sich nach dem Seitenwechsel und kam durch Leon Bytyqiin der 65. Minute zum Ausgleich. In einer offenen Schlussphase hatten beide Mannschaften noch die Möglichkeit, das entscheidende Tor zu erzielen. Gratkorns Trainer Alexander Pettinger sprach letztlich von einer gerechten Punkteteilung – auch wenn für seine Mannschaft mehr möglich gewesen wäre.

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Gratkorn mit Vorteilen vor der Pause

Die Begegnung entwickelte sich zunächst zu einem gefälligen Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Weder Gratkorn noch Werndorf blieb offensiv ohne Akzente, wobei die Gastgeber im Verlauf der ersten Hälfte zunehmend Vorteile verbuchten. Rauscher machte bereits mit einem Abschluss knapp neben das Tor auf sich aufmerksam, ehe er seine Mannschaft wenig später in Führung brachte.

In der 26. Minute gelang ihm das 1:0 für die Elf von Alexander Pettinger. Gratkorn blieb anschließend am Drücker, konnte aus dieser Phase jedoch keinen weiteren Treffer herausholen. Genau darin sah der Trainer rückblickend einen wesentlichen Grund dafür, dass es am Ende nicht zum erhofften Heimsieg reichte.

„Die besseren ersten 45 Minuten waren definitiv von uns. Wir haben das eine Tor gemacht, waren aber nicht bereit, das zweite Tor nachzulegen“, erklärte Pettinger. Mit der knappen Führung ging es in die Kabinen. Sie entsprach den Vorteilen der Hausherren, ließ Werndorf für den zweiten Abschnitt aber weiterhin alle Möglichkeiten.

Werndorf kommt stärker aus der Kabine

Für Gratkorn war die Marschroute zur Pause klar: Ein zweiter Treffer sollte folgen und der Partie eine deutlichere Richtung geben. Auf dem Platz entwickelte sich die Begegnung nach Wiederbeginn allerdings anders. Werndorf fand nun besser ins Spiel und übernahm über längere Zeitabschnitte die Initiative.

„Du nimmst dir relativ viel vor für die zweite Halbzeit. Das große Ziel ist, das zweite Tor nachzulegen, was wir definitiv nicht geschafft haben. Im Gegenteil: Werndorf ist besser herausgekommen“, schilderte Pettinger.

Nach seiner Einschätzung gehörten die ersten 25 bis 30 Minuten der zweiten Hälfte vermehrt den Gästen. Die Mannschaft von Trainer Christoph Maurer arbeitete damit am Ausgleich, während Gratkorn seinen Vorsprung verteidigen musste. Chancen gab es weiterhin auf beiden Seiten: Sowohl Werndorfs Schlussmann Thomas Paul als auch Gratkorns Torhüter Oliver Maier konnten sich mit gelungenen Paraden auszeichnen.

Bytyqi stellt auf 1:1

In der 65. Minute gelang Werndorf schließlich der Ausgleich. Leon Bytyqi traf zum 1:1 und brachte seine Mannschaft auch auf der Anzeigetafel zurück in die Begegnung. Gratkorns Führung, die seit der ersten Hälfte Bestand gehabt hatte, war damit dahin.

Der Treffer passte zum veränderten Kräfteverhältnis nach dem Seitenwechsel. Hatten die Hausherren vor der Pause mehr aus ihren Möglichkeiten machen können, belohnten sich nun die Gäste für ihre Steigerung. Für beide Mannschaften blieb anschließend ausreichend Zeit, um noch auf den vollen Erfolg zu spielen.

In der Schlussphase war die Partie völlig offen. Gratkorn und Werndorf fanden Möglichkeiten auf das 2:1 vor, die Entscheidung blieb jedoch aus. Auch die personellen Veränderungen auf beiden Seiten brachten keinen weiteren Treffer. Unter der Leitung von Schiedsrichterin Sabine Weissl blieb es beim 1:1.

Pettinger: „Es wäre mehr drinnen gewesen“

Die Bewertung des Gratkorner Trainers fiel entsprechend differenziert aus. Einerseits ärgerte ihn die verpasste Gelegenheit, schon vor der Pause deutlicher vorzulegen. Andererseits erkannte er die stärkere Phase des Gegners und die beiderseitigen Chancen im Finish an.

„Die letzten 15 bis 20 Minuten hätten beide Mannschaften die Chance auf das 2:1 gehabt. Keiner hat diese Chance genutzt. Zusammengefasst ist es über 90 Minuten ein gerechtes Unentschieden“, bilanzierte Pettinger. Sein Fazit zum eigenen Auftritt: „Es wäre mehr drinnen gewesen, wir haben es nicht genutzt.“

Nächstes Heimspiel gegen Hausmannstätten

Gratkorn hält nach elf Spielen bei 15 Punkten, Werndorf bei 17 Zählern. Für die Pettinger-Elf wartet am Freitag, 30. Oktober, um 19 Uhr das nächste Heimspiel gegen Hausmannstätten. Zeitgleich empfängt Werndorf den SVU Kumberg.

Gratkorn möchte in den verbleibenden Herbstpartien noch möglichst viele Punkte sammeln und mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen. Für das Frühjahr formulierte Pettinger bereits eine klare Richtung: Dann will seine Mannschaft wieder das vordere Tabellendrittel angreifen.

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