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hat den starken Eindruck vom Trainingsfreitag beim Großen Preis der USA in Austin bestätigt. In den Longruns des zweiten Freien Trainings gehörte der Ferrari-Pilot zu den schnellsten Fahrern und lag in der reifen- und stintlängenbereinigten Auswertung an der Spitze.
Damit liegen alle vier Topteams relativ dicht beieinander. Wer tatsächlich der Favorit für das restliche Wochenende ist, lässt sich nach diesem Trainingsfreitag noch nicht seriös bestimmen. Für Ferrari war es insgesamt ein vielversprechender Tag. Besonders im letzten Sektor hinterließ die Scuderia einen starken Eindruck.
Dort warten enge und langsame Kurven, in denen Traktion und ein guter Umgang mit den Reifen entscheidend sind. Wer zu Beginn der Runde zu viel aus den Pneus herausholt, kann im letzten Abschnitt dafür bezahlen. Ferrari scheint diese Herausforderung gut gemeistert zu haben. In den schnellen Runden zeigte sich allerdings auch eine Schwäche: Im ersten Sektor fehlte Ferrari etwas Zeit.
Möglich, dass die Scuderia dort bewusst nicht das letzte Risiko einging, um die Reifen für die langsameren Kurven am Ende der Runde zu schonen. Fest steht, dass Leclerc sowohl auf eine Runde als auch über längere Distanzen einen starken Eindruck hinterließ. Für Teamkollege Hamilton verlief der Freitag dagegen deutlich schwieriger. Der Brite verlor in den Longruns bereinigt 0,97 Sekunden pro Runde auf Leclerc und kämpfte nach eigener Rückmeldung am Funk mit fehlender Konstanz sowie dem Reifenverschleiß.
Auch in den Qualifying-Simulationen war er nicht auf dem Niveau seines Teamkollegen. Auffällig war dabei insbesondere der große Zeitverlust im zweiten Sektor, der im Wesentlichen von der langen Geraden geprägt wird. Warum Hamilton dort im Vergleich zu Leclerc so viel Zeit einbüßte, ist von außen schwer zu erklären, schließlich waren die Sektoren eins und drei relativ ähnlich. Max Verstappen knüpfte in Austin an seine starken Leistungen der vergangenen Wochen an.
Der Red-Bull-Pilot war über die Sessions hinweg schnell und zeigte in den Longruns vor allem ein überzeugendes Reifenmanagement. Zwar stieg er langsamer in seinen Stint ein als Leclerc, konnte seine Rundenzeiten anschließend aber konstant halten. Das spricht dafür, dass Red Bull nicht nur auf eine schnelle Runde konkurrenzfähig sein könnte. Verstappen ist damit sowohl im Kampf um die Poleposition als auch für den Grand Prix am Sonntag ein ernst zu nehmender Kandidat.
McLaren ist schwieriger einzuschätzen. In den Qualifying-Simulationen sah das Team nicht ganz so überzeugend aus, über die längeren Distanzen zeigte Norris dafür eine starke Pace. Seine bereinigten Longrun-Zeiten lagen nur 0,08 Sekunden pro Runde hinter Leclerc und Verstappen. Racing Bulls im Mittelfeld vorne - Audi mit Rückstandlag in der bereinigten Longrun-Auswertung rund 1,13 Sekunden pro Runde hinter der Spitze.
Auch Alpine wirkte konkurrenzfähig und könnte im Kampf um die Punkte eine Rolle spielen. . Insgesamt konnten die beiden die Pace von Racing Bulls und Alpine in den Longruns nicht mitgehen. Haas zeigte sich solide, lag mit rund 1,92 Sekunden Rückstand pro Runde aber ebenfalls deutlich hinter der Mittelfeldspitze.
Für Williams und Aston Martin fiel die Bilanz noch schlechter aus. Williams fehlten 2,33 Sekunden pro Runde, Aston Martin 2,15 Sekunden. Cadillac bildete mit 3,11 Sekunden Rückstand das Schlusslicht der bereinigten Longrun-Auswertung. Neben der reinen Pace bleibt auch die Strategie eine offene Frage.
Der Reifenverschleiß war in den Longruns weder außergewöhnlich hoch noch besonders niedrig. Gerade auf den Soft-Reifen war jedoch zu erkennen, dass die Performance ab etwa Runde sechs bis sieben eines Stints spürbar nachließ. Auch die anderen Mischungen bauten ab. Dass Norris auf dem harten Reifen eine konkurrenzfähige Pace zeigte, könnte deshalb für die Strategie am Sonntag relevant werden.
Vor dem Wochenende schien eine Einstoppstrategie mit Soft und Medium durchaus möglich. Nach den Eindrücken aus dem zweiten Freien Training ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass zwei Stopps attraktiver werden. Dabei spielt auch die Entwicklung der Strecke eine Rolle. Im Laufe des Wochenendes kommt mehr Grip hinzu, was den Reifenverschleiß verringern kann.
Der erste Stint im Rennen wird deshalb zum wichtigen Gradmesser: Halten die Reifen, könnte eine Einstoppstrategie funktionieren.
0% freigerubbelt · 100 Pkt.
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