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52 Punkte! Luka Doncic mit erstem MVP-Statement in der NBA für die Los Angeles Lakers - Franz Wagner stürzt mit Gala im Schlussviertel die New York Knicks

Beim Auswärtserfolg der Los Angeles Lakers sorgt Luka Doncic für die bisherige Bestleistung der Saison. Franz Wagner führt die Orlando Magic mit einem spektakulären Schlussabschnitt zum Sieg.

LeBron James muss bei den Philadelphia 76ers in ungewohnter Rolle ran und kassiert glatt die erste Pleite. Die Minnesota Timberwolves setzen das nächste Ausrufezeichen in einer Nacht, die von viel Verletzungspech überschattet wird.

Die Highlights der NBA im Roundup.

NBA: Die Ergebnisse der Nacht auf einen Blick

Utah Jazz

Los Angeles Lakers

Brooklyn Nets

Indiana Pacers

109:136

New York Knicks

Orlando Magic

102:111

Oklahoma City Thunder

Los Angeles Clippers

108:101

Minnesota Timberwolves

Toronto Raptors

117:94

Philadelphia 76ers

Detroit Pistons

93:106

Sacramento Kings

Memphis Grizzlies

112:123

Los Angeles Lakers v Utah Jazz

Utah Jazz (1-2) - Los Angeles Lakers (3-0) 123:132

Das erste 50-Punkte-Piece der neuen NBA-Saison gehört Luka Doncic! Der slowenische Superstar feierte gegen die Jazz eine absolute Gala und markierte bei Spielende 52 Punkte (17/30 FG, 8/18 3FG, 10/11 FT). Hinzu kamen noch 8 Rebounds, 10 Assists bei vertretbaren 4 Turnovern.

Und die Monster-Statistiken waren alles andere als "empty stats". Schon in der ersten Hälfte glänzte "Luka Magic" in der Schlussphase und besorgte in einem offensiv geprägten Durchgang mit einem Stepback-Dreier kurz vor dem Buzzer das 74:71 und die erste Lakers-Führung seit dem 2:0 ganz zu Anfang. Die Jazz blieben jedoch auch in der zweiten Hälfte auf dem Gaspedal und führten auch im vierten Viertel immer wieder. Doch L.A. startete einen 14:5-Run, den Doncic mit Back-to-Back-Dreiern krönte, um den dritten Sieg im dritten Spiel einzutüten.

Im Schatten Doncics machte Backcourt-Partner Austin Reaves seine Sache mit 29 Zählern auch mehr als ordentlich. Aus der Starting Five von Head Coach JJ Redick scorten Matisse Thybulle (11) und Ziaire Williams (11) ebenfalls zweistellig, gleiches gelang Collin Sexton von der Bank (13). Neuzugang Walker Kessler konnte derweil seine beiden starken Scoring-Abende zum Auftakt (26 und 22) bei seiner ersten Rückkehr nach Utah nicht bestätigen und sammelte nur 2 Punkte und 7 Rebounds.

Die Jazz, die zwischenzeitlich mit 18 Punkten in Führung lagen, konnten am Ende mit dem starken Shooting der Lakers (42,6 3FG%) nicht mehr mithalten. Nr.2-Pick Darryn Peterson kam nur auf 8 Zähler (4/13 FG, 0/4 3FG). Lauri Markkanen führte seine Farben mit 28 Punkten an, Keyonte George (24 PTS, 9 REB, 10 AST) flirtete intensiv mit einem Triple Double, Ace Bailey schnappte sich ein Double Double (17 PTS, 12 REB, 6 OR) und Jaren Jackson Jr. verbuchte 20 Punkte.

Orlando Magic v New York Knicks

New York Knicks (0-3) - Orlando Magic (1-2) 102:111

Der Fehlstart des Meisters ist perfekt und die Knicks verlieren auch das dritte Spiel. Ausschlaggebend dafür war Franz Wagner, obwohl er im Madison Square Garden erstmal seinen ganz persönlichen Fehlstart hinlegte.

