Apex Scores Lite Apex Scores Lite flag
back Zurück
Red Bull: Fokus auf zwei Bereiche nach "positivem" Start ins Austin-Wochenende

Laut Max Verstappen war der Freitag in Austin kein schlechter Tag, während er und Technikchef Pierre Wache zwei Fokusbereiche in den USA ausmachen

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen beendete die Trainingssessions zum Großen Preis der USA (hier live im Ticker verfolgen) am Freitag auf den Rängen zwei und drei. In beiden Sessions lag der viermalige Weltmeister dabei weniger als zwei Zehntelsekunden hinter Charles Leclerc (Ferrari), der jeweils die Referenzzeit setzte.

Max Verstappen war am Freitag durchaus in Schlagdistanz Zoom

Red Bull sticht zwar nicht auf Anhieb so extrem aus dem Feld heraus wie beispielsweise in Malaysia, dennoch zeigt sich Verstappen mit den ersten Anzeichen des RB22 in Texas weitgehend zufrieden: "Es war ein positiver Start ins Wochenende. Diese Strecke ist nie einfach, wenn es darum geht, den richtigen Kompromiss zwischen den langsamen und den schnellen Kurven zu finden", sagte er.

"Die Bodenwellen machen es nur noch schwieriger, man versucht also, eine gute Balance im Auto zu finden und in einen Rhythmus zu kommen. Daran haben wir zwischen FT1 und FT2 gearbeitet. Es gibt noch etwas Feinarbeit an der Balance zu erledigen, aber es war ganz und gar kein schlechter Tag", so der Niederländer.

In der Praxis bedeutet das, dass die Teams an diesem Wochenende in zweierlei Hinsicht Kompromisse eingehen müssen. Angesichts des abwechslungsreichen Layouts des Circuit of The Americas betrifft der erste Punkt die Balance zwischen schnellen und langsamen Kurven.

In langsamen Kurven im Nachteil

Den GPS-Daten zufolge wirkt Red Bull in den schnellen Abschnitten konkurrenzfähig, weshalb Technikchef Pierre Wache sehr deutlich macht, wo der Hebel angesetzt werden muss: "Es ist ganz klar die Performance in den langsamen Passagen, auf die wir uns im Moment konzentrieren. Die langsamen Kurven sind für uns der Schlüssel."

Das schlägt sich auch in den Daten nieder. Vergleicht man die schnellsten Runden von Leclerc, Antonelli und Verstappen, sind die langsamsten Kurven der Strecke überwiegend rot eingefärbt - mit anderen Worten: Ferrari-Territorium.

Leclerc ist sowohl auf der Bremse als auch am Kurvenausgang von Kurve 1 bärenstark und zeigt dasselbe Muster in Kurve 11, der langsamen Linkskurve vor der langen Geraden.

Am Ende dieser langen Geraden - unmittelbar vor dem Bremspunkt - liegt Verstappen knapp ein Zehntel vor Leclercs Zeit, während Antonelli sogar mehr als zwei Zehntel Vorsprung hat. In den Kurven 12 bis 16, einem weiteren langsameren Streckenabschnitt, verliert Verstappen jedoch wieder spürbar an Boden.

Das Problem mit den Bodenwellen

Dies unterstreicht Waches Worte, wenngleich die Herausforderung in Austin nicht nur darin besteht, die richtige Balance zwischen verschiedenen Kurventypen zu finden. Mindestens genauso wichtig ist der Kompromiss zwischen echter Performance und einem Fahrzeug, das mit den Bodenwellen halbwegs gut zurechtkommt - Wellen, die Verstappen am Medien-Donnerstag noch als "inakzeptabel" und "außer Kontrolle" bezeichnet hatte.

"Das Auto reagiert so auf diese Bodenwellen, wie man es erwarten würde: Es springt extrem", sagt Wache auf die Frage, wie der RB22 mit den Streckenbedingungen umgeht.

"Die Strecke ist enorm uneben, besonders beim Anbremsen von Kurve 1. Da muss man sehr vorsichtig sein. Aber ja, das ist das Problem mit der Art von Set-up, die wir verwenden. Es ist zwar nicht mehr ganz so steif wie im letzten Jahr, aber auch nicht mehr weit davon entfernt. Das Auto schluckt die Bodenwellen hier einfach nicht besonders gut."

F1: Grand Prix der USA (Austin) 2026

Mit dem Begriff Set-up bezieht sich Wache nicht speziell auf die Abstimmungswahl von Red Bull, sondern auf die aktuelle Fahrzeuggeneration der Formel 1. In der Theorie sollten diese Autos über den Bodenwellen etwas komfortabler sein als die Ground-Effect-Boliden der letzten Jahre, doch Verstappen erklärte am Donnerstag, dass das Gegenteil der Fall ist.

Dank aktiver Aerodynamik und dem Straight Mode richten sich die Autos auf den Geraden leicht auf. Das begrenzt den Verschleiß der Unterboden-Planken (Skid Blocks) und gibt den Teams die Freiheit, die Grenzen bei der Fahrhöhe noch weiter auszureizen.

Die Folge: Beim Anbremsen und in den Kurven liegt das Auto extrem tief - genau in den Bereichen, in denen der Circuit of The Americas extrem uneben ist.

Laut Wache sind das Fahrverhalten über den Bodenwellen und die Performance in langsamen Kurven die zwei Hauptprioritäten für Red Bull im Hinblick auf das Qualifying.

Könnte Ihnen gefallen

Erste Bank Open: Alcaraz startet gegen Khachanov, Zverev muss gegen Landaluce ran

tennisnet vor 25 Minuten

Vettels Ferrari-Geheimnis: Was Schumacher damit zu tun hatte

oe24.at vor 1 Stunde

Handgelenksbruch stoppt Martin – Marquez neuer MotoGP-Leader

Südtirol News vor 2 Stunden

Max Verstappen gibt zu, dass eine Motorstrafe eine potenzielle Bedrohung in der F1-Saison 2026 da...

motorcyclesports.net vor 22 Stunden