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Der FC Bayern muss weiterhin auf Cheftrainer Vincent Kompany verzichten. Der Belgier befindet sich nach seiner Hirnhautreizung noch immer in der Genesungsphase und kann seine Mannschaft derzeit nicht persönlich betreuen. Wie schwer dem 40-Jährigen die ungewohnte Auszeit fällt, hat Sportdirektor Christoph Freund nun verraten.
Während Kompany pausiert, übernimmt sein Assistent Aaron Danks die Verantwortung an der Seitenlinie. Der Engländer führte die Münchner zuletzt zu einem beeindruckenden 2:0-Auswärtssieg bei Atlético Madrid und sorgte damit für einen wichtigen Erfolg in der Champions League.
Doch wie intensiv beschäftigt sich Kompany während seiner Abwesenheit mit der Mannschaft? Im Gespräch mit Sky Austria gewährte Freund jetzt einen Einblick in die aktuelle Situation des Bayern-Trainers. Dabei wurde deutlich, dass die Verantwortlichen gemeinsam mit den Ärzten klare Absprachen getroffen haben.
„Es ist für ihn nicht einfach, sich aus allem herauszuhalten. Jeder, der Vinnie kennt, weiß, dass er ein Fußball-Verrückter ist“, erklärte Freund.
Kompany gilt als akribischer Trainer, der sich intensiv mit taktischen Details und der täglichen Arbeit seiner Mannschaft beschäftigt. Entsprechend ungewohnt ist es für den Belgier, derzeit nicht unmittelbar in die sportlichen Abläufe eingebunden zu sein.
Dennoch haben die Bayern bewusst entschieden, dass sich ihr Cheftrainer während seiner Genesung weitgehend aus dem Tagesgeschäft zurückziehen soll.
„Das haben wir alle gemeinsam so vereinbart, auch mit den Ärzten“, betonte der Sportdirektor.
Nach Angaben von Freund hält sich Kompany größtenteils an diese Vorgaben. Einen vollständigen Kontaktabbruch zwischen dem Trainer und dem Verein gibt es allerdings nicht.
„Er hält sich weitgehend daran, auch wenn es natürlich gelegentlich einen kurzen Austausch gibt“, verriet der Österreicher.
Besonders wichtig ist den Verantwortlichen offenbar, dass sich Kompany aktuell nicht mit sämtlichen sportlichen Einzelheiten beschäftigen muss. „Aber er ist wirklich nicht in die Details involviert, was in dieser Phase sehr wichtig ist“, stellte Freund klar.
Damit unterstrich der Sportdirektor, dass die Genesung des Cheftrainers derzeit oberste Priorität genießt. Wann Kompany wieder vollständig an die Seitenlinie zurückkehren kann, ließ Freund offen.
Umso wichtiger ist für die Münchner, dass Aaron Danks die Mannschaft in der Zwischenzeit erfolgreich betreut.
Der 40-jährige Engländer steht seit Kompanys Ausfall in der Verantwortung und konnte zuletzt insbesondere beim überzeugenden Auftritt gegen Atlético Madrid auf sich aufmerksam machen.
Freund zeigte sich mit der Arbeit des Interimstrainers entsprechend zufrieden. „Aaron macht einen wirklich guten Job. Er ist einfach ein großartiger Typ“, schwärmte der Bayern-Sportdirektor.
Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte Danks nach dem historischen Auswärtssieg in Madrid ausdrücklich gewürdigt. Bei seiner Bankettrede bedankte er sich für die geleistete Arbeit und betonte, dass auch Kompany mit dem Auftritt seiner Mannschaft sicherlich zufrieden gewesen wäre.
Für die Bayern ist die aktuelle Situation trotz der sportlichen Erfolge weiterhin eine Herausforderung. Neben den zahlreichen verletzten Spielern fehlt mit Kompany auch der wichtigste Verantwortliche an der Seitenlinie.
Die Aussagen von Freund machen allerdings deutlich, dass die Münchner derzeit bewusst auf eine klare Aufgabenverteilung setzen. Während Danks das operative Geschäft übernimmt, soll sich Kompany ohne zusätzlichen Druck auf seine vollständige Genesung konzentrieren können.