Der Welt- und Europameister traf zunächst nur einen von zehn Würfen aus dem Feld und hatte mit einer mickrigen Ausbeute von 2 Punkten großen Anteil daran, dass die Magic mit einem 71:75-Rückstand ins letzte Viertel gingen. Doch dann drehte Wagner phänomenal auf! Ohne den verletzten Co-Star Paolo Banchero riss Franz die Partie in den letzten zwölf Minuten an sich, spielte durch und erzielte 21 Zähler (8/13 FG) im Schlussabschnitt. Insgesamt kam der Forward auf 23 Punkte (9/23 FG, 0/3 3FG, 5/5 FT), 13 Rebounds (Career High) und 9 Assists.

DBB-Kollege Tristan da Silva machte seine Sache von der Bank aus kaum schlechter und kam auf 19 Zähler (4/9 3FG). Zwischen die beiden Deutschen quetschte sich an diesem Abend in der internen Scorerliste allerdings noch Desmond Bane (22, 4/9 3FG). Anthony Black, der die ersten beiden Partien mit Knöchelproblemen verpasst hatte, fügte sich mit 18 Punkten und 5 Assists direkt gut ein. Das wird er allerdings auch müssen, denn das traditionelle Verletzungspech der Magic geht auch schon früh in dieser Spielzeit immer weiter: Jalen Suggs verdrehte sich kurz vor Ende das Knie. Eine genaue Diagnose steht derzeit noch aus.

Bei den Knicks herrschte auf der anderen Seite auch ganz ohne Verletzungssorgen mächtig schlechte Stimmung. "Spiele wie dieses zeigen uns, dass unser Spiel einfach mies ist. Das ist es wirklich", analysierte Meistercoach Mike Brown auf der Pressekonferenz ehrlich und direkt. "Das Wichtigste ist es, sie zu coachen und ihnen die Wahrheit zu sagen", beschrieb er seinen aktuellen Job weiter.

Die Wahrheit sprach auch Jalen Brunson aus, der die späten Turnover als Grund für die Pleite ausmachte. Acht von 14 Ballverlusten erlaubten sich die Knickerbocker in den letzten zwölf Minuten. Brunson war insgesamt für drei Turnover verantwortlich und haderte zudem mit seinem Dreier (1/7 3FG). Trotzdem war er mit 28 Punkten noch bester Scorer seines Teams. Karl-Anthony Towns (0/4 3FG, 4 TO) und OG Anunoby kamen jeweils auf 22 Zähler.

Brooklyn Nets (0-3) - Indiana Pacers (2-1) 109:136

Nach dem ersten Viertel durften die Nets noch von ihrem ersten Saisonsieg träumen (26:24), doch danach liefen die Pacers immer heißer und heißer. Als der finale Buzzer ertönte hatte Indiana 58 Prozent der Versuche getroffen und 49 Prozent der Dreier durch die Reuse geschweißt. Dabei ließ sich die Truppe von Head Coach Rick Carlisle auch nicht von den Sorgen um Ivica Zubac aufhalten. Der Center hatte sich schon in der Anfangsphase den Knöchel verdreht und kehrte nicht mehr zurück.

Dafür umso schöner aus Pacers-Perspektive: Tyrese Haliburton erfreut sich bester Gesundheit. Der Point Guard erinnerte nicht nur statistisch wieder an die Zeit vor seinem Achillessehnenriss (24 PTS, 8/13 FG, 4/7 3FG, 4 REB, 10 AST), sondern lieferte voller Vorfreude auch einen Alley Oop Dunk, den er sich selbst vorbereitete.

Im Scoring durfte er sich über die Unterstützung von Pascal Siakam (21) freuen. Auch die Bank wollte ihren Anteil haben und insbesondere Obi Toppin (16), Kelly Oubre Jr. (14) und Jay Huff (14) machten auf sich aufmerksam.

Immerhin galt das mit schwarz-rot-goldener Brille auch bei den Nets, für die Ersatzmann Moritz Wagner mit 13 Punkten (5/8 FG, 2/2 3FG) genauso viele Punkte sammelte wie in seinen ersten beiden Auftritten zusammengerechnet. Übertroffen wurde der DBB-Star nur von Josh Minott (15) und Nolan Traore (17), die ebenfalls von der Bank kamen.

