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Während die Tennis-Stars über den vollen Kalender klagen, locken hohe Preisgelder: Jannik Sinner kassiert bei einem Showturnier sechs Millionen Dollar.
Die Debatte über die Überlastung der Tennis-Elite wird von Diskussionen über Preisgelder begleitet: Während zahlreiche Topspieler über den dichten Turnierkalender und kurze Regenerationszeiten klagen, nehmen viele Stars an Einladungsturnieren in der Winterpause teil – und verdienen sich eine goldene Nase dabei.
Besonders deutlich wird diese Konstellation beim Six Kings Slam in Saudi-Arabien: Der Italiener Jannik Sinner kassiert bei der Veranstaltung in Riad für gerade einmal drei Matches unglaubliche sechs Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Das ist mehr Preisgeld, als für einen Triumph bei Grand-Slam-Turnieren wie Wimbledon oder den US Open ausgeschüttet wird.
Das Event in Saudi-Arabien stößt auch wegen des Zeitpunkts auf Kritik. Die Veranstaltung wurde auf Ende Dezember terminiert und verkürzt damit direkt die ohnehin kurze Winterpause der Profis. Obwohl der fünfmalige Grand-Slam-Champion Sinner wegen Knieproblemen seit Wimbledon kein offizielles Match mehr bestritten und seine reguläre ATP-Saison vorzeitig beendet hatte, kündigte er sein Comeback für das Showturnier in Riad an.
ATP-Präsident Andrea Gaudenzi verteidigt die Struktur der regulären Tour und verweist darauf, dass die Reformen und Turniertage den Spielern höhere Einnahmen einbringen. Zudem mahnte die Tourführung an, dass die Profis ihre Turnierkalender und Pausenzeiten grundsätzlich eigenverantwortlich planen können.
Damit stehen die Forderungen nach einem schlankeren Kalender zum Schutz der Gesundheit im Kontrast zu den Antritts- und Preisgeldern bei Einladungsturnieren abseits der offiziellen Tour. Solange den Tennis-Stars jedoch ein derartiges Preisgeld bei Showturnieren winkt, wird sich an den Prioritäten mancher Spieler so schnell vermutlich nichts ändern. (seb)