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Fares Chaibi wurde bei Eintracht Frankfurt lange unterschätzt. Seine Körpersprache erinnerte sogar an Mesut Özil. Unter Adi Hütter zeigt der Algerier nun ein anderes Gesicht.
Frankfurt – Hängende Schultern, ein schlurfender Schritt und eine Körpersprache, die bisweilen wenig Begeisterung ausstrahlt: Fares Chaibi vermittelte bei Eintracht Frankfurt lange nicht den Eindruck eines besonders engagierten Spielers. Dabei täuscht das äußere Erscheinungsbild des 23-Jährigen. Unter Trainer Adi Hütter hat der algerische Nationalspieler inzwischen einen bemerkenswerten Wandel vollzogen.
Chaibis oft lethargisch anmutende Körpersprache erinnert dabei an den jungen Mesut Özil. Doch es mangelte dem Mittelfeldspieler keineswegs an Einsatzbereitschaft. Mit elf bis zwölf Kilometern pro Partie gehörte er schon zuvor zu den laufstärkeren Akteuren. Das eigentliche Problem: Seine spielerische Qualität brachte er nicht konstant genug auf den Platz.
Unter Hütter wirkt Chaibi inzwischen deutlich präsenter und zielstrebiger. „Fares ist in einer außerordentlich guten Verfassung. Er ist ein sehr fleißiger Spieler und hat in meinen Augen auch viel Qualität“, lobte der Eintracht-Trainer. Besonders die Veränderung abseits der rein spielerischen Fähigkeiten fällt dem Österreicher auf: „Wenn ich seine Mentalität und Körpersprache im Vergleich zu vorher sehe, gefällt sie mir viel besser.“
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Wie sehr Chaibi derzeit aufblüht, zeigte sich beim jüngsten 3:1-Erfolg gegen den Hamburger SV. Der Algerier war an zahlreichen gefährlichen Offensivaktionen beteiligt, bereitete den Führungstreffer vor und schlug die Ecke vor dem 2:1. Ein eigener Treffer blieb ihm nur knapp verwehrt. Sein vermeintliches Tor wurde wegen einer Abseitsstellung aberkannt, später scheiterte er mit einem Distanzschuss am Aluminium.
Trotz des Aufschwungs sieht Hütter bei seinem Schützling weiterhin Verbesserungspotenzial. Gerade im Training fehlt dem Offensivspieler gelegentlich die nötige Konzentration. Dann sucht der Trainer das persönliche Gespräch und macht seine Erwartungen deutlich: „Wenn du den nächsten Schritt gehen willst, dann musst du jeden Tag gut trainieren.“
Dass diese Ansagen Wirkung zeigen, dürfte Hütter gefallen. Chaibi, der zwischenzeitlich mehrfach als Verkaufskandidat galt, hat sich inzwischen in der Frankfurter Offensive festgespielt. Entscheidend ist dabei nicht allein seine spielerische Qualität, sondern zunehmend auch die Arbeit für die Mannschaft. Ob er seine Leistungen dauerhaft bestätigen kann, bleibt allerdings abzuwarten. (luh)