Los Angeles Clippers v Oklahoma City Thunder

Oklahoma City Thunder (3-0) - Los Angeles Clippers (1-2) 108:101

OKC bleibt weiterhin ungeschlagen, doch der Erfolg gegen die Thunder steht im Duden als Beispiel für einen Pyrrhussieg. Bereits im ersten Viertel mussten Cason Wallace (Schulterprobleme) und Jaylin Williams (Schmerzen im Handgelenk) ihren Arbeitstag frühzeitig beenden.

Der größte und schwerste Schock ereignete sich jedoch kurz vor Ende: Jalen Williams zog zum Korb, wurde von Derrick Jones Jr. per Foul abgeräumt und landete ganz, ganz unglücklich auf seinem Bein. Allen Spielern und Fans in nächster Nähe war der Schock anzusehen. Williams' Fuß stand in einem unnatürlichen Winkel ab. "J-Dub" zeigte dem Publikum am Ende zwar zwei Daumen hoch, doch wurde dabei mit einer Trage abtransportiert.

Aufgrund des wohl langfristigen Verlusts seines Co-Stars konnte sich Shai Gilgeous-Alexander auch kaum freuen, dass er sich nach dem kürzlichen Ende seiner historischen 20-Punkte-Serie mit 34 Punkten (13/26 FG, 1/5 3FG, 7/8 FT) eindrucksvoll zurückmeldete. Auch Ajay Mitchell scorte stark von der Bank und kam auf 18 Zähler. Isaiah Hartenstein markierte dank 12 Punkten und 12 Rebounds (4 OR) ein Double Double.

Die Clippers hielten die gesamte Partie gut mit und kamen drei Minuten vor dem Ende noch einmal auf einen Punkt heran, doch schafften es nicht nochmal, die Partie zu drehen. Bester Mann für Los Angeles war Darius Garland (16 PTS, 11 AST). Brook Lopez und Kris Dunn verbuchten jeweils 15 Punkte. Rookie Keaton Wagler füllte den Boxscore mit 11 Zählern, 5 Rebounds und 4 Assists, hatte jedoch kaum Wurfglück (2/7 FG, 1/4 3FG). Rui Hachimura geht es derzeit genauso (5, 2/11 FG, 1/6 3FG).

Toronto Raptors v Minnesota Timberwolves

Minnesota Timberwolves (3-0) - Toronto Raptors (2-1) 117:94

Gelungener Heimauftakt für die Timberwolves, die auch in Minnesota nicht gestoppt werden können. Das gilt insbesondere für Anthony Edwards, der für seine 26 Punkte (10/18 FG) nur 27 Minuten brauchte. LaMelo Ball kam aufgrund von frühen Foulproblemen vor seinen neuen Fans sogar nur für etwas mehr als eine Viertelstunde zum Einsatz, doch lief trotzdem direkt von draußen heiß (4/5 3FG) und trug 15 Punkte sowie 8 Assists in den Boxscore ein.

Viel Zeit mussten die Stars an diesem Abend allerdings nicht auf den Court verbringen. Mit einem starken dritten Viertel (35:15) machten die Wolves rechtzeitig alles klar. Minnesota hat die ersten drei Spiele nun mit 25, 22 und 23 Punkten Vorsprung gewonnen und den Gegner jeweils unter 100 Punkten gehalten. Gegen die Raptors halfen dabei erneut starke Defense, starkes Rebounding (49:34) und starkes Shooting (48,4 3FG%). Rudy Gobert traf aus dem Zweierbereich perfekt (4/4 FG), von der Freiwurflinie eher weniger (0/4 FT). Dafür schnappte sich der Franzose 13 Boards.

Die Raptors mussten aufgrund von Knieproblemen auf Kawhi Leonard verzichten. Wer hoffte, dass Scottie Barnes in seiner Abwesenheit das Scoring übernehmen könnte, erlebte ein böses Erwachen. Der Forward beendete die Partie mit 0 Punkten (0/12 FG, 0/5 3FG). Mit Jakob Pöltl legte auch noch ein zweiter Starter eine Nullnummer hin, sodass Ja'Kobe Walter (22), RJ Barrett (20) und Immanuel Quickley (19) den offensiven Laden schmeißen mussten.

