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RB verliert unglücklich gegen City: "Phantom" Haaland bringt Leipzig um den Lohn

RB Leipzig zeigte gegen Manchester City eine starke Leistung, musste am Ende einer unterhaltsamen Partie aber die erste Heimniederlage der Saison hinnehmen.

RB verlor am vierten Champions-League-Spieltag mit 2:3 (0:1) und hat damit weiterhin nur drei Punkte auf dem Königsklassen-Konto. Die "Skyblues" aus Manchester sind mit neun Punkten im Soll, brauchten an diesem Mittwochabend aber auch viel Glück.

Ein Eigentor von Castello Lukeba brachte Manchester City in Führung (37. Minute), Ridle Baku traf nach der Pause zum Ausgleich (49.). Enzo Fernandez (58.) und Antonio Nusa (61.) gelangen die weiteren Treffer. Den Schlusspunkt setzte schließlich mal wieder der zuvor fast gänzlich aus dem Spiel genommene Erling Haaland (78.).

Leipzig ist direkt gut im Spiel

Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste, Rayan Cherki wurde rechts am Strafraumrand gut freigespielt und zog sofort flach auf die linke Ecke ab, die Kugel ging aber knapp am Pfosten vorbei (8.). Bis RB sich mal aktiv bei City-Keeper Gianluigi Donnarumma anmelden konnte, dauerte es eine knappe Viertelstunde: Nusa zog von rechts nach innen und hielt einfach mal drauf: Den harten aber zentralen Schuss konnte Donnarumma nicht sauber parieren und hatte Glück, dass der Ball nicht glatt durch seine Hände ins Tor rutschte, sondern knapp über die Latte flog.

Leipzig war trotz zwischenzeitlich unter 30 Prozent Ballbesitz ordentlich im Spiel und agierte, wie ja in jedem Heimspiel der Saison bisher, sehr selbstbewusst. Gegen den Ball arbeitete die Mannschaft von Martin Demichelis diszipliniert und verzeichnete einige gute Ballgewinne im Mittelfeld, ohne aus den Umschaltmomenten aber gute Chancen kreieren zu können.

Man merkte den Gästen an, dass sie in der Liga zuletzt zwei Mal nacheinander verloren hatten, von großem Selbstvertrauen war nichts zu sehen. Erling Haaland hing vorne in der Luft und haderte sichtlich mit der Leistung seines Teams, das zudem Glück hatte, dass ein Schlenzer von Christoph Baumgartner nach einer knappen halben Stunde nur knapp rechts oben am Tor vorbei flog.

Lukeba trifft ins eigene Tor, Baku ins richtige

Der Zufall und Lukeba kamen City dann aber zu Hilfe: Nach einem langen Ball links in den Strafraum gab Nico O’Reilly die Kugel flach in die Mitte, dort hatte Lukeba eigentlich genug Zeit und Platz, um die Situation zu entschärfen, rutschte in vollem Lauf aber irgendwie in die Kugel und fabrizierte somit ein sehr unglückliches Eigentor (37.). Das Gegentor zeigte Wirkung, die Leipziger wirkten nicht mehr so präsent wie zuvor und gingen mit dem Rückstand auch in die Pause.

Ridle Baku schießt aufs Tor

In der hatte Martin Demichelis aber offenbar die richtigen Worte gefunden, denn RB kam mit viel Feuer aus der Kabine. Donnarumma musste erst eine gefährliche Nusa-Flanke entschärfen und dann gegen einen Baumgartner-Schuss sein ganzes Können auspacken und die Kugel aus dem Winkel holen (47.). Nicht annähernd so gut sah der Italiener aber zwei Minuten später aus. Brajan Gruda steckte auf den rechten Flügel auf Baku durch, Donnarumma spekulierte auf eine Flanke, doch Leipzigs Rechtsverteidiger schoss den Ball schlitzohrig aus schwierigem Winkel flach in die kurze und verwaiste Ecke zum verdienten Ausgleich (49.).

Nusa kontert den Fernandez-Kopfball

Leipzig war die bessere Mannschaft und ging auf das zweite Tor, aber die individuelle Klasse der Gäste war eben so hoch, dass die Gastgeber sich dabei defensiv keinen Fehler erlauben durften. Und als Iliman Ndiaye auf dem linken Flügel nicht energisch genug gestört wurde und eine Halbfeld-Flanke an den langen Pfosten brachte, waren Lukeba und David Raum nicht richtig orientiert und der einlaufende Fernandez köpfte aus kurzer Distanz zum 1:2 ein (58.).

RB ließ sich diesmal vom Gegentor aber nicht aus der Bahn werfen, sondern lief direkt wieder an: Nach starker Kombination über den eingewechselten Christopher Nkunku kam Nusa links im Strafraum an die Kugel und schweißte sie rechts unten neben dem Pfosten ein (61.).

"Phantom" Haaland entscheidet die Partie

Das Tempo und die Chancendichte der zweiten Hälfte gingen dann ein wenig herunter und die laufintensive Vorstellung der Leipziger schien nach und nach ihren Tribut zu fordern. Die Gäste waren erstmals in der Begegnung nun wirklich mehr am Drücker und belohnten ihre wohl beste Phase der Partie mit dem dritten Tor. Elliot Anderson marschierte rechts über den Flügel und brachte einen perfekt temperierten flachen Ball in Richtung des langen Pfostens wo Haaland, der bisher größtenteils unsichtbar gewesen war, nur in die Kugel rutschen musste (78.).

RB mobilisierte nochmal letzte Kräfte, Raum traf mit einem tückischen Freistoß aus dem Halbfeld die Querlatte (80.), aber zu mehr Großchancen reichte es nicht mehr. Stattdessen hätten die Gäste gegen komplett aufgerückte Leipziger mehrfach noch auf 4:2 stellen können, vergaben ihre Gelegenheiten aber allesamt.

"Extrem bitter, ich glaube wir haben über weite Strecken echt ein gutes Spiel gemacht und alles reingelegt (...) Bei so einem Spiel zuhause musst du mindestens einen Punkt mitnehmen", sagte Baumgartner nachher beim übertragenden Sender "DAZN". "Es war ein schwieriges Spiel, wie jedes Auswärtsspiel in der Champions League. Am Ende geht es darum, zu gewinnen und das haben wir geschafft. Sie sind ein gutes Team mit guten Spielern", analysierte Siegtorschütze Haaland gewohnt nüchtern.

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