Detroit Pistons v Philadelphia 76ers

Philadelphia 76ers (3-1) - Detroit Pistons (3-0) 93:106

Erste Pleite für die Sixers, die LeBron James nach fünf Jahren erstmals wieder als Starting-Center aufs Parkett schickten. Der Philly-Frontcourt war schon vor Saisonstart nach der schlimmen Verletzung des deutschen Big Ariel Hukporti gehörig ausgedünnt. Jabari Walker und Tacko Fall fehlen ebenfalls, während es dann am Sonntag auch noch Dominick Barlow erwischte. Der eigentliche Starter auf der Fünf, Joel Embiid, fehlte offiziell beim Back-to-Back aufgrund einer Plantarfasziitis. Zudem mussten die ersatzgeschwächten 76ers im Backcourt auch noch auf VJ Edgecombe verzichten.

Die Pistons hatten mit der neuformierten Truppe wenig Probleme, setzten sich im ersten Viertel früh ab (34:22) und lagen über die gesamte Partie keine einzige Sekunde in Rückstand. Tyrese Maxey stemmte sich mit 29 Punkten (11/24 FG) noch am meisten gegen die Pleite. LeBron (18) und Jaylen Brown (16) waren im Scoring noch seine größten Hilfen. Brown fabrizierte jedoch auch eine Menge Backsteine (5/20 FG, 2/6 3FG 4/8 FT). Immerhin war er in bester Gesellschaft und die Mannschaft von Nick Nurse traf gerade einmal ein Viertel der Dreier (7/27 3FG) und bekleckerte sich auch von der Freiwurflinie nicht mit Ruhm (14/23 FT).

Detroit traf zwar ebenfalls kaum mehr als 60 Prozent der Freiwürfe, dafür aber doppelt so viele Dreier. Dafür war vor allem Scharfschütze Duncan Robinson (5/9 3FG) verantwortlich, der insgesamt 21 Zähler verbuchte. Übertroffen wurde er nur von Cade Cunningham der ohne Co-Star Jalen Duren, der mit einer Oberschenkelverletzung mindestens zwei Wochen ausfallen wird, wieder einmal ein buntes Potpourri an Zahlen in den Boxscore schreiben ließ (26 PTS, 8 REB, 8 AST, 2 STL, 2 BLK).

Für den ebenfalls fehlenden Ausar Thompson (Knöchel) rückte Danniss Jenkins erfolgreich (18 PTS, 8 REB, 6 AST) in die Starting Five. John Collins markierte 16 Punkte.

Sacramento Kings (0-3) - Memphis Grizzlies (3-0) 112:123

Ty Jerome hat diese Saison ganz offensichtlich ganz Großes vor! Wer dachte, dass die 45-Punkte-Show gegen die Jazz zum Auftakt eine Eintagsfliege war, hat sich getäuscht. Gegen die Warriors hatte der Spielmacher zuletzt mit 28 Zählern zwar "geschwächelt", doch jetzt folgten gegen die Kings noch einmal 31 Punkte (8/17 FG). Dass Jerome Probleme von draußen hatte (1/6 3FG), löste er einfach mit Trips an die Linie (14/14 FT).

Auch Rookie Cameron Boozer hatte nicht immer den besten Touch (6/21 FG), doch stand am Ende trotzdem bei 16 Zählern, 11 Rebounds und 4 Assists. Jaylen Wells brachte es auf die gleiche Punkteausbeute. Cedric Coward kam auf 15 Punkte, während Zach Edey geschont wurde.

Die Kings konnten Mitte des Schlussviertels zunächst noch auf 106:106 ausgleichen, kassierten jedoch im Anschluss direkt den vorentscheidenden 11:0-Lauf. Bei Sacramento zeigte Zach LaVine seinem Rookie Darius Acuff Jr., wozu der Routinier in der Lage ist, wenn er sich selbst das grüne Licht gibt. LaVine nahm sich 25 Würfe für 37 Zähler. Acuff Jr. nahm hingegen so wenig Versuche wie noch nie in seiner jungen NBA-Karriere - 23 Würfe. Viel fallen wollte dabei jedoch nicht (22 PTS, 9/23 FG, 2/9 3FG). Domantas Sabonis (15 PTS, 15 REB) und Precious Achiuwa durften sich bei den noch immer sieglosen Kings immerhin über ein Double Double freuen.

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